Wie "Mein Italien" ist auch "Rom - Zwischen Chaos und Wunder" eine Sammlung der besten Artikel aus Franca Magnanis langjähriger Laufbahn als Italienkorrespondentin, doch diesmal richtet sich das Augenmerk ausschließlich auf die italienische Hauptstadt. Franca Magnanis Kinder Sabina Magnani-von Peterdorff und Marco Magnani haben diese Artikel zusammengetragen und posthum in Buchform herausgegeben.
Eigentlich könnte der Titel dieses Buches auch gleichlautend mit dem des letzten darin enthaltenen Artikels sein - "Warum ich Rom dennoch liebe". Denn darum geht es: Franca Magnani setzt sich mit ihrer Heimatstadt auseinander und hinterfragt ihr Verhältnis zu Rom. Dieses ist beileibe kein harmonisches; zuviele Reibungspunkte gibt es zwischen Rom und seiner kritischen Bürgerin. Doch andererseits gibt es viel zu viele Dinge, die es ihr unmöglich machen, Rom nicht zu lieben.
Doch in jeder Zeile merkt man, dass Franca Magnani nicht blind vor lauter Heimatliebe ist. Unnachgiebig schaut sie nicht nur vor, sondern auch hinter die prächtigen Kulissen - und ihren Mitbürgern aufs Maul. Ganz persönliche Impressionen über die "ewige Stadt" wechseln sich mit sachlichen, vorzüglich recherchierten Reportagen über die jüngere und ältere Geschichte Roms ab. Dieses Buch eignet sich daher vorzüglich dazu, Rom jenseits aller Reiseführer-Lobhudeleien kennenzulernen, denn es es wirft ein nicht immer schmeichelhaftes, aber doch immer ehrliches Licht auf die Stadt am "biondo Tevere".