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Kundenrezensionen

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Format: Taschenbuch|Ändern
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In wohl kaum einer anderen Stadt wurden über zweieinhalb Jahrtausende so viele Monumentalbauten errichtet, umgebaut, zerstört, überbaut, zweckentfremdet, zuletzt aus alten Strukturen herausgeschält und ausgegraben wie in Rom. Dies gilt besonders für zentrale Brennpunkte römischer Geschichte wie das heute überbaute Kapitol, das Forum Romanum, die Kaiserforen und den Palatin, einst Sitz der Machtelite. Dementsprechend verwirrend kann es sein, als Fremder an Ort und Stelle vor einem Trümmerfeld zu stehen, dessen Strukturen man sieht, ohne sie aber begreifen, deuten und in ihrer historischen Abfolge einordnen zu können. Für Geschichtsinteressierte, die sich in diese Situation nicht einfach resigniert abwenden wollen, bietet Coarellis Buch eine wertvolle Orientierungshilfe: Nicht nur, dass es die Entstehungsgeschichte kurz zusammengefasst vermittelt; durch viele, z.T. sehr detaillierte Pläne und kleine Rekonstruktionszeichnungen lässt sich ein Eindruck von den oft bis ins frühe Mittelalter bestehenden und erst dann dem Steinraub (und nicht dem früheren Wüten der Barbaren) zum Opfer gefallenen Monumenten gewinnen - für die letzten Abrissaktionen war ironischerweise das Zwanzigste Jahrhundert in Gestalt des sich sonst auf das Imperium berufenden Mussolini verantwortlich!
Damit ist auch die Zielgruppe Coarellis klar: Wohl kaum der Erstbesucher der Stadt, der seine Aufmerksamkeit vorrangig den noch eindrucksvoll aufragenden Sehenswürdigkeiten widmen dürfte, die in dem Buch (mit Ausnahme der Traianssäule, des Kolosseums und des Konstantinsbogens) nicht im Vordergrund stehen. Selbst das im Buch unter ,Benutzerhinweise` angesprochene ,breite Publikum`, dürfte nicht die primäre Zielgruppe bilden, sondern die an einer vertieften Beschäftigung mit der Geschichte interessierten Besucher. Diesen wird es allerdings auch negativ auffallen, dass eine Reihe von Flüchtigkeitsfehlern dem Lektorat entgangen sind: Weder fand der Neronische Brand Roms um 64 vor Chr. statt (S. 17), noch werden die im Register aufgeführten Stätten auch unter den vermerkten Seitenzahlen behandelt - und dies nicht als Einzelfall, sondern geradezu endemisch! Diese Nachlässigkeit verträgt sich nicht mit dem Anspruch von Buch (und Verlag), sodass leider nicht die volle Sternzahl gegeben werden kann.
Positiv zu erwähnen sind dafür das Glossar mit der Erläuterung wichtiger Begriffe sowie das den Bedarf des normalen Lesers gewiss weit überschreitende Literaturverzeichnis.
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am 21. Dezember 2013
An sich ist der archäologische Führer durchaus lohnenswert. Er hat handliches Format und ist dementsprechend auch gut für unterwegs.
Der Aufbau in verschiedene Rundgänge ist sehr praktisch.
Jedoch vermisse ich - gerade im Hinblick auf die ältere Ausgabe - Beschreibungen zum Marsfeld. Der Aufbau der Einträge zu den einzelnen Objekten ist meiner Meinung nach ein weniig zu kompliziert geraten.
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am 27. März 2016
Rom ist die einzige Stadt Europas, in der man direkt durch die Antike spazieren kann, was ich immer wieder gerne tue. Denkt man sich die modernen Häuser weg, dann wandelt man auf Caesars Spuren, über Forum, Capitol, Palatin, Aventin, durch Caracalla- und Diocletian-Thermen, entlang der Aurelianischen Mauern und entdeckt am Bahnhof sogar die Reste der ersten Stadtmauer. Dann kann man bei Coarelli nachlesen, was man da alles entdeckt hat! Bei meiner letzten Stadtwanderung lief ich auch noch dem Regisseur Antonioni über den Weg, der gerade einen Film über den Moses von Michelangelo drehte!
siehe auch: Die Legionen des Varus
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