Rom ist wirklich eine Historienserie der Spitzenklasse - großartig produziert, überzeugend gespielt und ansprechend und authentisch ausgestattet!
Inhaltlich spielt die Serie im antiken Rom zur Zeit der ausgehenden Republik; die erste Folge (Staffel 1) setzt ein, nachdem Iulius Caesar bei Alesia gesiegt hat und Vercingetorix sich ihm ergibt. Die letzte Folge (Staffel 2) endet kurz nach Einführung des Prinzipats durch Augustus.
Die Geschehnisse in diesem Zeitraum werden durch ein interessantes und witziges Drehbuch und sehr lobenswerte schauspielerische Leistungen dargestellt - die politischen Ereignisse (hier stehen natürlich Caesar, Marcus Antonius, Cicero, Brutus, Octavius etc. im Mittelpunkt), die Intrigen eifersüchtiger, heuchlerischer Frauen (allen voran Atia, Geliebte von Antonius, Mutter von Octavius, und Servilia, Mutter von Brutus), geheime Liebschaften und nicht zu vergessen das Leben des durchschnittlichen Römers. Letzteres kommt sehr gut heraus, da man zwei historisch unbedeutende Figuren, deren Handlung in der Serie fiktiv ist, als Rahmencharaktere eingesetzt hat: Titus Pullo, Legionär der "13.", und Lucius Vorenus, Centurio derselben. Beide fügen sich - von exzellenten Schauspielern dargestellt - sehr harmonisch in den Handlungsbogen ein, sind irgendwie überall mit dabei und führen den Zuschauer hinaus aus den Prunkvillen der Politiker in die engen Gassen des alten Roms, wo sich das eigentliche Leben in der Hauptstadt abspielte.
So viel zum Inhalt.
Vor allem besticht die Serie durch die liebenswerten Charaktere und die andauernde Spannung. Mir persönlich gefällt sie sehr gut, auch wenn historisch einige wenige (!) Ungenauigkeiten auftauchen.
Zur FSK 18: Die komplette Staffel 2 ist ab 16 freigegeben, in Staffel 1 ist lediglich eine Folge, in der es in der Arena wirklich extrem blutig zugeht, ab 18.