Eine außerirdische Invasion, hübsche Frauen und ein Retro-Alternativwelt-Szenario bilden die Zutaten für die Sci-Fi-Serie ROBUR. Robur ist ursprünglich ein Titelheld aus Jules Verne-Romanen. Und die Autoren Randy und Jean-Marc Lofficier und dem Zeichner Gil Formosa haben mit ihrer Comic-Trilogie ROBUR ein Denkmal für Verne errichtet.
Wenn man jedoch die Details genauer betrachtet, fällt außerdem auf, dass jede Menge Verweise auf H. G. Wells in der Serie enthalten sind. So tauchen im dritten Band "Reise zum Mittelpunkt des Mondes" beispielsweise die Marsriesen mit Lichtstrahlen auf, wie sie seinerzeit Wells in seinem Roman KRIEG DER WELTEN beschrieben hat. Inhaltlich schlagen die Menschen um den geheimnisumwobenen Robur zurück und greifen die Seleniten (ein Verweis auf H. G. Wells DIE ERSTEN MENSCHEN AUF DEM MOND) auf dem Mond an.
Der Abschlussband geizt nicht mit großformatigen, cinemascopen Schlachtszenen auf dem Mond und auch sonst beeindrucken die Bilder durch eine gefällige High-Tech-Optik, die die Herzen von Sci-Fi-Fans höher schlagen lässt. Nur die Figuren sind noch im typischen Comic-Stil gezeichnet, was eine gute Mischung ergibt.
Effektvolle Illustrationen und eine spannende postmoderne Story machen aus ROBUR ein Muss für SF-Comic-Fans, die bei Alternativ-Welt-Abenteuern und Weltraumschlachten ins Schwärmen kommen. Verne und Wells hätten jedenfalls ihre wahre Freude an dieser ROBUR-Trilogie gehabt.