Roger McGuinn mit der musikalisch besten Besetzung seit der Ur-Formation der Byrds.Eine schöne Live-Mischung aus (damals) neuen Songs des "Thunderbyrd"-Studioalbums und den Klassikern der guten, alten The Byrds - Zeiten. Wunderbar der Sound der von McGuinn souverän im Banjo-Picking-Stil gespielten Rickenbacker 370/12. Als Lead-Guitarist fast unschlagbar: der junge Rick Vito, eigentlich ein Blues-Rocker. Wohl ebenbürtig dem vom Country und Country-Rock kommenden wunderbaren Clarence White aus den späten The Byrds-Formationen. Auch McGuinn mußte sich ob dessen Saitenkunst ganz schön warm an anziehen; Keep up Roger! Vito und der damalige Bassist Charlie Harrison spielen heute noch, wie selbst mehrfach erlebt, mit anderem Drummer zusammen (The Lucky Devils, sehr empfehlenswert auch die Studio-Alben). Einziger Negativpunkt: Es fehlt das Interview mit McGuinn, in dem dieser zwar gerade noch mit dem Moderator Albrecht Metzger, nicht jedoch mit dem (noch schlimmer) Englisch-radebrechenden Co-Interviewer zurecht kam und diesen zwar sichtlich genervt, aber herzerfrischend schlagfertig auflaufen ließ. Ob er's gemerkt hat?