Kurzbeschreibung
«In der Kindheit ist der ganze Lebensplan vorhanden», schrieb Pierre Loti. Diesem inneren, geahnten Plan möchte er Konturen geben: Alain-Fournier und Proust vorwegnehmend, verknüpft er Vergangenes und Gegenwärtiges, um die innere Wirklichkeit und das Zeitlose zu finden. Primär ist der Roman jedoch die Schilderung einer in glücklicher Versponnenheit verlebten Jugend, der Loti mit seinem tiefen Bewusstsein um das Vergängliche über die Dauer des eigenen Lebens hinaus Bestand verleihen wollte.
In seinem autobiographischen Roman erlebt Loti seine Jugend in frischer Farbigkeit nach. Erinnerungen an die Freuden und ersten schmerzlichen Erfahrungen des wohlbehüteten Knaben, der in der Provinzhauptstadt Rochefort-sur-Mer aufwächst, steigen empor. Episoden aus dem Alltag des heranwachsenden Träumers werden aneinandergereiht, in dessen Wesen sich Realitätssinn und Phantasie eng verbinden.
Über den Autor
Pierre Loti (1850-1923) wurde als Julien Viaud in Rochefort-sur-Mer geboren. Im Alter von siebzehn Jahren trat er in die Pariser Seefahrtsschule ein. Als Offizier der französischen Marine befuhr er die Weltmeere, reiste nach Nord- und Südamerika, Tahiti, Tongking (wo er am Boxerkrieg teilnahm), Indien und Japan. Ab 1879 veröffentlichte er Romane, Erzählungen, einige Dramen und Reiseberichte; 1891 wurde er in die Académie Française aufgenommen.