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Roommates
 
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Roommates

Stealing The Bride Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Audio CD
  • Erscheinungsdatum: 2009
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Spieldauer: 42 Minuten
  • ASIN: B002AT74IU
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 435.494 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Produktbeschreibungen

Zehn rockende "Roommates" - also Mitbewohner - haben Stealing The Bride auf ihrem Debut-Album versammelt. Zehn Songperlen zwischen düster-melancholischem Gothic- und groovendem, modernem Hardrock. Jedes Stück hat seine eigene Atmosphäre, erzählt seine eigene Geschichte mit packenden Melodien, originellen Gitarrenparts, filigranen aber dennoch kraftvollen Drums und der zauberhaften Stimme von Patricia Wosnitzka. Eine Gothic-Rock-Scheibe der anderen Art: hier geht es nicht um Hexen und Teufel, sondern eher um die Dämonen im Kopf, die Abgründe in jedem von uns. Zum Beispiel um den Kampf mit der Internetsucht bei "Desert Inside", um Verlogenheit in Beziehungen bei "Cry Wolf", um das Ausloten der eigenen Grenzen in "Going To Extremes" oder um das zweite, "böse" Ich in "La mala vida". Viele Songtexte aber sind und sollen rätselhaft bleiben, wie zum Beispiel der epische Titeltrack "Roommates", der von geheimnisvollen Mitbewohnern erzählt. Passend dazu das kongeniale Artwork von Astrid Kehry: sie hat das Motiv von den unheimlichen Mitbewohnern aufgenommen. Durch das Booklet zieht sich ein seltsames Wesen, eine verschwommene Brautfigur, vielleicht eine Puppe, vielleicht ein Kind, vielleicht ein Geist einer Verstorbenen, der in dem Raum wohnt, in dem die Musik von Stealing The Bride zu Hause ist.

Titelverzeichnis:
1. The Desert Inside
2. Agravic Grooves
3. Going To Extremes
4. Cry Wolf
5. La Mala Vida
6. Invaders
7. November Heat
8. Contagious
9. Train Song
10. Roommates.

Hörproben gibt es auf der Bandhomepage.

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Kundenrezensionen

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es gibt sie diese Alben, die einem vom ersten Hören an auf einer gewissen subtilen Art umgarnen, unbewusst ergibt man sich der "Gefahr", bis man gar nich merkt, das man schon gefangen in den Tönen ist. ROOMMATES ist so ein Album. "Schuld" daran ist erstens, das es sich so aber auch gar nicht in irgendein musikalisches Korsett quetschen lassen will und zweitens, und dieses als Hauptursache, es durch einen enorm hohen Qualitätsanspruch heraus sticht. Zugegeben etwas Offenheit und Zeit sich dem Album hinzugeben, sollte man schon mitbringen, treffen sich hier doch Stile vom klassischen (Hard)Rock über Progressive und Metal bis hin zum Gothic zum Stelldichein. Und das Resultat dieses Treffens ist ein gewaltige Mixtur aus Groove, emotionalen Momenten und hochexplosiven Energieentladungen. Selbst Glam-Attitüden schauen gelegentlich vorbei. Auffallend ist vor allem das starke Songwriting und das Arrangement der Songs, die der starken Stimme von Frontdame Patricia den scheinbar genau zugeschnittenen Raum bieten. Einzig erschwerend an diesem Album könnte die Tatsache sein, dass es vielleicht manch einen nicht erreicht, dessen musikalisches Gehör sich allzu sehr an der Oberfläche abspielt. Aber das kann ich nicht wirklich als negativ empfinden, denn gute Musik will entdeckt werden und sollte nicht vorbeiplätschern. Wer sich in oben genannten und deren verwandten Richtungen auch nur ansatzweise zuhause fühlt und sich ganz auf diese zehn Tracks einlässt, hat mit jenen Tönen schon sehr bald neue "Roommates" in seinem Zuhause gefunden! Anspieltipps: Agravic Grooves, Going To Extremes, Roommates
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Newcomer mit Qualität 9. Juni 2009
'Roommates', diesen Titel trägt das Debut-Album der Mainzer Rockband Stealing The Bride, die dieses Album im Eigenvertrieb am 26.03.2009 veröffentlichten. Die Band selbst war mir bisher unbekannt, obwohl sie seit Ende 2005 im Raum Frankfurt/Mainz mehrere Auftritte hatte. Doch wie heißt es: 'Gut Ding will Weile haben', und so überrascht 'Roommates' mit 10 Songs von so hervorragender Qualität, wie sie nur selten bei Erstlingen regionaler Bands zu finden ist.

Die vierköpfige Newcomer-Band mit Frontsängerin Patricia ordnet sich selbst unter Alternative/Rock ein und überzeugt mit starker Lyrik und hochwertiger musikalischer Umsetzung.

Stealing The Bride

Stealing The Bride

Rockbands mit Frontsängerinnen leiden heutzutage stark unter Vorurteilen: 'female-fronted' enthält einen gewissen bitteren Beigeschmack und ist für viele eine Art Warnsignal, sich mit solchen Bands nicht weiter zu beschäftigen. Man denke beispielsweise an das Gejaule der zahlreichen Nightwish-Nachahmer' Stealing The Bride jedoch fällt in eine andere Kategorie: Rockband. Sängerin Patricia erzeugt mit energiegeladener und rockiger Stimme stets eine passende Atmosphäre, die sich in die musikalische Interpretation einfügt anstatt schrill davon abhebt.

Stealing the Bride - Newcomer des Monats

Stealing The Bride - Newcomer des Monats

Musikalisch beweist Stealing The Bride eine breite Vielfalt, aber alle Songs haben eins gemeinsam: Bewusst kryptische, durchdachte Lyriks, die aus dem Leben gegriffen sind und menschliche Probleme und Verhalten thematisieren. So beginnt die Scheibe mit dem Song 'The Desert Inside', der die Verwahrlosung und Sinnleere internetsüchtiger Personen durch teilweise psychedelisch anmutenden Gesang und passender musikalischer Untermalung durch Bass und E-Gitarre wunderbar in Szene setzt. Diese Opfer der heutigen mediendominierten Gesellschaft verspüren eine innere Leere, eine seelische Wüste, die sie verzweifeln lässt und im 'digital suicide', einem digitalen Selbstmord als Flucht in die Realität gipfelt.

Stealing The Bride

Stealing The Bride

Nun folgt ein Kontrast, die zuvor relativ ruhige Stimmung wird durch das aggressive E-Gitarren-Intro von 'Agravic Grooves' gebrochen, die treibende Atmosphäre wird allein durch den zwar energiegeladenen, aber ruhigeren Gesang gebremst. Dies mindert jedoch keinesfalls die Intensität des Songs, der von der Musik als individuelle Kraftquelle berichtet, in die man sich angesichts schwieriger Situationen flüchten kann. 'Going to Extremes', der folgende Track, beinhaltet nicht nur inhaltlich Extremsituationen wie ständige Party und Drogenkonsum, sondern vereint auch musikalische Extreme: ruhigen Passagen, die abrupt durch harten Rocksound abgelöst werden und stakkato-geprägten Passagen, diese krasse Vielfalt unterstützt das lyrische Thema: Wie extrem darf es werden? Wo ist die Grenze, an der Körper und Seele einfach schlappmachen, da die Belastung zu groß wird?

Auf diese philosophisch angehauchten Songs folgt nun ein waschechter Rocksong, ein persönliches Highlight von 'Roommates'. 'Cry Wolf' bietet im Vergleich zu den vorangegangenen Songs einfach einen von Anfang bis Ende rockigen, treibenden Sound, in dem nun endlich auch Patricias Gesang ohne Ausnahme die treibende Atmosphäre stützt. 'Cry Wolf' - das bedeutet im Deutschen etwa 'falschen Alarm schlagen'. Dieses Fehlverhalten zu vieler Menschen prangern Stealing The Bride an, die Glaubwürdigkeit nimmt bei mehrfachen 'falschen Alarm' drastisch ab, sodass in der Konsequenz damit zu rechnen ist, dass in einer ernsten Situation keiner auf die Worte solcher Menschen reagieren wird.

'La Mala Vida' ist dagegen wieder bewusst ruhig und rhythmisch. Im 3/4-Takt beginnt der Song mit ruhigem Gesang, steigert sich aber im Verlauf bis hin zur Konfrontation mit dem zweiten, 'bösen' Ich, dem Wunsch-Ich der Protagonistin. Die Passagen des zweiten Ich sind in Spanisch gesungen, das südländische Temperament und die Begierde kommt dadurch zum Ausdruck. Auch die jazzartigen Bassklänge unterstützen die Stimmung des Songs, der durch die vielen Details praktisch als Filmszene vor dem geistigen Auge abläuft.

Stealing The Bride

Stealing The Bride

Mit 'Invaders' liefert die Band einen weiteren grundsoliden Song mit einem wichtigen thematischen Hintergrund: Die Mächtigen der Gesellschaft glauben, sich alles kaufen zu können doch mit 'Strike back the Invaders of our minds' liefert Stealing The Bride eine Kampfansage. Widerstand ist angesagt, Verhalten und Absichten sind zu hinterfragen - der eigene Geist ist die letzte Bastion des Individuums, die es zu verteidigen gilt.

Darauf folgen jedoch die meiner Meinung nach musikalisch besten Songs des Albums: 'November Heat' und 'Contagious', wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und in direkter Folge einen fabelhaften Kontrast darstellen. 'November Heat' ist wieder original rockig, stakkatohafte Gesangsfetzen unterstützt von schnellen E-Gitarrenriffs erzeugen eine treibende, fieberhafte Atmosphäre, die mitreisst und fesselt. 'November Heat', ein Phänomen unerklärlich warmen Wetters trotz Winter, dass die Menschen verunsichert - oder spielt Stealing the bride mit diesem Song auf etwas anderes an?
'Contagious' kontrastiert dies mit einer melancholischen, ruhigen Stimmung, die wunderbar besonders durch die energiegeladene, charismatische Stimme von Patricia erzeugt wird. Der angedeutete Selbstmord bietet eine Möglichkeit zur Flucht vor den Lasten und Schmerzen des Lebens. Übersetzt bedeutet der Titel 'Ansteckend' - diese Stimmung ist in der Tat ansteckend und mitreißend, gefährlich für jeden, ein Sumpf, aus dem man sich schwer befreien kann.

Mit 'Train Song' schließt sich ein wieder rhythmischer Song an, der Stakkato-Gesang charakterisiert das durch 'Still on the run' beschriebene Leben. Ein Ortswechsel bringt ein neues Leben, eine neue Party mit neuen Freunden. Ein bindungsloses Leben, dem Spaß hinterherrennend, aber erfüllt es und macht es auch glücklich?

Zu guter letzt findet sich der titelgebende Song des Albums 'Roommates'. Der rätselhaft gestaltete Songtext, der von den mysteriösen Mitbewohnern erzählt, wird duch experimentelle Klänge untermalt. Ein vielleicht episches Stück von künstlerischem Wert, weniger jedoch für eine Party geeignet.

gussi

Fazit: Eine durch und durch gelungene Scheibe! Besonders die lyrische Qualität, aber auch die musikalische Vielfalt, die die Themen gekonnt passend in Szene setzt, wissen dem Rockmusik-Fan zu gefallen. Daneben finden sich der ein oder andere härtere Klang, der durchaus nach einer Live-Show schreit, anstatt im heimischen CD-Player zu verweilen.

Stealing The Bride haben mit diesem Debut-Album bewiesen, dass in dieser Konstellation ein hohes Potential steckt und haben den Status Newcomer des Monats redlich verdient!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
... 7. Juni 2009
Von wilson
Zitat: 'Eine charismatische Sängerin mit einer zauberhaften Stimme, die mal an Amy Lee von Evanescence, mal an Madonna, mal an Eva Cassidy erinnert, dazu düstere Gitarrenriffs zwischen klassischem Hardrock und 'System of a Down' ' geht das? Und wie! Stealing the Bride aus Mainz machen aus diesen Zutaten energiegeladene und emotionale Rockmusik
mit packenden Melodien und einer Prise Gothic ' und das ohne jeden Kitsch.'

'Die Songs der vier langjährig erfahrenen Musiker (Robert z.B. ist sowohl studierter Jazzschlagzeuger als auch bekennender AC/DC-Fan) leben vom dynamischen Wechsel zwischen lyrisch-melancholischen Passagen und explosiven Rock-Refrains ' vor allem aber von der ausdrucksstarken Stimme und Bühnenshow der Sängerin Patricia.'

Stimmt das wirklich? An Madonna habe ich beim Hören dieses Albums zu keinem Zeitpunkt gedacht. An Evanescece schon eher. Nun, wollen wir mal überprüfen, wofür dieses Album gut ist, und ob es das einhält, was es verspricht.

Bass, eine spannende Gitarre, Drums und Metal-Riffs eröffnen das erste Stück 'The Desert Inside'. Ruhiger, prägnanter Gesang setzt ein, und der Song pendelt zwischen rhythmisch langsameren und schnelleren Parts. Packend auch der Beginn des Folgestückes. Hinter der Gitarre und dem Bass ist ordentlich Druck zu spüren. Die Drums klingen blechern, die Stimme erzählt Geschichten, ohne das Textverständnis wirklich vonnöten ist. Auch in 'Going To Extremes' existieren Wechsel zwischen cleanen, spannenden Parts, und verzerrt-bombastischen Stellen.

Auch bei Track 4 bleibt die Dynamik erhalten und sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Das nächste Stück ist ein spanischer Titel, bei dem vermutlich auch spanisch gesungen wird. Eine willkommene, unerwartete Abwechslung zu Schema F. Das nächste Stück rauscht dann an einem vorbei, ohne irgendwas wie einen Eindruck hinterlassen zu haben. 'November Heat' ist jedoch wieder eines von den Stücken, bei denen der Gesang sehr klar rüberkommt. Lob an die Vokalistin!

Beim folgenden 'Contagious' geht die Spannung immer noch nicht verloren. Dennoch, die immergleichen Riffs und Rhythmen tragen auch nichts Interessanteres bei. Im 'Train Song' gibt es dann wirklich keine Überraschungsmomente mehr. Die Drums klingen wieder blechern und alles andere ist auch schon mal da gewesen. Der Rausschmeißer rauscht dann genauso wieder am Hörer vorbei, obwohl der Songanfang noch sehr markant und viel versprechend ist.

Wer Gothic Rock mag und mit Bands wie Evanescence was anfangen kann, wird es mögen. Der anspruchsvollere Hörer wird das Album möglicherweise auch nett finden, aber vermutlich nicht lieben. Die Musik auf dieser Scheibe würde ich jedenfalls nicht vermissen, wenn es sie auf einmal nicht mehr gebe. Ein gutes Rockalbum ist es trotzdem geworden.

Wertung: 09/15 Punkte
Anspieltipp(s): 'The Desert Inside', 'Agravic Grooves', 'Going To Extremes'
Vergleichbar mit: Evanescence
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