Ronan Keating

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Song-Bestseller von Ronan Keating
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Bilder von Ronan Keating
Bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.


Biografie

Beginnen wir doch mal mit einem kurzen Blick auf die Zahlen – Pop-Bingo, so könnte man das nennen, oder noch viel treffender: „Ronan Keating: Ein Hitgarant in Zahlen.“

19: Die Zahl der Jahre, die der Sänger und Songschreiber nun schon Musik macht.

35: Sein momentanes Alter. (Genau, er war erst 16, als er mit Boyzone losgelegt hat. Ein Glück!)

13: Das sind eigentlich 13 Millionen – die Anzahl der von Boyzone weltweit verkauften Alben.

10: Und das wären dann noch einmal 10 Millionen – die Anzahl, die Keating insgesamt von seinen 11 Soloalben verkauft hat.

42: 42 Millionen, um genau zu ... Lesen Sie mehr

Beginnen wir doch mal mit einem kurzen Blick auf die Zahlen – Pop-Bingo, so könnte man das nennen, oder noch viel treffender: „Ronan Keating: Ein Hitgarant in Zahlen.“

19: Die Zahl der Jahre, die der Sänger und Songschreiber nun schon Musik macht.

35: Sein momentanes Alter. (Genau, er war erst 16, als er mit Boyzone losgelegt hat. Ein Glück!)

13: Das sind eigentlich 13 Millionen – die Anzahl der von Boyzone weltweit verkauften Alben.

10: Und das wären dann noch einmal 10 Millionen – die Anzahl, die Keating insgesamt von seinen 11 Soloalben verkauft hat.

42: 42 Millionen, um genau zu sein: Seine Single- und Albumverkäufe insgesamt.

68: Diese Zahl soll auf 68 Millionen YouTube-Hits verweisen, und wo wir schon dabei sind: 202.000 Facebook-Likes, über 240.000 Twitter-Follower... er ist nun mal ein echt supersozialer Social Media Superstar.

50: Die Zahl der Länder, in denen Keating bereits aufgetreten ist: In zweien davon (Holland, 1997 + Irland, 1999) als Host der MTV Europe Awards; in einem (Seychellen, 1998) als Moderator der Miss-World-Preisverleihung; in einem (Australien, 2010, 2011, 2012) als Jurymitglied bei The X Factor; und last but not least wäre da noch ein Land (Deutschland, 2006), in dem er die Fußball-WM musikalisch am Brandenburger Tor eröffnen durfte...

30: Die Rekordzahl an Wochen, die Keatings Singles am Stück in den britischen Top-10 vertreten waren: Unterwegs zu diesem Eintrag ins Guinness-Buch ließ er im Oktober 2007 sogar Elvis hinter sich.

3.750.000: Die Summe (in £, versteht sich) an Spendengeldern, die Keating in seiner Rolle als Ambassador für Cancer Research UK bis dato zusammenbekommen hat. Seine jährliche Emerald & Ivy-Spendengala ist der größte Fundraising-Abend, den CRUK überhaupt veranstalten.

1: Ein Ivor-Novello-Award für seinen Song Picture Of You (1997).

1: Einen BMI European Songwriting Award für Long Goodbye – ein Stück, mit dem Brooks & Dunn den ersten Platz der US-Countrycharts belegten.

2004: Das Jahr, in dem er zum UN-Botschafter für die Food & Agriculture Organisation ernannt wurde.

Tausende: Die Zahl der Meilen, die Keating schon für die Marie Keating Foundation geschwommen, geklettert, gewandert oder gerannt ist; die Anti-Krebs-Stiftung hat er zu Ehren seiner verstorbenen Mutter ins Leben gerufen.

Das soll uns erstmal genügen: Schließlich ist Keating ja auch nicht der Typ, der andauernd sein Geld zählt oder sich auf einem Thron ausruht, den er sich eigens aus seinen ganzen Platinauszeichnungen hat anfertigen lassen. Jene Tage, in denen er den eigenen Erfolg noch daran gemessen hat, wie viele teure Schlitten in seiner Garage standen, sind längst vorbei: „Zwischenzeitlich hatte ich 11 Stück!“, berichtet er und lächelt verlegen. „Unter anderem eine Corvette von 1963, einen 66er Mustang, einen 72er Dodge Charger, einen Ford Bronco, zwei Range Rovers und einen Porsche. Das war schon ganz schön lächerlich, vollkommen übertrieben und maßlos – nur wenn man noch so jung ist und plötzlich zu viel Geld verdient, passieren solche Dummheiten eben...“
Es stimmt: Keating ist durchaus stolz auf das, was er schon alles erreicht hat. Nur ist er trotzdem nicht der Typ, der andauernd zurückblickt; momentan ist er viel mehr am nächsten Kapitel interessiert: Es heißt Fires, denn so lautet der Titel seines kommenden Soloalbums. Nach drei Konzept- bzw. Duett-Alben, unter anderem seinen hochkarätigen Longplayer mit Burt Bacharach (When Ronan Met Burt), handelt es sich dabei um die ersten richtigen Soloaufnahmen seit geschlagenen sechs Jahren.
„Ich selbst würde dieses neue Album sogar mit meinem Solo-Debüt vergleichen –, und ich glaube nicht, dass es mir zwischenzeitlich gelungen ist, ein Album aufzunehmen, das so gut war wie mein Debüt“, sagt Keating und redet, wie man das so von ihm kennt, Klartext. „Seit dem Jahr 2000 habe ich quasi versucht, dieses Album hier aufzunehmen – ohne Witz! 12 Jahre habe ich dafür gebraucht, und nun ist es endlich im Kasten“, lacht er. „Ich freue mich riesig über das Ergebnis.“
Man muss gar nicht so viel auf seine Worte geben, denn die Musik spricht für sich: Schon die erste Single, das Titelstück der LP, macht augenblicklich klar, was für ein großer Wurf Ronan Keating hier gelungen ist: Der Song Fires ist eine massive, druckvolle, wirklich umwerfende Pophymne, die Keating gemeinsam mit dem Songwriter-Team Electric geschrieben hat, junge Wahllondoner aus Schweden.
„Die Idee war, mich im Radio mit einem Song zurückzumelden, der einfach mal komplett anders klingt als alles, was man von mir kennt – mit einem krassen, schnellen, energischen Track, der sich nach dem Hier und Jetzt anfühlt.“
„Der Track hat mir einfach so sehr aus der Seele gesprochen. Jeder weiß, dass ich ein paar recht turbulente Jahre hinter mir habe. Und mal ehrlich: Ich sehe den Song wirklich als eine Ansage, als ein Statement, das mir verdammt noch mal Feuer unter dem Hintern machen soll – Bewegung ist angesagt, raus aus diesem Loch und wieder in Schwung kommen! Wenn man, wie ich, sein Problem selbst kreiert hat, muss man seine Fehler korrigieren, wieder auf die Beine kommen und zusehen, dass man vorwärts kommt – so verstehe ich diesen Song, und davon handelt er.“
Keating ist also, passend zum Albumtitel, wirklich „on fire“, und ähnlich druckvoll-draufgängerisch wirken übrigens auch I’ve Got You, ein satter Popsong, wie vielleicht auch U2 ihn aufnehmen könnten, und Nineteen Again, ein Rocksong zum Mitsingen, den Rick Knowles und Gregg Alexander geschrieben haben (jene Herren also, mit denen Ronan schon die Hitsingles Life Is A Rollercoaster und Lovin’ Each Day geschrieben hat). Hätte Keating nun behauptet, dass der Arbeitstitel dieses Tracks ursprünglich Let’s ’Ave It! lautete, hätte das wohl niemanden wirklich überrascht – denn der jugendliche Vibe und diese absolute Ausgelassenheit schwingen bei jeder einzelnen Note dieses Stücks mit, an dem Electric ebenfalls als Co-Autoren mitgewirkt haben.
„Unbedingt sogar“, lächelt er, „ja, es stimmt, es ist ein schmaler Grat – schließlich will ich damit nicht sagen: ‘Hey, ich bin jung, ich bin frei und Single, lass uns losziehen und uns ein wenig amüsieren...’ Das will ich an keiner Stelle und mit keinem dieser Songs zum Ausdruck bringen. Dann schon eher so à la: ‘Okay, ich bin 35, ich bin also kein kleiner Junge mehr; ich mache das hier jetzt schon seit knapp 20 Jahren, und ich liebe es immer noch wie damals.’ Ich habe großes Glück und weiß, was es bedeutet, dass ich nach wie vor Musik machen kann. Allein deshalb will ich nur das Beste geben und genau das Leben führen, das mir als Ideal vorschwebt. Ich will mich nicht verstecken.“
Aufgenommen hat Ronan Keating sein Fires-Album in London und Dublin, wobei er unter anderem Songschreiber und Produzenten wie Brian Rawlings und dessen Metrophonic Team, Steve Lipson, Mathias Wollo und Paddy Dalton zu sich ins Studio bat. Genau genommen kamen ihm die ersten Ideen für das neue Album schon Ende letzten Jahres, als er sich gerade in Australien aufhielt und dort zum dritten Mal als Jury-Mitglied eine Staffel von The X Factor abdrehte. „Etwas Derartiges hatte ich noch nie zuvor gemacht, und für mich war das eine wirklich tolle Erfahrung: Alles daran war spannend, und besonders die Arbeit mit Mel B. fand ich sehr inspirierend. Ich bin zwar nun schon 20 Jahre im Geschäft, aber erst jetzt fühle ich mich dazu in der Lage, da oben zu sitzen und den Leuten die Wahrheit ins Gesicht zu sagen – früher hätte ich gar nicht das nötige Verständnis gehabt. Heute ist das anders: Ich kann mich hinsetzen und vollkommen überzeugt sagen, ‘Das war gut, aber das war überhaupt nicht überzeugend...’“
All die ganzen Performances und Auftritte detailliert zu betrachten und zu bewerten haben ihn schließlich auch dazu bewegt, die eigenen neuen Songs anders als zuvor in Angriff zu nehmen: „Als Jury-Mitglied bei The X Factor mitzumachen hat schon dazu geführt, dass ich auch meine eigenen Sachen mit viel mehr Distanz betrachten kann; normalerweise hat man diese Distanz ja eher nicht.“
Dass er mit vollkommen neuer Energie bei der Sache war, zeigt sich auch an den Balladen, die auf Fires zu finden sind: Lachend gibt er ganz offen zu, dass er über die Jahre mehr als nur ein paar langsame Stücke aufgenommen hat. Doch wenn dann ein so großartiger Song wie Easy Now My Dear in den Sessions entsteht, bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als die eigene Stimme ganz cool und mit einer Überdosis Soul über die wunderschöne Klaviermelodie zu legen.
„Das war wirklich einer von diesen Momenten: Wir haben den Song bei mir daheim in Dublin im Vorzimmer auf dem Klavier geschrieben, Mathias und Paddy und ich, und ich kann nur sagen: Das ist mal eine echt schlichte, wunderschöne Ballade! Die Welt um einen herum rastet aus und alles wirkt wie ein heilloses Durcheinander, und dann kommt da so ein Song, bei dem man automatisch zur Ruhe kommt...“
„Das ist noch so eine Sache, die mir mit den Jahren zunehmend klarer geworden ist. Früher gab es so unterschiedliche Ängste und recht viel Druck in meinem Leben, Sachen, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen. Und mit diesem Stück richte ich mich also an mich selbst und sage mir, dass ich einfach mal etwas ruhiger und entspannter werden muss.“
Das einfühlsame Love You And Leave You, durchsetzt mit pulsierenden Electro-Sounds und Bläser-Aufnahmen, muss dann wohl als klangliche Kehrseite derselben Medaille gelten: „Oh ja, das ist ein ganz schön wildes, intensives Stück“, so der Kommentar von Keating über den von Cass Lowe geschriebenen Song. „Wenn man sich den Text anhört, fragt man automatisch: ‘Wie bitte, was sagt er da?’ Aber das will ich damit gar nicht zum Ausdruck bringen – man kann das nämlich auch ganz anders auffassen!“
Mit einem Bein im dritten Jahrzehnt seiner Karriere als Pop-Superstar, meldet sich der 35-jährige Ronan Keating diesen Spätsommer also mit einem Donnerschlag zurück – was auch bedeutet, dass er die Arbeit an seinem Golf-Handicap (14) vorerst auf Eis legen muss; auch der Wunsch, endlich wieder an Autorennen teilzunehmen, wird wohl noch ein Weilchen warten müssen. Die Spendenaktionen und die Arbeit für seine Foundation gehen natürlich weiter, schließlich will Keating die Menschen auf das Thema Krebs aufmerksam machen und seine sieben Vorsorge-Trucks auch weiterhin durch Großbritannien und Irland schicken – nur in die Irische See wird er so schnell nicht noch einmal springen, das ist sicher: „56 Meilen waren das!“, ruft er und bezieht sich damit auf das Benefiz-Schwimmen 2011 – „was für eine unfassbar bescheuerte Idee eigentlich!“
Momentan konzentriert er sich also komplett auf den Release von Fires und die große Welttournee, die für 2013 geplant ist – pünktlich zum 20-jährigen Bühnenjubiläum.
„Ich kann es kaum abwarten“, sagt Keating und springt auf aus seinem Stuhl. „Ich will meine Songs auch endlich wieder im Radio hören – sechs Jahre ohne reguläres Soloalbum waren eine ganz schön lange Zeit. Gelegentlich läuft irgendwo mal When You Say Nothing At All oder Tomorrow Never Comes; Life Is A Rollercoaster taucht vielleicht ab und an auf irgendeiner Playlist auf. Aber wirklich neue Songs von mir im Radio zu hören, das gab’s schon viel zu lange nicht mehr.“
„Nun, der Akku ist voll, und ich freue mich riesig, endlich wieder durchzustarten. Ich kann nur sagen, dass wir alles aus uns herausgeholt haben für dieses Album; mehr war wirklich nicht drin. Und ich hoffe natürlich, dass ich auch in den nächsten 30 Jahren weiterhin solche Alben machen kann. Einerseits ist es schon irgendwie frustrierend, dass das alles so lange gedauert hat. Aber ich schätze mal, die letzten Jahre waren einfach so chaotisch, dass es anders auch gar nicht möglich gewesen wäre. Jetzt bin ich auf jeden Fall bereit. Bei diesen Aufnahmen war ich wirklich mit Herz, Geist und Seele bei der Sache.“
Gesprochen wie einer, in dem die Fires tatsächlich flackern und züngeln wie am ersten Tag.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Beginnen wir doch mal mit einem kurzen Blick auf die Zahlen – Pop-Bingo, so könnte man das nennen, oder noch viel treffender: „Ronan Keating: Ein Hitgarant in Zahlen.“

19: Die Zahl der Jahre, die der Sänger und Songschreiber nun schon Musik macht.

35: Sein momentanes Alter. (Genau, er war erst 16, als er mit Boyzone losgelegt hat. Ein Glück!)

13: Das sind eigentlich 13 Millionen – die Anzahl der von Boyzone weltweit verkauften Alben.

10: Und das wären dann noch einmal 10 Millionen – die Anzahl, die Keating insgesamt von seinen 11 Soloalben verkauft hat.

42: 42 Millionen, um genau zu sein: Seine Single- und Albumverkäufe insgesamt.

68: Diese Zahl soll auf 68 Millionen YouTube-Hits verweisen, und wo wir schon dabei sind: 202.000 Facebook-Likes, über 240.000 Twitter-Follower... er ist nun mal ein echt supersozialer Social Media Superstar.

50: Die Zahl der Länder, in denen Keating bereits aufgetreten ist: In zweien davon (Holland, 1997 + Irland, 1999) als Host der MTV Europe Awards; in einem (Seychellen, 1998) als Moderator der Miss-World-Preisverleihung; in einem (Australien, 2010, 2011, 2012) als Jurymitglied bei The X Factor; und last but not least wäre da noch ein Land (Deutschland, 2006), in dem er die Fußball-WM musikalisch am Brandenburger Tor eröffnen durfte...

30: Die Rekordzahl an Wochen, die Keatings Singles am Stück in den britischen Top-10 vertreten waren: Unterwegs zu diesem Eintrag ins Guinness-Buch ließ er im Oktober 2007 sogar Elvis hinter sich.

3.750.000: Die Summe (in £, versteht sich) an Spendengeldern, die Keating in seiner Rolle als Ambassador für Cancer Research UK bis dato zusammenbekommen hat. Seine jährliche Emerald & Ivy-Spendengala ist der größte Fundraising-Abend, den CRUK überhaupt veranstalten.

1: Ein Ivor-Novello-Award für seinen Song Picture Of You (1997).

1: Einen BMI European Songwriting Award für Long Goodbye – ein Stück, mit dem Brooks & Dunn den ersten Platz der US-Countrycharts belegten.

2004: Das Jahr, in dem er zum UN-Botschafter für die Food & Agriculture Organisation ernannt wurde.

Tausende: Die Zahl der Meilen, die Keating schon für die Marie Keating Foundation geschwommen, geklettert, gewandert oder gerannt ist; die Anti-Krebs-Stiftung hat er zu Ehren seiner verstorbenen Mutter ins Leben gerufen.

Das soll uns erstmal genügen: Schließlich ist Keating ja auch nicht der Typ, der andauernd sein Geld zählt oder sich auf einem Thron ausruht, den er sich eigens aus seinen ganzen Platinauszeichnungen hat anfertigen lassen. Jene Tage, in denen er den eigenen Erfolg noch daran gemessen hat, wie viele teure Schlitten in seiner Garage standen, sind längst vorbei: „Zwischenzeitlich hatte ich 11 Stück!“, berichtet er und lächelt verlegen. „Unter anderem eine Corvette von 1963, einen 66er Mustang, einen 72er Dodge Charger, einen Ford Bronco, zwei Range Rovers und einen Porsche. Das war schon ganz schön lächerlich, vollkommen übertrieben und maßlos – nur wenn man noch so jung ist und plötzlich zu viel Geld verdient, passieren solche Dummheiten eben...“
Es stimmt: Keating ist durchaus stolz auf das, was er schon alles erreicht hat. Nur ist er trotzdem nicht der Typ, der andauernd zurückblickt; momentan ist er viel mehr am nächsten Kapitel interessiert: Es heißt Fires, denn so lautet der Titel seines kommenden Soloalbums. Nach drei Konzept- bzw. Duett-Alben, unter anderem seinen hochkarätigen Longplayer mit Burt Bacharach (When Ronan Met Burt), handelt es sich dabei um die ersten richtigen Soloaufnahmen seit geschlagenen sechs Jahren.
„Ich selbst würde dieses neue Album sogar mit meinem Solo-Debüt vergleichen –, und ich glaube nicht, dass es mir zwischenzeitlich gelungen ist, ein Album aufzunehmen, das so gut war wie mein Debüt“, sagt Keating und redet, wie man das so von ihm kennt, Klartext. „Seit dem Jahr 2000 habe ich quasi versucht, dieses Album hier aufzunehmen – ohne Witz! 12 Jahre habe ich dafür gebraucht, und nun ist es endlich im Kasten“, lacht er. „Ich freue mich riesig über das Ergebnis.“
Man muss gar nicht so viel auf seine Worte geben, denn die Musik spricht für sich: Schon die erste Single, das Titelstück der LP, macht augenblicklich klar, was für ein großer Wurf Ronan Keating hier gelungen ist: Der Song Fires ist eine massive, druckvolle, wirklich umwerfende Pophymne, die Keating gemeinsam mit dem Songwriter-Team Electric geschrieben hat, junge Wahllondoner aus Schweden.
„Die Idee war, mich im Radio mit einem Song zurückzumelden, der einfach mal komplett anders klingt als alles, was man von mir kennt – mit einem krassen, schnellen, energischen Track, der sich nach dem Hier und Jetzt anfühlt.“
„Der Track hat mir einfach so sehr aus der Seele gesprochen. Jeder weiß, dass ich ein paar recht turbulente Jahre hinter mir habe. Und mal ehrlich: Ich sehe den Song wirklich als eine Ansage, als ein Statement, das mir verdammt noch mal Feuer unter dem Hintern machen soll – Bewegung ist angesagt, raus aus diesem Loch und wieder in Schwung kommen! Wenn man, wie ich, sein Problem selbst kreiert hat, muss man seine Fehler korrigieren, wieder auf die Beine kommen und zusehen, dass man vorwärts kommt – so verstehe ich diesen Song, und davon handelt er.“
Keating ist also, passend zum Albumtitel, wirklich „on fire“, und ähnlich druckvoll-draufgängerisch wirken übrigens auch I’ve Got You, ein satter Popsong, wie vielleicht auch U2 ihn aufnehmen könnten, und Nineteen Again, ein Rocksong zum Mitsingen, den Rick Knowles und Gregg Alexander geschrieben haben (jene Herren also, mit denen Ronan schon die Hitsingles Life Is A Rollercoaster und Lovin’ Each Day geschrieben hat). Hätte Keating nun behauptet, dass der Arbeitstitel dieses Tracks ursprünglich Let’s ’Ave It! lautete, hätte das wohl niemanden wirklich überrascht – denn der jugendliche Vibe und diese absolute Ausgelassenheit schwingen bei jeder einzelnen Note dieses Stücks mit, an dem Electric ebenfalls als Co-Autoren mitgewirkt haben.
„Unbedingt sogar“, lächelt er, „ja, es stimmt, es ist ein schmaler Grat – schließlich will ich damit nicht sagen: ‘Hey, ich bin jung, ich bin frei und Single, lass uns losziehen und uns ein wenig amüsieren...’ Das will ich an keiner Stelle und mit keinem dieser Songs zum Ausdruck bringen. Dann schon eher so à la: ‘Okay, ich bin 35, ich bin also kein kleiner Junge mehr; ich mache das hier jetzt schon seit knapp 20 Jahren, und ich liebe es immer noch wie damals.’ Ich habe großes Glück und weiß, was es bedeutet, dass ich nach wie vor Musik machen kann. Allein deshalb will ich nur das Beste geben und genau das Leben führen, das mir als Ideal vorschwebt. Ich will mich nicht verstecken.“
Aufgenommen hat Ronan Keating sein Fires-Album in London und Dublin, wobei er unter anderem Songschreiber und Produzenten wie Brian Rawlings und dessen Metrophonic Team, Steve Lipson, Mathias Wollo und Paddy Dalton zu sich ins Studio bat. Genau genommen kamen ihm die ersten Ideen für das neue Album schon Ende letzten Jahres, als er sich gerade in Australien aufhielt und dort zum dritten Mal als Jury-Mitglied eine Staffel von The X Factor abdrehte. „Etwas Derartiges hatte ich noch nie zuvor gemacht, und für mich war das eine wirklich tolle Erfahrung: Alles daran war spannend, und besonders die Arbeit mit Mel B. fand ich sehr inspirierend. Ich bin zwar nun schon 20 Jahre im Geschäft, aber erst jetzt fühle ich mich dazu in der Lage, da oben zu sitzen und den Leuten die Wahrheit ins Gesicht zu sagen – früher hätte ich gar nicht das nötige Verständnis gehabt. Heute ist das anders: Ich kann mich hinsetzen und vollkommen überzeugt sagen, ‘Das war gut, aber das war überhaupt nicht überzeugend...’“
All die ganzen Performances und Auftritte detailliert zu betrachten und zu bewerten haben ihn schließlich auch dazu bewegt, die eigenen neuen Songs anders als zuvor in Angriff zu nehmen: „Als Jury-Mitglied bei The X Factor mitzumachen hat schon dazu geführt, dass ich auch meine eigenen Sachen mit viel mehr Distanz betrachten kann; normalerweise hat man diese Distanz ja eher nicht.“
Dass er mit vollkommen neuer Energie bei der Sache war, zeigt sich auch an den Balladen, die auf Fires zu finden sind: Lachend gibt er ganz offen zu, dass er über die Jahre mehr als nur ein paar langsame Stücke aufgenommen hat. Doch wenn dann ein so großartiger Song wie Easy Now My Dear in den Sessions entsteht, bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als die eigene Stimme ganz cool und mit einer Überdosis Soul über die wunderschöne Klaviermelodie zu legen.
„Das war wirklich einer von diesen Momenten: Wir haben den Song bei mir daheim in Dublin im Vorzimmer auf dem Klavier geschrieben, Mathias und Paddy und ich, und ich kann nur sagen: Das ist mal eine echt schlichte, wunderschöne Ballade! Die Welt um einen herum rastet aus und alles wirkt wie ein heilloses Durcheinander, und dann kommt da so ein Song, bei dem man automatisch zur Ruhe kommt...“
„Das ist noch so eine Sache, die mir mit den Jahren zunehmend klarer geworden ist. Früher gab es so unterschiedliche Ängste und recht viel Druck in meinem Leben, Sachen, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen. Und mit diesem Stück richte ich mich also an mich selbst und sage mir, dass ich einfach mal etwas ruhiger und entspannter werden muss.“
Das einfühlsame Love You And Leave You, durchsetzt mit pulsierenden Electro-Sounds und Bläser-Aufnahmen, muss dann wohl als klangliche Kehrseite derselben Medaille gelten: „Oh ja, das ist ein ganz schön wildes, intensives Stück“, so der Kommentar von Keating über den von Cass Lowe geschriebenen Song. „Wenn man sich den Text anhört, fragt man automatisch: ‘Wie bitte, was sagt er da?’ Aber das will ich damit gar nicht zum Ausdruck bringen – man kann das nämlich auch ganz anders auffassen!“
Mit einem Bein im dritten Jahrzehnt seiner Karriere als Pop-Superstar, meldet sich der 35-jährige Ronan Keating diesen Spätsommer also mit einem Donnerschlag zurück – was auch bedeutet, dass er die Arbeit an seinem Golf-Handicap (14) vorerst auf Eis legen muss; auch der Wunsch, endlich wieder an Autorennen teilzunehmen, wird wohl noch ein Weilchen warten müssen. Die Spendenaktionen und die Arbeit für seine Foundation gehen natürlich weiter, schließlich will Keating die Menschen auf das Thema Krebs aufmerksam machen und seine sieben Vorsorge-Trucks auch weiterhin durch Großbritannien und Irland schicken – nur in die Irische See wird er so schnell nicht noch einmal springen, das ist sicher: „56 Meilen waren das!“, ruft er und bezieht sich damit auf das Benefiz-Schwimmen 2011 – „was für eine unfassbar bescheuerte Idee eigentlich!“
Momentan konzentriert er sich also komplett auf den Release von Fires und die große Welttournee, die für 2013 geplant ist – pünktlich zum 20-jährigen Bühnenjubiläum.
„Ich kann es kaum abwarten“, sagt Keating und springt auf aus seinem Stuhl. „Ich will meine Songs auch endlich wieder im Radio hören – sechs Jahre ohne reguläres Soloalbum waren eine ganz schön lange Zeit. Gelegentlich läuft irgendwo mal When You Say Nothing At All oder Tomorrow Never Comes; Life Is A Rollercoaster taucht vielleicht ab und an auf irgendeiner Playlist auf. Aber wirklich neue Songs von mir im Radio zu hören, das gab’s schon viel zu lange nicht mehr.“
„Nun, der Akku ist voll, und ich freue mich riesig, endlich wieder durchzustarten. Ich kann nur sagen, dass wir alles aus uns herausgeholt haben für dieses Album; mehr war wirklich nicht drin. Und ich hoffe natürlich, dass ich auch in den nächsten 30 Jahren weiterhin solche Alben machen kann. Einerseits ist es schon irgendwie frustrierend, dass das alles so lange gedauert hat. Aber ich schätze mal, die letzten Jahre waren einfach so chaotisch, dass es anders auch gar nicht möglich gewesen wäre. Jetzt bin ich auf jeden Fall bereit. Bei diesen Aufnahmen war ich wirklich mit Herz, Geist und Seele bei der Sache.“
Gesprochen wie einer, in dem die Fires tatsächlich flackern und züngeln wie am ersten Tag.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Beginnen wir doch mal mit einem kurzen Blick auf die Zahlen – Pop-Bingo, so könnte man das nennen, oder noch viel treffender: „Ronan Keating: Ein Hitgarant in Zahlen.“

19: Die Zahl der Jahre, die der Sänger und Songschreiber nun schon Musik macht.

35: Sein momentanes Alter. (Genau, er war erst 16, als er mit Boyzone losgelegt hat. Ein Glück!)

13: Das sind eigentlich 13 Millionen – die Anzahl der von Boyzone weltweit verkauften Alben.

10: Und das wären dann noch einmal 10 Millionen – die Anzahl, die Keating insgesamt von seinen 11 Soloalben verkauft hat.

42: 42 Millionen, um genau zu sein: Seine Single- und Albumverkäufe insgesamt.

68: Diese Zahl soll auf 68 Millionen YouTube-Hits verweisen, und wo wir schon dabei sind: 202.000 Facebook-Likes, über 240.000 Twitter-Follower... er ist nun mal ein echt supersozialer Social Media Superstar.

50: Die Zahl der Länder, in denen Keating bereits aufgetreten ist: In zweien davon (Holland, 1997 + Irland, 1999) als Host der MTV Europe Awards; in einem (Seychellen, 1998) als Moderator der Miss-World-Preisverleihung; in einem (Australien, 2010, 2011, 2012) als Jurymitglied bei The X Factor; und last but not least wäre da noch ein Land (Deutschland, 2006), in dem er die Fußball-WM musikalisch am Brandenburger Tor eröffnen durfte...

30: Die Rekordzahl an Wochen, die Keatings Singles am Stück in den britischen Top-10 vertreten waren: Unterwegs zu diesem Eintrag ins Guinness-Buch ließ er im Oktober 2007 sogar Elvis hinter sich.

3.750.000: Die Summe (in £, versteht sich) an Spendengeldern, die Keating in seiner Rolle als Ambassador für Cancer Research UK bis dato zusammenbekommen hat. Seine jährliche Emerald & Ivy-Spendengala ist der größte Fundraising-Abend, den CRUK überhaupt veranstalten.

1: Ein Ivor-Novello-Award für seinen Song Picture Of You (1997).

1: Einen BMI European Songwriting Award für Long Goodbye – ein Stück, mit dem Brooks & Dunn den ersten Platz der US-Countrycharts belegten.

2004: Das Jahr, in dem er zum UN-Botschafter für die Food & Agriculture Organisation ernannt wurde.

Tausende: Die Zahl der Meilen, die Keating schon für die Marie Keating Foundation geschwommen, geklettert, gewandert oder gerannt ist; die Anti-Krebs-Stiftung hat er zu Ehren seiner verstorbenen Mutter ins Leben gerufen.

Das soll uns erstmal genügen: Schließlich ist Keating ja auch nicht der Typ, der andauernd sein Geld zählt oder sich auf einem Thron ausruht, den er sich eigens aus seinen ganzen Platinauszeichnungen hat anfertigen lassen. Jene Tage, in denen er den eigenen Erfolg noch daran gemessen hat, wie viele teure Schlitten in seiner Garage standen, sind längst vorbei: „Zwischenzeitlich hatte ich 11 Stück!“, berichtet er und lächelt verlegen. „Unter anderem eine Corvette von 1963, einen 66er Mustang, einen 72er Dodge Charger, einen Ford Bronco, zwei Range Rovers und einen Porsche. Das war schon ganz schön lächerlich, vollkommen übertrieben und maßlos – nur wenn man noch so jung ist und plötzlich zu viel Geld verdient, passieren solche Dummheiten eben...“
Es stimmt: Keating ist durchaus stolz auf das, was er schon alles erreicht hat. Nur ist er trotzdem nicht der Typ, der andauernd zurückblickt; momentan ist er viel mehr am nächsten Kapitel interessiert: Es heißt Fires, denn so lautet der Titel seines kommenden Soloalbums. Nach drei Konzept- bzw. Duett-Alben, unter anderem seinen hochkarätigen Longplayer mit Burt Bacharach (When Ronan Met Burt), handelt es sich dabei um die ersten richtigen Soloaufnahmen seit geschlagenen sechs Jahren.
„Ich selbst würde dieses neue Album sogar mit meinem Solo-Debüt vergleichen –, und ich glaube nicht, dass es mir zwischenzeitlich gelungen ist, ein Album aufzunehmen, das so gut war wie mein Debüt“, sagt Keating und redet, wie man das so von ihm kennt, Klartext. „Seit dem Jahr 2000 habe ich quasi versucht, dieses Album hier aufzunehmen – ohne Witz! 12 Jahre habe ich dafür gebraucht, und nun ist es endlich im Kasten“, lacht er. „Ich freue mich riesig über das Ergebnis.“
Man muss gar nicht so viel auf seine Worte geben, denn die Musik spricht für sich: Schon die erste Single, das Titelstück der LP, macht augenblicklich klar, was für ein großer Wurf Ronan Keating hier gelungen ist: Der Song Fires ist eine massive, druckvolle, wirklich umwerfende Pophymne, die Keating gemeinsam mit dem Songwriter-Team Electric geschrieben hat, junge Wahllondoner aus Schweden.
„Die Idee war, mich im Radio mit einem Song zurückzumelden, der einfach mal komplett anders klingt als alles, was man von mir kennt – mit einem krassen, schnellen, energischen Track, der sich nach dem Hier und Jetzt anfühlt.“
„Der Track hat mir einfach so sehr aus der Seele gesprochen. Jeder weiß, dass ich ein paar recht turbulente Jahre hinter mir habe. Und mal ehrlich: Ich sehe den Song wirklich als eine Ansage, als ein Statement, das mir verdammt noch mal Feuer unter dem Hintern machen soll – Bewegung ist angesagt, raus aus diesem Loch und wieder in Schwung kommen! Wenn man, wie ich, sein Problem selbst kreiert hat, muss man seine Fehler korrigieren, wieder auf die Beine kommen und zusehen, dass man vorwärts kommt – so verstehe ich diesen Song, und davon handelt er.“
Keating ist also, passend zum Albumtitel, wirklich „on fire“, und ähnlich druckvoll-draufgängerisch wirken übrigens auch I’ve Got You, ein satter Popsong, wie vielleicht auch U2 ihn aufnehmen könnten, und Nineteen Again, ein Rocksong zum Mitsingen, den Rick Knowles und Gregg Alexander geschrieben haben (jene Herren also, mit denen Ronan schon die Hitsingles Life Is A Rollercoaster und Lovin’ Each Day geschrieben hat). Hätte Keating nun behauptet, dass der Arbeitstitel dieses Tracks ursprünglich Let’s ’Ave It! lautete, hätte das wohl niemanden wirklich überrascht – denn der jugendliche Vibe und diese absolute Ausgelassenheit schwingen bei jeder einzelnen Note dieses Stücks mit, an dem Electric ebenfalls als Co-Autoren mitgewirkt haben.
„Unbedingt sogar“, lächelt er, „ja, es stimmt, es ist ein schmaler Grat – schließlich will ich damit nicht sagen: ‘Hey, ich bin jung, ich bin frei und Single, lass uns losziehen und uns ein wenig amüsieren...’ Das will ich an keiner Stelle und mit keinem dieser Songs zum Ausdruck bringen. Dann schon eher so à la: ‘Okay, ich bin 35, ich bin also kein kleiner Junge mehr; ich mache das hier jetzt schon seit knapp 20 Jahren, und ich liebe es immer noch wie damals.’ Ich habe großes Glück und weiß, was es bedeutet, dass ich nach wie vor Musik machen kann. Allein deshalb will ich nur das Beste geben und genau das Leben führen, das mir als Ideal vorschwebt. Ich will mich nicht verstecken.“
Aufgenommen hat Ronan Keating sein Fires-Album in London und Dublin, wobei er unter anderem Songschreiber und Produzenten wie Brian Rawlings und dessen Metrophonic Team, Steve Lipson, Mathias Wollo und Paddy Dalton zu sich ins Studio bat. Genau genommen kamen ihm die ersten Ideen für das neue Album schon Ende letzten Jahres, als er sich gerade in Australien aufhielt und dort zum dritten Mal als Jury-Mitglied eine Staffel von The X Factor abdrehte. „Etwas Derartiges hatte ich noch nie zuvor gemacht, und für mich war das eine wirklich tolle Erfahrung: Alles daran war spannend, und besonders die Arbeit mit Mel B. fand ich sehr inspirierend. Ich bin zwar nun schon 20 Jahre im Geschäft, aber erst jetzt fühle ich mich dazu in der Lage, da oben zu sitzen und den Leuten die Wahrheit ins Gesicht zu sagen – früher hätte ich gar nicht das nötige Verständnis gehabt. Heute ist das anders: Ich kann mich hinsetzen und vollkommen überzeugt sagen, ‘Das war gut, aber das war überhaupt nicht überzeugend...’“
All die ganzen Performances und Auftritte detailliert zu betrachten und zu bewerten haben ihn schließlich auch dazu bewegt, die eigenen neuen Songs anders als zuvor in Angriff zu nehmen: „Als Jury-Mitglied bei The X Factor mitzumachen hat schon dazu geführt, dass ich auch meine eigenen Sachen mit viel mehr Distanz betrachten kann; normalerweise hat man diese Distanz ja eher nicht.“
Dass er mit vollkommen neuer Energie bei der Sache war, zeigt sich auch an den Balladen, die auf Fires zu finden sind: Lachend gibt er ganz offen zu, dass er über die Jahre mehr als nur ein paar langsame Stücke aufgenommen hat. Doch wenn dann ein so großartiger Song wie Easy Now My Dear in den Sessions entsteht, bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als die eigene Stimme ganz cool und mit einer Überdosis Soul über die wunderschöne Klaviermelodie zu legen.
„Das war wirklich einer von diesen Momenten: Wir haben den Song bei mir daheim in Dublin im Vorzimmer auf dem Klavier geschrieben, Mathias und Paddy und ich, und ich kann nur sagen: Das ist mal eine echt schlichte, wunderschöne Ballade! Die Welt um einen herum rastet aus und alles wirkt wie ein heilloses Durcheinander, und dann kommt da so ein Song, bei dem man automatisch zur Ruhe kommt...“
„Das ist noch so eine Sache, die mir mit den Jahren zunehmend klarer geworden ist. Früher gab es so unterschiedliche Ängste und recht viel Druck in meinem Leben, Sachen, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen. Und mit diesem Stück richte ich mich also an mich selbst und sage mir, dass ich einfach mal etwas ruhiger und entspannter werden muss.“
Das einfühlsame Love You And Leave You, durchsetzt mit pulsierenden Electro-Sounds und Bläser-Aufnahmen, muss dann wohl als klangliche Kehrseite derselben Medaille gelten: „Oh ja, das ist ein ganz schön wildes, intensives Stück“, so der Kommentar von Keating über den von Cass Lowe geschriebenen Song. „Wenn man sich den Text anhört, fragt man automatisch: ‘Wie bitte, was sagt er da?’ Aber das will ich damit gar nicht zum Ausdruck bringen – man kann das nämlich auch ganz anders auffassen!“
Mit einem Bein im dritten Jahrzehnt seiner Karriere als Pop-Superstar, meldet sich der 35-jährige Ronan Keating diesen Spätsommer also mit einem Donnerschlag zurück – was auch bedeutet, dass er die Arbeit an seinem Golf-Handicap (14) vorerst auf Eis legen muss; auch der Wunsch, endlich wieder an Autorennen teilzunehmen, wird wohl noch ein Weilchen warten müssen. Die Spendenaktionen und die Arbeit für seine Foundation gehen natürlich weiter, schließlich will Keating die Menschen auf das Thema Krebs aufmerksam machen und seine sieben Vorsorge-Trucks auch weiterhin durch Großbritannien und Irland schicken – nur in die Irische See wird er so schnell nicht noch einmal springen, das ist sicher: „56 Meilen waren das!“, ruft er und bezieht sich damit auf das Benefiz-Schwimmen 2011 – „was für eine unfassbar bescheuerte Idee eigentlich!“
Momentan konzentriert er sich also komplett auf den Release von Fires und die große Welttournee, die für 2013 geplant ist – pünktlich zum 20-jährigen Bühnenjubiläum.
„Ich kann es kaum abwarten“, sagt Keating und springt auf aus seinem Stuhl. „Ich will meine Songs auch endlich wieder im Radio hören – sechs Jahre ohne reguläres Soloalbum waren eine ganz schön lange Zeit. Gelegentlich läuft irgendwo mal When You Say Nothing At All oder Tomorrow Never Comes; Life Is A Rollercoaster taucht vielleicht ab und an auf irgendeiner Playlist auf. Aber wirklich neue Songs von mir im Radio zu hören, das gab’s schon viel zu lange nicht mehr.“
„Nun, der Akku ist voll, und ich freue mich riesig, endlich wieder durchzustarten. Ich kann nur sagen, dass wir alles aus uns herausgeholt haben für dieses Album; mehr war wirklich nicht drin. Und ich hoffe natürlich, dass ich auch in den nächsten 30 Jahren weiterhin solche Alben machen kann. Einerseits ist es schon irgendwie frustrierend, dass das alles so lange gedauert hat. Aber ich schätze mal, die letzten Jahre waren einfach so chaotisch, dass es anders auch gar nicht möglich gewesen wäre. Jetzt bin ich auf jeden Fall bereit. Bei diesen Aufnahmen war ich wirklich mit Herz, Geist und Seele bei der Sache.“
Gesprochen wie einer, in dem die Fires tatsächlich flackern und züngeln wie am ersten Tag.

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