Das verflixte zweite Album- vielen Bands brach es das Genick, andere schafften den Durchbruch. Den haben die Strokes mit ihrem Debut schon geschafft, entsprechend groß waren die Erwartungen an den Nahchfolger: "Room on fire". Um es gleich zu sagen: Meine Erwartungen wurden übertroffen; die New Yorker haben das Grundrezept gleich gelassen und behutsam neue Zutaten beigemischt: Vor allem die Rhytmusabteilung hat zugelegt und sorgt für abwechslungsreichere Songs, die wieder aus Valensis Schnipselriffs, Hammond Jrs sturer Rhytmusgitarre und den Drums von Fab Moretti zusammengebastelt sind wozu Nicolai Fraiture gewohnt unbeirrt seinen Bass bedient und Julien Casablancas leicht weggetreten singt. Der Opener "Whatever happened?" könnte auch von der ersten Platte stammen, Reptilia hört sich zunächst etwas sperrig an, das Gitarrenriff fräst sich aber irrevesibel ins Hirn. "Automatic stop" zeigt die Weiterentwicklung; etwas anders, aber sehr ansprechend. Mehr als nur ansprechend ist die Single "12:51" die mit jedem Hören besser wird und wohl zu den gelungensten Songs dieses Jahres gezählt werden darf und sogar einen interessanten Text aufweist. "You talk way too much" ist dann wieder etwas rauer, "Beetween love and hate" , die Einzelgängerhymne dieses Albums,soll wohl die versprochenen Reggaeeinflüsse zeigen, "Meet me in the bathroom" hat zwar eine eingängige Gitarre hörte sich bei den Vorausliveaufnahmen aber irgendwie besser an. "Under control" ein nettes, entspanntes Liedchen zum Mitsingen, leitet dann zu "The way it is" über, das wohl kompromissloseste und lauteste bisher veröffentlichte Stück, das aber zum Glück alles andere als sinnlos- brutal hingeprügelt ist sondern die Balance hält zwischen brachial und melodiös. ""The end has no end" ist trotz leicht schwachsinnigem Titel ein wunderbares Stück, ruhige Strophen und schnellerer Refrain der die Spannung hält. "I cant win" beendet das Ganze wieder mit einem typischen Strokessong, aufreibend und treibend.
Insgesamt ist die Platte wohl abwechslungsreicher als "Is this it", ob sie "besser" ist, ist reine Geschmackssache; den Kauf ist sie für jeden, der die Strokes mag, wert.
Und für ihr einziges Deutschlandkonzert gibt es auch noch Karten.