Ich habe mich in dieser Gartensaison fröhlich ans Werk gemacht und diese Kokos-Quelltabletten mit dem zugehörigen Fensterbrett-Gewächshaus und vielen verschiedenen Gemüse-Samen in Betrieb genommen. Um schon im Februar anzüchten zu können, habe ich zur Verdopplung der Lichtausbeute einen Spiegel hinter das Gewächshaus gestellt.
Doch nun zu den Tabletten: Sie sind absolut nährstofffrei, was am Anfang zur Anregung der Wurzelbildung der Sämlinge durchaus gewollt ist. Nur - entsprechend meiner bitteren Erfahrung verkümmern die Pflanzen nach den ersten Keimblättern, wenn sie keine Nährstoffe erhalten. Das bedeutet, obwohl eigentlich noch genug Platz für Pflanze und Wurzelballen wäre, muss sehr schnell umgetopft werden, die Kokostablette muss in Humus gesetzt werden, damit die Pflanzen weiter wachsen können.
Dies ist nun wieder sehr abhängig von der Samengröße. Bei großen Samen (Gurken, Fenchel) ist es kein Problem, da hat das Pflänzchen genug Nährstoffe aus seinem Samen und man setzt es intuitiv zur richtigen Zeit in einen größeren Topf. Bei mittelgroßen Samen (Tomaten, Broccoli, Paprika) sind mir schon ein paar eingegangen, die größeren hatte ich rechtzeitig umgesetzt, bei den kleineren habe ich auf die ersten richtigen Blätter gewartet, leider sind diese Pflanzen vorher gelb geworden und abgestorben.
Bei wirklich kleinen Samen (Sellerie) hat man keine Chance: nach zwei Wochen bewunderte ich die ersten winzigen Keimlinge, leider wuchsen sie nicht weiter und nach zwei weiteren Wochen waren diese wieder tot. Ich bezweifle, dass man eine Chance hat, selbst wenn man die Tablette sofort in Humus setzt. Vermutlich muss man hier düngen, sobald die Keimblätter da sind.
Fazit: Durch diese Tabletten habe ich etwas über die frühe Jugend von Gemüsepflanzen gelernt, und ich werde bei weiteren Anzuchten mit kleinen Papiertöpfen arbeiten, die je nach Samengröße mit einer unterschiedlich starken Schicht Anzuchterde direkt auf Kompost vorbereiten werde. Die übrigen Kokostabletten werde ich zerbröseln und der Anzuchterde untermischen.