Als Autor geht es mir hier natürlich nicht darum, mein eigenes Werk zu loben, sondern etwas über die Absicht zu sagen, die ich mit diesem Buch verfolge. Warum, bei der Fülle der schon bestehenden Ernährungsliteratur, soll hier ein weiteres Buch zu dem Thema veröffentlicht werden?
Dieses Buch stellt sich in Widerspruch zu den mir bekannten Ernährungsbüchern. Denn die bisherigen Ernährungsbücher sprechen von einer richtigen und einer falschen Ernährung, von Zivilisationskost und Urkost, von Schwarz und Weiß. Die Umstellung wird, wenn überhaupt, als eine kleine Formalität von Wochen oder Monaten abgehandelt. Doch der Ernährungsweg ist ein stufenweiser Entwicklungsweg, der das ganze Leben umfasst. Deshalb ist für jeden Menschen gemäß seiner Entwicklungsstufe eine andere Ernährung richtig, bzw. es steht ein anderer Schritt für ihn an.
Allen denjenigen, die sich ein schlechtes Gewissen machen, weil sie die hundertprozentige Rohkost nicht einhalten können, sei gesagt, dass sie weder für alle Menschen das Ideale, noch auf der Ernährungsleiter die oberste Sprosse darstellt (danach kommt noch die Lichtnahrung).
Und allen denjenigen, die eine Ernährungsumstellung bisher überhaupt abgelehnt haben, weil sie die Ernährungsapostel als fanatische Puritaner erlebt haben, ist hier ein Leitfaden an die Hand gegeben, worin für den "Normalköstler" die ersten Schritte der Umstellung ganz lebenspraktisch und machbar erläutert sind.
Aus ganzheitlicher Sicht aber ist die Ernährungsumstellung nur ein Teilaspekt der menschlichen Entwicklung. Somit werden in den ersten Kapiteln die Grundlagen gelegt für eine Kulturerneuerung, wo der Körper auch eine Rolle spielt, um, wie bei den chinesischen Kampfsportarten oder wie bei den alten Griechen das Ideal der Harmonie von Körper, Geist und Seele anzustreben.
Hierin liegt die eigentliche Motivation. Eine bloße Ernährungsumstellung kann diese Harmonie eher stören, wenn die anderen Aspekte nicht berücksichtigt werden. Deshalb möchte dieses Buch die ganzheitliche Sicht wieder herstellen. Und diese führt zu keiner zwanghaften Hau-Ruck-Umstellung, sondern zu einem harmonischen Stufenweg, wo nicht nur der Kopf den Ton angibt (was denn gesund sei und was nicht, sondern Bauch und Herz (Genuss und Begeisterung) ebenso eine Rolle spielen.