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Während sich die beiden Wegelagerer-Banden ungefähr zehn Jahre später immer noch das Wasser abgraben, freunden sich Ronja und Birk bei ihren ersten Erforschungen der Umgebung an. Im Wald lauern Gefahren. Ronja lernt, mit Graugnomen und Dunkeltrollen umzugehen und mit einer Schar gefährlicher Vögel, den Wildtruden. Die Freundschaft der Kinder steht gegen die Feindschaft der Großen und sorgt für eine Menge Unruhe in beiden Lagern.
Die filmische Umsetzung der Geschichte von einem Mädchen, das auf einer alten Festung mitten im Wald bei Räubern aufwächst, ist glänzend gelungen und gehört neben Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga zu den besten Lindgren-Filmen, für die Schwedens gepriesene Autorin nicht nur die Buchvorlage, sondern auch das Drehbuch lieferte. Die besondere Anziehungskraft des Räubermärchens liegt in der Mischung aus Realismus mit fantastischen Elementen, die Regisseur Tage Danielsson (Die Abenteuer des Herrn Picasso) perfekt in sein Medium hinüberzutransponieren weiß.
Börje Ahlstedt als der sehr eitle, aber sehr gutmütige Räuberhauptmann Mattis kennt man aus verschiedenen Ingmar-Bergmann-Filmen wie Fanny und Alexander oder Dabei: Ein Clown.
Ein Film von einem traumhaft unkonventionellem Leben in freier Natur, in der es zwar auch Probleme gibt, aber mit Liebe nicht gespart wird. Ein Film, der leicht zum Lieblingsfilm werden kann. --Daphne von Unruh
Wo ist die Szene, als die Borka-Räuber von Mattis vor den Landsknechten beschützt werden?
Wo ist die Szene, in der Ronja und Birk die Wildpferde mit ihren selbstgemachten Bolas einfangen?
Wo ist die Szene, in der Ronja an der Felswand zum ersten Mal den Wilddruden begegnet?
Leider ist es damit nicht vorbei, es fehlen noch mehr, kleinere Elemente.
Schade, ich dachte schon, das Warten auf den Film hätte ein Ende gehabt.
Vier Sterne nur wegen der fehlenden Stücke - der Film an sich hätte mindestens zehn verdient.
„Ronja Räubertochter" ist ein ruhiger, phantasievoller Film (manche „Special Effects", wie z.B. die Animation der Wilddruden mag der heutige Kino-Fan belächeln), der durch die vielen schönen Naturaufnahmen auch ein sinnlich-ästhetisches Vergnügen ist.
Von dem Film existieren zwei Schnittfassungen - auf dieser DVD sind jedoch (leider) nicht beide Fassungen miteinander vereint, so dass z.B. die Szene, in der Ronja und Birk ihre Wildpferde fangen und einreiten, fehlt, auf andere Momente jedoch mehr Gewicht - etwa den nächtlichen, verzweifelten Ritt Mattis' - gelegt wird.
Zentrale Themen wie Freundschaft, Treue und Vergebung machen ihn zu einem sehr wertvollen Film für Kinder ... und Erwachsene!
Neben der deutschen Synchronfassung liegt auf der DVD auch noch die schwedische Originaltonspur vor. Die Kapitel können einzeln angewählt werden. Die DVD ist sonst jedoch recht mau ausgestattet - das Menü wirkt etwas lieblos gestaltet und die Disc bietet sonst keinerlei Extras, wie z.B. den Kinotrailer oder ein Making-Of - in dieser Hinsicht also kaum eine Steigerung gegenüber der VHS.
Der Film an sich verdient 5 Sterne - für die dünne DVD-Ausstattung gibt es jedoch leider einen Punktabzug.
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