peter bursch hat sich für seine veröffentlichung im AMA-verlag eine besondere mühe gegeben. dass alle texte der angeführten balladen nebst den zugehörigen akkorden und melodien vorhanden sind, versteht sich von selbst. auch dass hervorstechende solo-parts in tabulatur und notenschrift vorgestellt und ihre finger-technik analysiert wird, ist mittlerweile standard. besondere mühe (neben der geschickten überlegung, was denn wichtig gewesen sei in den letzten 25 jahre rock-geschichte) gibt sich peter bursch aber in dieser ausgabe mit dem umschreiben in gut singbare tonlagen - auch in tonarten, die sich günstiger auf der gitarre greifen lassen. dennoch sucht er, trotz häufig veränderter tonart, den weg dahin nicht zu versperren, den entsprechenden song auch bei aufgelegter CD mit der eigenen gitarre begleiten zu können (ob im rhythmus- oder solo-bereich): dazu gibt er präzise anleitungen, wo der kapodaster zu setzen sei - damit man die gerade eingeübten fingersätze nicht wieder ändern muss, um sich mitspielend in die originalaufnahme einklinken zu können. auch auf verstecktere winkelzüge weist er kenntnisreich hin: so hatte U2 bei I STILL HAVEN'T FOUND WHAT I'M LOOKING FOR die gitarre einen halben ton tiefer gestimmt (von D auf C#). auch sound-einzelheiten werden erläutert, so der E-bow, ein gerät, das über die saiten gehalten, elektro-magnetische schwingungen erzeugt - die linke hand allein kann dann einen hohen, singenden ton in gang bringen. die anschwell-technik MARK KNOPFLERS wird erklärt (BROTHERS IN ARMS, samt zugehörigem, korrekt notierten solo); auch anspruchsvollere stücke wie gary moore's STILL GOT THE BLUES sind relativ leicht nachvollziehbar - anfängern stehen aber auch eine menge balladen in der original-tonart zur verfügung: SAILING oder LADY IN BLACK; ich erreichte meine besondere zufriedenheit beim betrachten der spiel-tipps zu WHEN MY GUITAR GENTLY WEEPS - und wie bei allen anderen songs auch, hat peter bursch sich stets eine nette zugabe ausgedacht: bei "when my guitar gently weeps" den hinweis, dass (der blinde slide-gitarrist) JEFF HEALEY auf seiner CD "HELL TO PAY" ein wunderbares solo zum george-harrison-stück praktiziert (begleitet an der akustischen gitarre von? GEORGE himself natürlich). man sieht: BURSCH, der autor, der vielleicht die meisten gitarren-lehrbücher in deutschland in verschiedensten verlagen konzipiert hat, - er kennt sich aus in diesem metier ...