Ich habe Rohtenburg gesehen und musste ihn Tage später noch einmal sehen.
Rohtenburg ist kein Film für die anspruchslose Unterhaltungsgesellschaft.
Rohtenburg ist desweiteren kein "Unterhaltungsflim" in dem Sinne - meiner Meinung nach zumindest.
Menschen die einen Film ohne Inhalt, jedoch mit viel Blut und Quälerei erwarten, können getrost die Finger von Rohtenburg lassen.
Ich für mich war begeistert von dem Film, er erzählt die Geschichte von einem relativ neutralen Standpunkt, vor allem wird kein Show Effekt hergestellt, der Film bleibt, trotz des makaberen Themas, konstant auf einer anspruchsvollen und ernsten Ebene.
Rohtenburg ist kein alltäglicher Horrorfilm, viel mehr ist Rohtenburg ein Film, der die Geschichte eines Menschen wiedergibt, und auch irgendwie probiert das Denken dieses Menschen zu verdeutlichen.
Der Film schockt in erster Linie nicht durch Bilder, er "schockt" dadurch, dass der Zuschauer sich im Nachhinein Gedanken über diesen Film macht.
Ich für mich persönlich kann diesen Film nur jedem empfehlen, der vielleicht von dem "Kannibalen von Rohtenburg" gehört hat, die Verurteilung aller Seiten mitbekommen hat und der der Meinung ist dass man vielleicht auch mal hinter die Fassade des "kaltblütigen" Menschenfressers schauen sollte, um ein umfassendes Statement zu diesem Thema abgeben zu können.
Die Tat an sich ist abgrundtief grausam, dies ist jedoch nicht wovon dieser Film in der Haupthandlung handelt.
Der Film befasst sich vielmehr mit den Hintergründen dieser Tat, inwiefern diese nun den Tatsachen entsprechen oder nicht, darüber kann sich wohl kaum einer ein Urteil erlauben.
Desweiteren ist der Film qualitativ sehr gut umgesetzt und wirkt hochwertig.
Ich kann diesen Film für unvoreingenommene Menschen, die das Thema interessiert nur Empfehlen.