Gisbert Haefs ist bislang bekannt für seine hervorragenden geschriebenen und recherchierten historischen Romane wie „Troja", „Hannibal", „Alexander" und „Alexander in Asien". Sein neuester Roman führt ins Rom zur Zeit Marc Aurels. Der Geheimdienstoffizier Pacuvius und Korinna, eine junge Schauspielerin, kommen einem Mordkomplott gegen den römischen Kaiser auf die Spur. Da viele Verdächtige und potentielle Informanten getötet werden, bevor sie einer Befragung unterzogen werden können, wird vor allem Pacuvius den Verdacht nicht los, dass auch Vorgesetzte von ihm in diesen Komplott verstrickt sind.
Wie auch in seinen vorherigen Romanen merkt man recht schnell, dass der Autor das Leben im Rom in der Mitte des zweiten Jahrhunderts nach Christi Geburt sorgfältig recherchiert hat. Im Gegensatz zu den anderen Romanen wirkt die Beschreibung der Handlung in „Roma" allerdings distanziert. Den Funken der Faszination, in diese vergangene Welt einzutauchen, kann Haefs in diesem Werk nicht entfachen. Zwar ist das Buch recht gut geschrieben und es läßt sich bis auf einige Längen recht gut lesen, aber letztendlich ist die Handlung zu gewöhnlich, als das große Lesefreude aufkommen könnte. Insgesamt kommt dieses Buch nicht über den Durchschnitt historischer Romane hinaus, ein für Haefs in meinen Augen enttäuschendes Ergebnis.