Aus der Amazon.de-Redaktion
Piet Hieronymus, Sonderermittler der Groninger Polizei und exzentrischer Einzelgänger, ist verliebt. Und zwar in seine schottische Kollegin Dale Mackay. Doch die verschwindet plötzlich. Hieronymus reist ihr nach: erst nach Bern, dann nach Rom. Dort verliert sich ihre Spur endgültig -- und der Fall Mackay wird lebensgefährlich für Piet Hieronymus.
Zuerst lähmt das brütend heiße Rom den holländischen Ermittler. Er mietet sich eine Wohnung, beginnt eine Liaison mit einer jungen Italienerin und streunt durch die Straßen. Doch das scheinbare Resignieren ist Strategie bei Piet Hieronymus: Schließlich ist die "hartnäckige, gezielte Passivität" seine bevorzugte Ermittlungsmethode. Und tatsächlich gerät er zufällig an Leute, die sich außergewöhnlich stark für das umstrittene Klonen von Menschen interessieren -- ein Thema, das auch Dale vor ihrem Verschwinden beschäftigte. Ist es nur theoretisches Interesse, das diese Leute verbindet oder sind sie bereits einen Schritt weiter gegangen? Wer ist noch Freund, wer Feind? Ehe sich Hieronymus versieht, hat er sich rettungslos in die Machenschaften skrupelloser Wissenschaftler verstrickt.
Wer zu einem Piet-Hieronymus-Roman von Henning Boëtius greift, bekommt keinen 08/15-Krimi geliefert. Gerade in Rom kann sehr heiß sein scheint es, als seien dem Berliner Autoren Handlungsstrang und Spannungsbogen egal. Immer wieder schickt er seinen Leser auf Bildungsreise, gleitet in ethische Grundsatzdiskussionen, psychoanalytische Exkursionen oder das Genre "Reiseführer" ab. Und gerade dafür liebt ihn seine treue Fangemeinde: Kaum einer kann Wissen so perfekt verpacken wie Boëtius. Geschliffene Sprache, sorgfältige Recherche und ungewöhnliche Gedankengänge heben seine Romane aus der Masse heraus. Wer kriminalistische Hausmannskost bevorzugt, wird mit Boëtius nicht glücklich. Dieser Autor ist etwas für Gourmets. --Beate Strobel
Pressestimmen
"Ein spannender, mit gescheiten philosophischen Randbemerkungen gespickter Krimi, in den Boëtius auch anregende Reisenotizen packt." (
Schweizer Familie )
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.