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5.0 von 5 Sternen
Informativ, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Roman Polanski (Taschenbuch)
Sehr informatives und gut bebildertes Buch über Roman Polanski. Der Autor geht intensiv auf Polanskis Arbeit ein, bezüglich Skandalgeschichten hält er sich angenehm zurück. Sehr empfehlenswert.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Sünder und ein Genie ..., 17. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Roman Polanski (Taschenbuch)
Roman Polanski, geboren am 18. August 1933, - er ist ein Sünder und gleichzeitig unbestreitbar ein Genie. Er ist erschreckend chaotisch und leidenschaftlich, er gebärdet sich als Macho und ist gleichzeitig so extrem und tief verwundet, dass in seinen Filmen oft nur eine auswegslose Atmosphäre von Bedrohlichkeit herrscht. Er überlebte im zweiten Weltkrieg wie durch ein Wunder das von den Nazis besetzte Polen: Während sowohl seine Mutter als auch sein Vater in KZs abtransportiert wurden, schaffte er sich immer wieder zu verstecken, irgendwo unauffindbar unterzukriechen. Resilienz nennen Psychologen diese Widerstandskraft, die bestimmten Menschen immer wieder ermöglicht, sich aus der Asche zu erheben und den Staub von den Kleidern zu schlagen. Polanski verlor seine Frau Sharon Tate (und ein ungeborenes Baby) beim Helter-Skelter-Massaker der Manson Kommune. Aus der Bahn geworfen geriet er ins Netz einer 13-jährigen, die ihm anschließend geldgierig einen Prozess wegen Verführung Minderjähriger um den Hals hing. Die Behandlung durch die amerikanische Justiz veranlasste Polanski dazu, die USA zu verlassen und in Paris heimisch zu werden. Dort lebt er (70 jährig) nun mit seiner erheblich jüngeren Frau Emmanuelle Seigner (Hauptrolle in seinem Film "Bitter Moon"). Polanski war optimistisch und ängstlich, arrogant und leichtsinnig, ironisch und traumatisiert. Die Erfahrungen seiner frühen Jugend halfen ihm bei seinem neuesten Kinowerk, jenem über die traurige Kindheitssituation im England des Charles Dickens. Einmal bemerkte Polanski: "Die Linie zwischen Phantasie und Realität ist hoffnungslos verwischt..." - in der Tat, Polanski beschreibt sich indirekt durch die Film-Themen, die er wählt: Somit haben wir vor uns eine hybride Charakter-Mischung aus einem Robin Hood gemixt mit einem Mac Beth, einem unverschämten Idi Amin gemixt mit einer an Opfern reichen Mutter Theresa. Das Buch von F. X. Feeney über Polanski zeigt uns eine Welt hinter den Vorhängen der zu kurz geratenen keep-smiling-Interviews, es enthüllt etwas von den Tricks, die einem dabei helfen mögen, Niederlagen und Tragödien zu überstehen, Einkesselungen durch Befreiungsschläge zu entmachten, Abstürze durch Kletterkunststücke wieder aufzuheben. Dieses Buch ist fast interessanter als die von Polanski zur Verfügung stehenden Filme ...
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