"rock of ages" dokumentiert den musikalischen zenit der "band"...die musik ist leidenschaftlich, kraftvoll, beseelt und tief..an manchen stellen vollkommen losgelöst..die bis dato besten songs der band sind hier alle drauf und fast alle übertreffen die studioversionen...das liegt auch an den bläser-arrangements von allen toussaint, der seine gesamte new-orleans-tradition ins spiel bringt und gleichzeitig deutlich macht, wieviel new orleans immer schon in der musik von "the band" steckte...das album verdeutlicht zudem die besondere gesangliche stärke der band, die in ihrer art und weise in der rockmusik einzigartig war: der verzweifelte levon helm in "don`t do it" (in marvin gaye`s version hat man nie den eindruck, dass seine angebetete ihn verlassen könnte - hier schon)...oder der zornige helm in "dixie", der ausgelassene in "rag mama rag" und "up on cripple creek"...der dringliche richard manuel in "across the great divide", der melancholische in "rockin`chair"...der verletzliche rick danko in "stage fright" oder in "unfaithful servant"...wirklich atemberaubend wird es dann, wenn einer der dreien einen vers zu singen beginnt, der zweite ihm ins wort fällt und der dritte ihn zu ende führt...und dann ist da noch garth hudson: sein losgelöstes klavierspiel in "rag mama rag", in "the weight", sein verschlungenes orgelspiel in "get up jake" oder "across the great divide", die geradezu bedrohliche kraft in "chest fever"...in der tat eines der besten live-alben der rockgeschichte