Im italienischen Verona leben Romeo Montaques und Julia Capulets, jeweils als Einzelkinder nicht gerade befreundeter Familien. Auf einem Ball im Hause Capulet begegnet der 17-jährige Romeo der 14-jährigen Tochter des Hauses und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Seine Gefühle werden von Julia gern erwidert. Noch am selben Abend schwören sie sich die ewige Treue. Tagsdrauf lassen sie sich vom Mönch Lorenzo heimlich - denn die fehlende Zustimmung der Eltern ist tragische Gewissheit- trauen. Die Tragödie beginnt. Nach der Hochzeit kommt es zu einem tödlichen Streit zwischen Romeos bestem Freund Mercutio und Julias Cousin Tybalt. Tybalt tötet Mercutio, woraufhin Romeo in blinder Wut Tybalt erschlägt. In der Folge verbannt der Prinz von Verona Romeo. Julia, die in wenigen Tagen einen ihr unsympathischen Grafen heiraten sollte, kann und will ohne Romeo nicht leben. Also schmiedet sie einen tödlichen Plan.
Die Liebenden von Verona ziehen im Banne der ewigen Liebe den Freitod vor und düpieren damit elterliche wie gesellschaftliche Moral wie deren selbstauferlegten Zwänge.
Erst der Tod mainfestiert die ewige Liebe, zwingt gleichsam Gesellschaft und Elternhaus zur Umkehr. Im gemeinsamen Leid entsteht Friede, wie nur im gemeinsamen Tod die Liebe alles überdauert.
Shakespeare hat mit diesem Werk eine wahre Wunderleistung vollbracht, die nun schon über 400 Jahre viele Schreiber in einen Bann zieht und zu dieser Geschichte angelehnte eigenen Inspirationen verhilft. Auch der Musik diente Shakespeare mit dieser Liebestragödie, da sie doch bestens nachempfunden werden kann und ihrer Klarheit nicht zu überbieten ist; die reine, echte Liebe.
Shakespeare spricht in seinen Sonetten oft von "eternal lines", die ihn und sein Leben überdauern. Romeo und Julia ist ein Stück dieser Kategorie.