Bester europäischer Genrefilm der letzten zehn Jahre. Atemloses 145 Minuten-Epos über 3 Jung-Gangster aus den Vorstädten Roms, "Libanese", "Freddo" und "Dandi", die ab Ende der 60er mit gnadenlosen Methoden und unter Mithilfe der sizilianischen Mafia kurzfristig zu Unterwelt-Königen der Tiberstadt aufsteigen. Ihr tiefer Fall- verkettet mit den politischen Attentaten jener Zeit, Aldo Moro, Bologna usw.- ist noch packender als ihr blitzartiger Karrierestart. Herrliche Leidenschaften, großartige Drehbuch-Ideen en gros. Michele Placido als Regisseur in bisheriger Bestform und seine grandiosen Schauspieler, allen voran Kim Rossi Stuart und die unglaubliche Jasmine Trinca haben dem Gangster-Giallo ein Denkmal geschaffen. Einen Meilenstein, der die Originale der ganz großen italienischen Kinozeit nochmal mit der Wirklichkeit ihrer eigenen Ära abgleicht. Placido hat sich in eine Art Zeitschleife begeben und hat mit geballter Faust die mythische Quersumme unter jene Genreknaller gezogen, die von Leone über Aldo Lado, Fulci, di Leo, Sollima bis Damiani einstmals das Maß aller aberwitzigen Dinge waren. Es lebe der Schmutz, das Blut und der Liebeshunger des alten Europa.