Gerhard Schulz' Buch über die Romantik gibt einen knappen, aber recht präzisen und sorgfältig recherchierten Überblick über Begriffsbildung und Geschichte und Ausdrucksformen der Romantik. Schulz berücksichtigt dabei sowohl die Auseinandersetzung der Romantik mit der Antike und der Aufklärung, die Versuche der Romantik, neue Mythologien zu bilden als auch wichtige Themen der Romantik wie Religion, Natur, Geschichte, romantische Liebe und das Interesse an der Nachtseite des Lebens. In seinen Ausführungen gibt Schulz nicht nur wichtige Hinweise auf Literaturgeschichte, sondern bezieht andere Künste mit in seine Darstellung ein, insbesondere die Musik und die Malerei, die wie in kaum einer anderen Epoche in Wechselwirkung mit der Literatur standen. Gut gelungen ist auch der Ausblick auf das Fortwirken der Romantik, das bis ins 20. Jahrhundert hineinreicht.