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Roderers Eröffnung
 
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Roderers Eröffnung [Broschiert]

Guillermo Martìnez , Angelica Ammar
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 118 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (11. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596182638
  • ISBN-13: 978-3596182633
  • Originaltitel: Acerca De Roderer
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 294.452 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Guillermo Martínez
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein faszinierendes Stück Literatur." (Martina I. Kischke, Lesart 1/09) "Grossartige, dichte, dunkle Lektüre über die Abgründe faustischen Strebens." (Annabelle, 8.April 2009) "Guillermo Martínez genügen gut 100 Seiten, um diese großartige Geschichte auf den Punkt zu bringen, wobei er ungemein viel Handlung erzählt und gleichzeitig komplizierte philosophische Fragestellungen skizziert." (Harald Asel, RBB - Inforadio, 24. März 2009) "Der argentinische Mathematiker und Schriftsteller Guillermo Martínez hat mit 'Roderers Eröffnung" einen bemerkenswerten Roman geschrieben. So vergleichsweise schmal der Band ist, so gewichtig sein Inhalt ... 'Roderers Eröffnung" setzt uns mit bezwingender Konsequenz schachmatt." (Uwe Rauschelbach, Mannheimer Morgen, 1. April 2009) "Guillermo Martínez"s Prosa ist scharf wie ein Kristall und ebenso kondensiert. Wie beim Atmen in zu kalter Luft, in zu großer Höhe, bewirkt seine Geschichte Klarheit und Schwindel zugleich." (Franz Birkenhauer, sf magazin, 30. März 2009) "Mit Präzision und literarischer Eleganz beschreibt Guillermo Martinez die Suche zweier junger Menschen ..." (Bayerische Rundschau, 24. März 2009) "sehr lesenswert" (Baden-Journal, 1. März 2009) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Baden-Journal, 1. März 2009

”Um drei Uhr in der Nacht war ich schwitzend aufgewacht, hatte zufällig nach diesem Buch gegriffen und konnte nicht mehr einschlafen, bis ich es kurz vor sechs Uhr zuENDe gebracht hatte ... eines der spannendsten Bücher dieser Monate. Es ist ein Meisterwerk der Erotik der Erkenntnis.“ (Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 21. April 2009) ”Ein faszinierendes Stück Literatur.“ (Martina I. Kischke, Lesart 1/09) ”Grossartige, dichte, dunkle Lektüre über die Abgründe faustischen Strebens.“ (Annabelle, 8. April 2009) ”Guillermo Martínez genügen gut 100 Seiten, um diese großartige Geschichte auf den Punkt zu bringen, wobei er ungemein viel Handlung erzählt und gleichzeitig komplizierte philosophische Fragestellungen skizziert.“ (Harald Asel, RBB - Inforadio, 24. März 2009) ”Eine intensive und anspruchsvolle Lektüre, die Denken und Fühlen auf wundersame Weise verknüpft.“ (Johnny Rieder, In-München, 16. April 2009) ”Guillermo Martínez erzählt eloquent, erzeugt Spannung durch zahlreiche Leerstellen und charakterisiert seine Personen mit viel Fingerspitzengefühl und großer Schärfe, aber auch großem Ernst.“ (Doris Wiesner, Titel-Magazin, 27. April 2009) ”Guillermo Martínez erzählt die alte Geschichte von Genie und Wahnsinn ohne Pathos, Psychologie und überflüssiges Fett. Borges ... hätte seine Freude an seinem Meisterschüler gehabt.“
(Martin Halter, Tages-Anzeiger, 16. Juni 2009) ”eine intelligente Parabel, die gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise eine besondere Lesemacht entfaltet.“ (Kerstin Fritzsche, Stadtkind, 4/2009) ”Der argentinische Mathematiker und Schriftsteller Guillermo Martínez hat mit ?Roderers Eröffnung? einen bemerkenswerten Roman geschrieben. So vergleichsweise schmal der Band ist, so gewichtig sein Inhalt ... ?Roderers Eröffnung? setzt uns mit bezwingender Konsequenz schachmatt.“ (Uwe Rauschelbach, Mannheimer Morgen, 1. April 2009) ”Guillermo Martínez?s Prosa ist scharf wie ein Kristall und ebenso kondensiert. Wie beim Atmen in zu kalter Luft, in zu großer Höhe, bewirkt seine Geschichte Klarheit und Schwindel zugleich.“ (Franz Birkenhauer, sf magazin, 30. März 2009) ”Mit Präzision und literarischer Eleganz beschreibt Guillermo Martinez die Suche zweier junger Menschen ...“ (Bayerische Rundschau, 24. März 2009) ”sehr lesenswert“ -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buchjuwel 24. Februar 2011
Von Gospelsinger TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Hochbegabte haben es nicht leicht in der Gesellschaft. Sie sind unverstanden, Außenseiter, werden misstrauisch beäugt. Es ist nicht einfach, seinen Platz zu finden, wenn man so offenkundig anders ist.
Genau darum geht es in diesem Buch. Der hochbegabte Ich-Erzähler trifft auf Gustavo Roderer, der nicht nur hochbegabt, sondern ein besonderes Genie und somit als einziger in der Lage ist, den Ich-Erzähler im Schach zu besiegen.
Der Ich-Erzähler ist fasziniert von Roderer, der sich abkapselt, sich in seiner Bibliothek verkriecht und wie ein Besessener lernt, weil er nicht aufhören kann, zu denken.
Immer weiter entfernen sich die beiden voneinander. Der Ich-Erzähler studiert und fügt sich in die Gesellschaft ein, während Roderer immer mehr abdriftet. Auch die Schwester des Ich-Erzählers, die hoffnungslos in Roderer verliebt ist, kann ihm nicht helfen. Roderer geht es immer schlechter. Nimmt er Drogen oder ist er krank?
Guillermo Martinez ist ein richtiges Buchjuwel gelungen. Geschrieben in einer wunderschönen Sprache, mit brillanten philosophischen Dialogen und von einer seltenen Tiefe der Charaktere. Dieses Buch mit seinem bedrückenden Ende ist genial konstruiert und ein wahres Lesevergnügen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Habe nun ach! Philosophie, / Juristerei und Medizin, / Und leider auch Theologie / Durchaus studiert, mit heißem Bemühn. / Da steh' ich nun, ich armer Tor, / Und bin so klug als wie zuvor! / Heiße Magister, heiße Doktor gar, / Und ziehe schon an der zehen Jahr' / Herauf, herab und quer und krumm / Meine Schüler an der Nase herum - / Und sehe, daß wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen."
Mit diesen Sätzen beginnt die Szene "Nacht" aus dem wohl berühmtesten Werk Johann Wolfgang Goethes. Der Gelehrte Faust hat sich alles Wissen angeeignet, was die Welt bieten konnte und ihn erfüllt dennoch Verzweiflung. Zurückgezogen in sein Studierzimmer sucht er schließlich seine innere Erfüllung durch das Hinwenden zur Magie, um den Sinn des Lebens zu erkennen.

Parallelen zum Lebenswerk des großen deutschen Dichters sind in dem Roman "Roderers Eröffnung" des promovierten Mathematikers und Schriftstellers Guillermo Martínez durchaus zu finden: Zusammenhänge verstehen, hinter die Dinge blicken, Bildung, die einem das Fenster zur Welt öffnet. Aber manchmal liegen Genie und Wahnsinn dicht beieinander. Was, wenn man nicht mehr aufhören kann, wenn Erkenntnisgewinn zur Sucht wird? "Manchmal ... wird es unerträglich. Es wächst immer weiter an und saugt alles auf, will alles für sich. Das ist auch gut so: es muss eine gewisse Besessenheit erzeugen. Aber dann weiß ich nicht, wie ich dem Einhalt gebieten könnte, ich kann einfach nicht die Bücher schließen und mir ruhig sagen: Morgen mache ich weiter.", lässt der Autor seinen titelgebenden Protagonisten Gustavo Roderer dem gleichaltrigen Ich-Erzähler, Abiturient und Klassenbester, eröffnen.

Letzterer, heimlicher Schachmeister seines Heimatortes, trifft Roderer das erste Mal in einer Bar und wird von dem Neuling in einer zunächst harmlos anmutenden Schachpartie gnadenlos an die Wand gedrückt. Das Spiel der beiden hochintelligenten jungen Menschen mit den schwarzen und weißen Figuren offeriert bereits bei diesem ersten Zusammentreffen ein Äquivalent ihrer nun folgenden eigentümlichen Beziehung. "Dieses Duell, bei dem ich der einzige Kämpfende war und nichts als Fehlschläge landete. Denn das war vielleicht das merkwürdigste: Roderer schien keinem Gegenangriff gewillt, keine sichtbare Bedrohung schwebte über meinen Figuren, und dennoch empfand ich jedes seiner Manöver als eine dunkle Gefahr, die Ahnung ließ mich nicht los, daß sich dort subtil und unausweichlich etwas anbahnte, das es mir nicht zu greifen gelang."

Zwei interessante Charaktere hat der argentinische Autor entworfen, die durch eine Art Hass-Liebe miteinander verbunden sind. Zum einen der Ich-Erzähler, hochintelligent, aber trotzdem im realen Leben stehend und sich der Wirklichkeit stellend. Und zum anderen der unangepasste Sonderling, der sich in kein soziales Gefüge einordnen kann, dem Unterricht nicht folgt und stattdessen seine eigenen Bücher liest (u. a. Hegels Logik, die "Göttliche Komödie" auf Italienisch und eben jenen "Faust I" auf Deutsch). Es jagt ihn die Zeit. Er will dem wahren, dem absoluten Wissen auf die Spur kommen. "Natürlich nicht durch die vier oder fünf Gesetze, mit denen sich die Menschen die Zeit vertreiben; nicht durch das Überflüssige, die erlaubte Quote an Erkenntnis, sondern durch das wahre Wissen, den Logos, den sich Gott und der Teufel vorbehalten."

Während der Ich-Erzähler schlussendlich in eine andere Stadt zieht, studiert und ein eigenes Leben beginnt, zieht sich Roderer immer mehr zurück. Er verbringt Tage und Nächte in seiner "Studierstube" mit Unmengen an philosophischer Literatur und Analysen mathematischer Theoreme, nimmt nichts mehr um sich herum wahr und schließt seine Familie und die Frau, die ihn liebt, von seinem Leben aus. Genau wie Goethes Faust zerbricht er letztendlich an der (Un)Möglichkeit des absoluten menschlichen Erkenntnisvermögens.

Fazit:
Guillermo Martínez beschäftigt sich genau wie Goethe in seinem Faust mit der Frage, ob Intelligenz Fluch oder Segen, Verhängnis oder Glück ist. "Roderers Eröffnung" offeriert auf hohem literarischem Niveau einen intelligent-intellektuellen "Spaziergang" durch die "Gärten" der Mathematik, der Logik, der Philosophie und letztendlich der Literatur. Ein durchaus beeindruckendes Frühwerk des Argentiniers, das gleichfalls Parallelen zu seinem eigenen Werdegang aufweist.

"Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, / Und grün des Lebens goldner Baum." (Faust I)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rache des kleinen Geistes 28. April 2010
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Guillermo Martines zeichnet in seinem Roman von 1992 den Charakter eines ehrgeizigen und intelligenten jungen Mannes, der - konfrontiert mit wirklichem Genie - seine Mittelmäßigkeit erkennt und seinem kleinen Ego die Menschlichkeit opfert.

Gustavo Roderer taucht wie aus dem Nichts auf und verblüfft den selbstbewussten Ich-Erzähler mit einer vernichtenden Schachpartie. Roderer sondert sich ab - er hat keine Zeit für eine normale schulische Entwicklung, er verzichtet auf Abitur, Studium und auf die Liebe der schönen Christina, seine ganze Energie gilt seinen Literaturstudien.

Fasziniert und gleichzeitig angewidert beschreibt der Ich-Erzähler in kargen Worten das Leben Roderers. Er ist ihm nah, versucht, ihn zu beeindrucken, zu provozieren, seine Studien und seine Logik ad absurdum zu führen. Er erkennt Roderers Genie und erhält eine einmalige Chance, das Lebenswerk des verhassten Freundes zu bewahren - oder ihn dem Vergessen zu überlassen.

Wie es der Autor versteht, gleichzeitig schonungslos und präzise die geistigen und moralischen Winkelzüge des durchschnittlich intelligenten Arbeitsmenschen aufzudecken, dabei aber auch einen faszinierenden philosophisch-logischen Hintergrund zu skizzieren, der zum Weiterlesen reizt, hat selbst etwas Geniales.

Das nur reichlich 100 Seiten starke Büchlein fesselt von Anfang an, begeistert mit seiner schönen, ruhigen Sprache und schmettert am Ende völlig unerwartet den Leser nieder, wie es Roderer mit seinem unwürdigen Jünger bereits in der eröffnenden Schachpartie tat.

jury 5* A0280 30.4.2010eg
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