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Roman eines Schicksallosen. 3 Cassetten
 
 

Roman eines Schicksallosen. 3 Cassetten (Hörkassette)

von Imre Kertesz (Autor), Ulrich Matthes (Autor)
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Produktinformation

  • Hörkassette
  • Verlag: Dhv der Hörverlag (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389584814X
  • ISBN-13: 978-3895848148
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 10,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 440.497 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 13 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Internationale Autoren > Kertesz, Imre

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.07.2000
Weil die Hörbuch-Jury des Hessischen Rundfunks und des Börsenvereins dies zum "Hörbuch des Monats" (Juli 2000) gewählt hat, hat sich Jochen Hieber mit ihm und der Entscheidung befasst. Zunächst geht er ein auf das Schicksal des Autors und seines Buches, das in Ungarn lange nicht erscheinen konnte und in Deutschland erst in der zweiten Übersetzung erfolgreich war. Hieber bestätigt einmal mehr die Großartigkeit des Romans, die durch einen "Kunstgriff" – den jungen Protagonisten zu zeichnen als einen, der mit "der Welt einverstanden" ist, obgleich sie für ihn das Konzentrationslager bedeutet – das Undarstellbare des Holocaust darstellbar macht. Um so mehr kritisiert der Rezensent die "autorisierte Lesefassung", in der das Hörbuch des Romans daherkommt. Eine "schwere Sünde" nennt er, dass das erste Kapitel, das die "noch heile Welt der Budapester Juden" zeigt, weggelassen ist. Ebenso kritisiert er andere Streichungen, wie die im sechsten und siebten Kapitel und des gesamten achten Kapitels, durch die "beobachtungsgeniale Schilderungen des Lageralltags" fehlen und der Übergang zum neunten und letzten Kapitel nicht mehr nachvollziehbar werde. Selbst wenn der Autor, der hier gemeinsam mit dem "etwas zu jugendbewegt" vortragenden Ulrich Matthes den Text liest, diese Hörfassung abgesegnet hat: Jochen Hieber findet, dass eine ungekürzte Fassung "eine literarische Notwendigkeit und eine moralische obendrein" gewesen wäre.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Der ungarische Schriftsteller Imre Kertesz unternahm mit diesem Buch den Versuch der "Entmystifizierung von Auschwitz". Zunächst hatte er es schwer, einen Verleger zu finden. Der Roman verhöhne die Opfer des Holocaust, hieß es. Vielleicht erregte der unschuldige und optimistische Ton Anstoß, in dem ein jüdischer Junge seine Deportation ins Vernichtungslager schildert - fast als ein groteskes Spektakel. Befremdend auch vielleicht seine Bereitwilligkeit, sich anzupassen, oder, nach der Rückkehr aus dem KZ, die Art, Journalistenfragen zu beantworten.Imre Kertesz, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und 1945 in Buchenwald befreit. Er gilt seit dem späten Erfolg seines "Roman eines Schicksallosen" als einer der großen europäischen Schriftsteller. Die jahrelange Arbeit an diesem großen Roman, der 1975 in Ungarn erschien, finanzierte er durch Musicals und Unterhaltungsstücke. Er betätigte sich als Übersetzer von Freud, Nietzsche, Hofmannsthal, Canetti, Wittgenstein u.a.
Nach "Roman eines Schicksallosen" und "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind" liegt mit "Fiasko", dem Mittel- und Herzstück, die "Trilogie der Schicksallosigkeit" vollständig vor.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erdrückend unpathetisch, 8. Mai 2003
Von Reinhold Stansich "reini68.blogspot.com" (Kottingbrunn, Austria, Central Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension übernommen von: Roman eines Schicksallosen (Taschenbuch)
Imre Kertesz stellt in diesem Buch sein Schicksal dar. Als vierzehnjähriger in ein Nazi-Konzentrationslager verschleppt, wird er beinahe ein weiteres Todesopfer dieses unbarmherzigen Regimes. Er beschreibt alles in der Ichform, mit den Augen eines gerade pubertierenden Kindes. Stilistisch ist natürlich an diesem großartigen Literaten nichts auszusetzen, Kertesz schreibt in langen Sätzen und Absätzen - dennoch gut lesbar.

Das herausragende und ganz besondere an diesem Buch ist jedoch das Fehlen jedes Pathos. Wäre es nicht ein Thema bei dem uns jegliches Lachen gefrieren muss, so wären einige Szenen dazu geeignet, zumindest kurz aufzulachen. Die kindliche Naivität mit der er die ganze Szenerie schildert, ist teilweise brutaler als jede pathetische Darstellung dieser Zeit. Niemals in dem ganzen Werk gibt es auch nur einen Funken Selbstmitleid oder Schuldzuweisungen. Gerade diese Darstellung jedoch läßt uns alles intensiver erleben, an die bitteren Schilderungen haben wir uns, so brutal das Klingen mag, vielleicht schon etwas gewöhnt. Dieses Werk rüttelt nochmals auf. Es fordert zu einer ganz neuen Auseinandersetzung mit der Thematik.

Wie stellt man sich nun eine unpathetische Darstellung vor, nun: Selbst der Blick auf die Duschköpfe die wahrscheinlich Gas ausströmen werden, schildert er vollkommen teilnahmslos - als ob er es nicht selbst wäre der betroffen sein wird. Als es dann eine echte Dusche mit warmen Wasser ist, ist er überrascht, aber nicht mehr. Das Unpathetische an dem Werk jagt dem Leser kalte Schauer über den Rücken - denn dadurch wird die Wirklichkeit noch intensiver erfahrbar.

Wenn man dieses Buch gelesen hat, wird es eigentlich absolut unbegreiflich, dass jemand dieses Schicksal erleiden musste und dennoch solch ein Werk produzieren kann. Das Fehlen von Selbstmitleid, Anklagen und Verurteilungen ist eine enorme Leistung, die uns eines der erschreckendsten literarischen Werke der Geschichte bescherte. Für dieses Werk wurde Kertesz völlig zu Recht der Literaturnobelpreis 2002 verliehen.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Roman eines Schicksallosen, 28. November 2002
Rezension übernommen von: Roman eines Schicksallosen (Taschenbuch)
Ein Meisterwerk, das einen unendlich traurig macht!
Der fünfzehnjährige Protagonist- er ist Häftling in Buchenwald-
begreift die Ereignisse in den Konzentrationslagern des Nazi-Regimes als kausal bedingt und insofern als " natürlich".
Dies ist wohl auch der Grund, weshalb er sich in die Situation
einpasst und die fürchterlichen Peinigungen, die ihm und den anderen Häftlingen widerfahren, moralisch nicht bewertet oder sich gar dagegen auflehnt, sondern vielmehr die Barbarei apathisch hinnimmt. Kaum in einem anderen Roman über den Holocaust wird die Ohnmacht der Opfer so deutlich und der menschenverachtende Zynismus der Täter so klar gespiegelt. Alles hat seine Zeit, somit auch das Böse! Für einen humanistisch ausgerichteten Menschen ist diese Vorstellung schwer zu akzeptieren.
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48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Vom "Glück" im KZ: Imre Kertesz erzählt seine Geschichte, 10. November 1998
Von Ein Kunde
Als 15jähriger Junge wurde der Ungar Imre Kertesz nach Auschwitz deportiert, dann weiter nach Buchenwald, dann nach Zeitz. In seinem "Roman eines Schicksallosen" beschreibt er diese Zeit aus der Perspektive des naiv-unschuldigen Jungen, der er war - und bereitet dem Leser damit manche Überraschung. Sein Romanheld Köves Györgi, ein Budapester Schüler, hat 1944 noch nichts von den Konzentrationslagern gehört. Als er eines Tages aus dem Autobus geholt und nach Auschwitz verschleppt wird, weiß er nicht, was ihn dort erwartet. Deshalb kann er das Geschehen völlig wertfrei beschreiben. In gefälligem Plauderton schildert der arglose Protagonist, was er sieht und erlebt. Nach quälend langer Fahrt in einem fensterlosen Güterwaggon, während derer einige andere verdursten, empfindet Györgi den Bahnhof von Auschwitz und die deutschen Soldaten nicht als unangenehm: "Doch ich bemerkte, daß hier draußen jetzt schon deutsche Soldaten (...) auf alles ein Auge hatten: ich war durch ihren Anblick sogar ein bißchen erleichtert, denn sie wirkten schmuck, gepflegt und als einzige in diesem Durcheinander ruhig und fest." Die kahlköpfigen Häftlinge in gestreiften Anzügen hingegen hält er für Straftäter und nimmt innerlich Distanz zu ihnen - nicht ahnend, daß er nur kurze Zeit später selbst so aussehen wird. Als er am gelben Dreieck bemerkt, daß es Juden sind, denkt er: "Tatsächlich, sie sahen aus wie Juden, in jeder Hinsicht. Ich fand sie verdächtig und insgesamt fremdartig." Der Arbeit des Arztes bei der Selektion an der Rampe von Auschwitz kann er bald folgen: "Kam ein alter Mann - ganz klar, auf die andere Seite. Ein jüngerer - hier herüber, zu uns. (...) Und so, mit den Augen des Arztes, konnte ich nicht umhin festzustellen, wie viele von ihnen alt oder sonstwie unbrauchbar waren."

Dieses "Verständnis" für die Täter zieht sich durch den ganzen Roman. Die Grausamkeiten, die der Ich-Erzähler schildert, erscheinen ihm nur folgerichtig, wenn er sich in die Lage der Peiniger versetzt. Der "Roman eines Schicksallosen" erschien in Ungarn bereits 1975, nachdem Kertesz 13 Jahre daran geschrieben hatte. Das Buch wurde jedoch totgeschwiegen. Eine deutsche Fassung erschien 1990, fand aber ebenfalls kaum Beachtung. Erst die neue Übertragung von Christina Viragh brachte den Durchbruch. In der Tat haben Leser schwer zu schlucken an diesem Buch. Der Roman endet mit den Sätzen: "Ja, davon, vom Glück der Konzentrationslager, müßte ich ihnen erzählen, das nächste Mal, wenn sie mich fragen. Wenn sie überhaupt fragen. Und wenn ich es nicht selbst vergesse." Dieser Schluß wurde in der Presse viel zitiert, und der Autor auf seiner Lesereise stets gefragt, wie er so etwas schreiben könne. Seine Antwort: "Momente des Glücks, das ist die Wahrheit. Glück kann grausam sein."

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5.0 von 5 Sternen Schwere Kost
Die Qualität des Romans haben verschiedene Leute vor mir beurteilt. Was ich hinzufügen möchte: es ist über lange Strecken ein bedrückendes, intensives Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Enash veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Lesenswert
Imre Kertész ist es gelungen seine Holocaust Erlebnisse in verblüffender Art, aus einer infantilen Sicht darzustellen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von H. Kurt veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Lesenswert
Die naive Sicht eines jüdischen Teenagers gepaart mit dem fatalistischem Humor eines Erwachsenen, heben dieses Buch über den Durchschnitt. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Frank Bittermann veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen kz mal aus einer anderen sicht
in diesem buch wird das leben in einem kz aus der sicht eines jüdischen jungen aus ungarn betrachtet. es ist interessant, wie dieses leben auf den jungen gewirkt hat.
Vor 5 Monaten von J. Wamhoff veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Phantastisch!
Ein phantastischer Roman, eines der besten Buecher das ich je gelesen habe. Und ich empfehle es jedem, auch wenn das Thema Holocaust sich gerne den Sinnen entzieht.
Vor 7 Monaten von ruth sonnen schein veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Nicht ganz überzeugt
Ich verstehe und finde den Grundgedanken des Autors gut:
das Verständnis für die Täter, das der Protagonist aufbringt. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Rennmaus Liebhaber veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Literarisches Hochplateau
Ein absolutes Meisterwerk!
Zum Autor und Inhalt ist bereits ausreichend geschrieben worden.
Eine Idee noch: Man sollte es zur Pflichtlektüre in unseren Schulen machen... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von T. Gruppe veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Hoch literarischer KZ-Bericht ohne Pathos
Nach der Lektüre dieses Buches war ich zutiefst betroffen, obschon im Buch die Nazi-Greuel nicht direkt geschildert, sondern nur angedeutet werden. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Vladislav Jaros veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Die metaphysische Würde des Menschen
Selbst unter extremsten Bedingungen kann der Mensch nicht seine metaphysiche Würde verlieren, das gilt sowohl für die Opfer als auch für die Täter. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Tom veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Mir fehlt trotzdem etwas!
Die Geschichte eines (etwas naiven) Fünfzehnjährigen, der nach Auschwitz deportiert wird. Lebendig erzählt, flüssig zu lesen: Der Buchrücken sagt: "Imre Kertész ist etwas... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2008 von Kritischer Leser

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