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Roman eines Schicksallosen [Gebundene Ausgabe]

Imre Kertesz , Christina Viragh
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Oktober 2002
«Ein literarisches Meisterwerk.» (Der Spiegel) Imre Kértesz ist etwas Skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz. Es gibt kein literarisches Werk, das in dieser Konsequenz, ohne zu deuten, ohne zu werten, der Perspektive eines staunenden Kindes treu geblieben ist. Wohl nie zuvor hat ein Autor seine Figur Schritt für Schritt bis an jene Grenze hinab begleitet, wo das nackte Leben zur hemmungslosen, glücksüchtigen, obszönen Angelegenheit wird.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 9. (Oktober 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871342297
  • ISBN-13: 978-3871342295
  • Größe und/oder Gewicht: 19,7 x 12,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 513.603 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

«Ein literarisches Meisterwerk.» (Der Spiegel) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Imre Kertész, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und 1945 in Buchenwald befreit. Nach Kriegsende arbeitete er zunächst als Journalist, ab 1953 dann als freier Schriftsteller und Übersetzer in Budapest. Mit seinem Roman eines Schicksallosen, 1975 in Ungarn veröffentlicht, gelangte er nach der europäischen Wende zu weltweitem Ruhm. 2002 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Imre Kertész lebt in Budapest und Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
58 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erdrückend unpathetisch 8. Mai 2003
Von R.S.
Format:Taschenbuch
Imre Kertesz stellt in diesem Buch sein Schicksal dar. Als vierzehnjähriger in ein Nazi-Konzentrationslager verschleppt, wird er beinahe ein weiteres Todesopfer dieses unbarmherzigen Regimes. Er beschreibt alles in der Ichform, mit den Augen eines gerade pubertierenden Kindes. Stilistisch ist natürlich an diesem großartigen Literaten nichts auszusetzen, Kertesz schreibt in langen Sätzen und Absätzen - dennoch gut lesbar.
Das herausragende und ganz besondere an diesem Buch ist jedoch das Fehlen jedes Pathos. Wäre es nicht ein Thema bei dem uns jegliches Lachen gefrieren muss, so wären einige Szenen dazu geeignet, zumindest kurz aufzulachen. Die kindliche Naivität mit der er die ganze Szenerie schildert, ist teilweise brutaler als jede pathetische Darstellung dieser Zeit. Niemals in dem ganzen Werk gibt es auch nur einen Funken Selbstmitleid oder Schuldzuweisungen. Gerade diese Darstellung jedoch läßt uns alles intensiver erleben, an die bitteren Schilderungen haben wir uns, so brutal das Klingen mag, vielleicht schon etwas gewöhnt. Dieses Werk rüttelt nochmals auf. Es fordert zu einer ganz neuen Auseinandersetzung mit der Thematik.
Wie stellt man sich nun eine unpathetische Darstellung vor, nun: Selbst der Blick auf die Duschköpfe die wahrscheinlich Gas ausströmen werden, schildert er vollkommen teilnahmslos - als ob er es nicht selbst wäre der betroffen sein wird. Als es dann eine echte Dusche mit warmen Wasser ist, ist er überrascht, aber nicht mehr. Das Unpathetische an dem Werk jagt dem Leser kalte Schauer über den Rücken - denn dadurch wird die Wirklichkeit noch intensiver erfahrbar.
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unter die Haut 28. Februar 2004
Von GHFecht
Format:Taschenbuch
Der "Roman eines Schicksallosen" des Nobelpreisträgers Imre Kertész gehört zu den wichtigsten Romanen des 20. Jahrhunderts. Er beschreibt in autobiografischen Zügen den Gang eines jungen Mannes ins Konzentrationslager. Im Gegensatz zu den bisher bekannten und zweifellos wichtigen Werken über die Nazi-Zeit, die allesamt versuchen, das schreckliche Geschehen authentisch abzubilden, schildert Kertész auf manchmal naive, manchmal scheinbar gelassene Art und Weise, wie ein junger Mann aus seiner Stadt in den Lageralltag überführt wird. Die Schrecken der Lagerzeit werden beinahe wie eine nebensächliche Handlung in den Lebensweg des jungen Mannes eingeflochten. Kritiker werfen ihm deshalb eine Verharmlosung des Nationalsozialistischen Terrors vor. Aber gerade die Beschreibung teilweise unbedeutend anmutender Details, gekoppelt mit den Träumen, Wünschen und zutiefst persönlichen Gedanken des Protagonisten, die nicht nur um das Lagerleben und das nackte Überleben kreisen, gelingt es Imre Kertész, dem heutigen Leser Einsichten zu vermitteln, die atemberaubend sind und den zeitlich Entrückten den Schrecken dieser Zeit des Terrors eindringlich nachempfinden zu lassen, "ohne mit der Nase direkt draufgedrückt" zu werden. Das Miterleben und Mitdenken geht wirklich unter die Haut. Dieses Buch gehört in jeden Bücherkanon und sollte besonders an Schulen gelesen werden, denn Schüler sind aufgrund der Darstellung von Gewalt und Terror in den Medien gegen schockierende Ereignisse bekannterweise abgestumpft. Hier wäre dieses Buch eine mehr als sinnvolle Ergänzung zur Bearbeitung und zum Verständnis des Nazismus.
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61 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Als 15jähriger Junge wurde der Ungar Imre Kertesz nach Auschwitz deportiert, dann weiter nach Buchenwald, dann nach Zeitz. In seinem "Roman eines Schicksallosen" beschreibt er diese Zeit aus der Perspektive des naiv-unschuldigen Jungen, der er war - und bereitet dem Leser damit manche Überraschung. Sein Romanheld Köves Györgi, ein Budapester Schüler, hat 1944 noch nichts von den Konzentrationslagern gehört. Als er eines Tages aus dem Autobus geholt und nach Auschwitz verschleppt wird, weiß er nicht, was ihn dort erwartet. Deshalb kann er das Geschehen völlig wertfrei beschreiben. In gefälligem Plauderton schildert der arglose Protagonist, was er sieht und erlebt. Nach quälend langer Fahrt in einem fensterlosen Güterwaggon, während derer einige andere verdursten, empfindet Györgi den Bahnhof von Auschwitz und die deutschen Soldaten nicht als unangenehm: "Doch ich bemerkte, daß hier draußen jetzt schon deutsche Soldaten (...) auf alles ein Auge hatten: ich war durch ihren Anblick sogar ein bißchen erleichtert, denn sie wirkten schmuck, gepflegt und als einzige in diesem Durcheinander ruhig und fest." Die kahlköpfigen Häftlinge in gestreiften Anzügen hingegen hält er für Straftäter und nimmt innerlich Distanz zu ihnen - nicht ahnend, daß er nur kurze Zeit später selbst so aussehen wird. Als er am gelben Dreieck bemerkt, daß es Juden sind, denkt er: "Tatsächlich, sie sahen aus wie Juden, in jeder Hinsicht. Ich fand sie verdächtig und insgesamt fremdartig." Der Arbeit des Arztes bei der Selektion an der Rampe von Auschwitz kann er bald folgen: "Kam ein alter Mann - ganz klar, auf die andere Seite. Lesen Sie weiter... ›
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5.0 von 5 Sternen Schicksalslos
...nicht mehr Erfahrungen als im Teil des Verkäufer-Feedbacks angekreuzt; was verlangte Rezensionen zum erworbenen Artikel angeht, so kann und will ich keine abgeben: das... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Dr. Dieter Redlich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wahrhaftig!
Der 15-jährige György wird in Budapest auf dem Weg zur seiner Arbeitsstelle festgesetzt und als Jude nach Deutschland in ein Konzentrationslager verschleppt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Swen Piper veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen über alle Maßen schrecklich und beeindruckend geschrieben
Große Literatur zum Thema KZ. Kertesz nimmt den Leser mit in die unbegreifliche Widerlichkeit menschlichen Verhaltens und bleibt dabei differenziert und nüchtern. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Malintzin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich bin sehr zufrieden!!!
Sehr gutes Produkt , zu empfehlen !Wir Bestellen schon nicht ersten mal und sehr schönes Buch!Danke!!!!Sehr gutes Produkt , zu empfehlen ! Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Alex veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares, bewegendes Buch!
Imre Kertész gelingt es mit diesem (autobiographischen?) Roman, das Unbeschreibliche mit Worten zu fassen. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von lisa3101 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Imre Kertész, Roman eines Schicksallosen
Imre Kertész hat das Experiment gewagt, mit grosser Leichtigkeit über seine Lagertraumata zu schreiben. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Franziska Greising veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen literarisch misslungene Botschaft, welche Botschaft?
Wenn man Kertesz und die Biographie von Kertesz nicht kannte, müsste man schlicht und einfach sagen, es handelt sich hierbei um ein gründlich misslungenes Erstlingswerk. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Dr. Rudolf Pichler veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Einzigartige Sichtweise auf den Holocaust im Stil eines Abenteurromans
Der Literaturnobelpreisträger Kertész beschreibt den Holocaust aus Sicht eines 15-jährigen, jüdischen Jungen György Köves. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von schmechi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Buch war in einer sehr guter Zustand. Der Roman wird mich durch...
Der Roman wird mich durch seine unglaubliche Eindrücke noch lange beschäftigen.
Mann weiß schon alles und doch nichts.

Der Wiederstand lohnt sich!
Vor 11 Monaten von D. Allouis veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine Einsicht in das Geschehene der damaligen Zeit ganz anderer Art:
Mir gefiel an dem Buch, dass der Autor die Erlebnisse der Verhaftung und der Zeit in den Lagern aus der Sicht seines Kindseins nachvollzog, somit also auch eine andere... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Christiane veröffentlicht
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