Hurra: eine britische Band, die nicht langweilt! Ich muss gestehen, ich kannte The Corals leider noch gar nicht. Ein Versäumnis.
Bandname und Albumtitel halten, was sie versprechen. Roots&Echoes ist vielseitig bunt wie ein Korallenriff und ja, es klingt wie dieses und jenes Vorbild bzw. wie andere Bands ( "Fireflies" z. B. klangen wie die Editors, an anderer Stelle könnte man, so man will, The Doors oder The Verve heraushören), doch hören wir eben auch das Echo all dieser Einflüsse, und ein Echo verändert ja bekanntlich die Stimmen, die es spiegelt. Die verschiedenen Einflüsse sorgen für Abwechslung, und Abwechslungsreichtum darf man auch dem Sänger James Skelly bescheinigen. Zudem hat die Band ein gutes Gespür für stimmige Arrangements, ob nun bei den sehr direkten straighten Titeln wie "In The Rain" oder den verspielten, fast schon folkigen Titeln wie (Achtung: Highlights!) "Cobwebs" (schöne Gitarrenlinien) und "Music At Night" (ein flotter Rausschmeißer und würdiger Abschluss mit orchestraler Verstärkung). Schön, schön.