Obwohl das Ambiente eines Renaissance-Fests geradezu ideal für die Ermittlungen eines so brillanten Dedektiv-Paares wie Sarah und Max Bitterson ist, verliert sich die Autorin in diesem Werk leider etwas. Der viel zu raffinierte Mord an einem Wachmann, technische Spielereien eines längst verstorbenen Mitglieds des Kelling-Clans (der spätestens mit diesem Buch auch für den Fan unübersichtlich wird), fehlende Verdächtige, all das läßt das Buch etwas zäh wirken. Schade, zeitweise ist es eine wirklich nette Geschichte, die von Überraschungsmomenten und menschlichen Gefühlen lebt. Das Ende überascht allerdings nur in seiner Unglaubwürdigkeit. Dieses Buch ist sicher ein Muß für hartgesottene Fans der Autorin, für Charlotte MacLeod-Einsteiger aber weniger geeignet.