Carlo Miller für das Büchermagazin all-around-new-books.de, 14.Juni 2004
Die Rock Poems sind Gedichte über und vom scheinbar Alltäglichen, vom Alltag in seiner Vielschichtigkeit, seinen Widersprüchen, seinen Hindernissen und Glücksmomenten. Es sind verdichtete Reflektionen der Wahrnehmung, Standpunkte und analytische Zustandsbeschreibungen. Behutsam fixiert Sternowski mit seiner Sprache ganze Gefühlswelten. Der Autor erreicht hier Tiefe ohne hermetischen Budenzauber, der heute so gern, so postmodern daherstolziert kommt. Mit klaren deutlichen Worten, Bildern und Aussagen zeigen diese Gedichte die Welt des lyrischen Ich. Diese Worte und Bilder scheinen - geradezu aus den Seiten heraus - den Leser in seinem Innersten zu berühren. ... In allen vier Teilen geben die homogen gesetzten Worte den Gedichten eine dynamisch prosaische Stabilität und verleihen eine ästhetische Unaufdringlichkeit, die sehr angenehm ist. Andreas Sternowski wendet die subtilsten und wirkungsvollsten Mittel der Lyrik an. Er schafft Bilder, die die Gefühle des Rezipienten wecken. Und er hat eine eigene Stimme. Mit dieser entstand ein schönes Buch voller Poesie.
Kurzbeschreibung
"Rock Poems" enthalten lyrische Texte. Sie sind verdichtet aber nicht verschlossen, tief aber leicht zugänglich - sie sind ehrlich. Es sind Texte, die bewusst auf alles, was sie von ihren Lesern trennen könnte, verzichten: auf eine komplizierte Form, auf gekünstelte Sprache, auf gezierte Bilder... Sie reihen sich in vier Abschnitte: Die "Skizzen" zeichnen verschiedene Bilder einer inneren Landschaft. Die "Stimmungen" sammeln die dort heimischen Gefühle. Die "Erotika" sprechen über die Liebe. Die "Betrachtungen" reflektieren über unsere Existenz und ihre Vergänglichkeit. Es ist moderne Lyrik von ihrer besten Seite.