Viele Schreibratgeber bleiben zu allgemein und theoretisch. Hier dagegen findet man endlich anhand von Texten aus der Praxis ganz konkret, wie sich die Anwendung erzählerischer Mittel als Handwerkszeug auf Texte und Passagen auswirkt.
Dabei werden oft dieselben Textbeispiele variiert, sodass der Unterschied vorher - nachher augenfällig wird. Das ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen spannend.
Verschiedene erzählerische Techniken werden in dem Buch nacheinander strukturiert vorgeführt. So beginnt es mit Recherche, darauf folgt der Textaufbau. Schließlich kommt man über die bewusste Gestaltung von Erzählperspektive und Figuren über die Suche nach dem eigenen Stil zum Einsatz von Innen-und Außenräumen als technische Hilfsmittel des Erzählens.
Schreiben will gelernt sein! Man nimmt ja auch nicht den Tennisschläger einfach so zur Hand und hofft ernsthaft darauf, im nächsten Jahr im Wimbledon-Finale zu stehen.
Dieses Buch ist eine Art Handlungsanleitung zum Training. Dabei bleibt es kurzweilig und zuweilen amüsant.
Ich empfehle dieses Buch ausdrücklich auch den Lektoren insbesondere deutschsprachiger Verlage. Hier können einige von ihnen sicher noch lernen, was sie an einem Text gut finden und warum. Und wenn diese Erkenntnis bei den Nachwuchsautoren ankommt, haben wir Leser auch etwas davon: bessere Bücher.