Lange habe ich nach diesem Film zunächst unter dem Titel "Das alte Gewehr" vergeblich gesucht. Unter "Abschied in der Nacht" fündig geworden, war großes Kino zu erwarten. Dieser Film war mir in Erinnerung als einer der besten seiner Zeit, sensibel und extrem zugleich. Vor allem der Gegensatz zwischen dem sorgsam behüteten Glück einer kleinen Familie und der erbarmungslosen Brutalität des Krieges machte die unvergessliche Wirkung und Brisanz dieses Streifens bis heute aus. Wie groß war meine Enttäuschung, als ich erwartungsvoll die hier vorliegende verstümmelte Fassung sah: fade, zusammenhanglos und realitätsfremd. Wer maßt sich nur an, ein solches Kunstwerk derart zu schneiden. Nichts, aber auch nichts ist von der ursprünglichen Aussagekraft geblieben. Schade und enttäuschend!