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Die runden, hüpfenden und wackeligen Formen des Roboter-Helden Rodney Copperbottom und seiner Computer-animierten Freunde passen perfekt in das ebenso kunstvoll wie verrückt gestaltete Maschinen-Universum aus komplexen Apparaten und metallisch leuchtenden Oberflächen. Rodney ist ein junger Erfinder, der sich in die große Stadt Robot City aufmacht, um für Big Weld zu arbeiten, den wichtigsten und einflussreichsten Konstrukteur in dieser mechanischen Welt. Doch bei seiner Ankunft muss Rodney feststellen, dass Big Weld verschwunden ist und der schmierig-glänzende Ratchet die Führung des Unternehmens übernommen hat. Der plant nun, die Produktion von preiswerten Ersatzteilen einzustellen, welche die ärmeren Roboter brauchen, um sich selbst in Stand (und damit am Leben) zu halten. Stattdessen will Ratchet nur noch teure, hochglanzpolierte "Upgrades" verkaufen - das drohende Todesurteil für Rodney und alle seine Freunde.
Die ziemlich schwungvoll startende Geschichte büßt im Folgenden etwas an Tempo ein, stattdessen liefert Robots seinen Zuschauern eine Reihe von Action-Sequenzen, die nicht immer viel Sinn machen, aber dafür vor kinetischer Energie sprühen und ordentlich Spaß bringen. Gerade Kinder werden den Film als rein visuelles Vergnügen genießen - da stört es höchstens die Erwachsenen, dass Robots hinter der erzählerischen Fülle von Filmen wie Die Unglaublichen und Toy Story aus der Konkurrenz-Animationsschmiede Pixar zurückbleibt. Für kurzweilige Unterhaltung reicht es allemal. -- Bret Fetzer
Produktbeschreibungen
Der angesehene amerikanische Regisseur Chris Wedge, zeigt wieder einmal sein innovatives filmisches Können und beschert mit Robots dem Genre des computergenerierten Animationsfilms eine ganz neue Qualität.
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Mit das beste Bild aller Zeiten, ordentlicher Ton und ein werbelastiges Bonuspaket mit interessantem Audiokommentar.
Bild: Hier gibt es keine 2 Meinungen: Das Bild ist sensationell gut und gehört zu den Top 5 aller je getesteten DVDs. Das PC-generierte Abenteuer leidet ja bekanntlich nicht unter den physischen Problemen des chemischen Films, und kann Bit für Bit den Chip eines jeden Players begeistern. Selbst das Zeilenflimmern auf einem TV-Gerät wird so hochfein und rein wiedergegeben, dass man die Kinnlade kaum hoch bekommt (00.06.25). Auch große Farbfelder sind praktisch frei von Grieseln oder gar Blockrauschen (00.05.50).
Ton: Im Ton bleibt die Thronbesteigung leider aus. Den Grund dafür liefert die nicht optimale Raumbalance, die Effekte, wie überfliegende Objekte nach hinten erkennbar zu leise absolviert. Das wir uns nicht falsch verstehen: Robots ist reich an Effekten, angefangen von der sehr detailfreudigen Musik, die sich aller Kanäle für kleinere musikalische Spielereien bedient, bis hin zu einigen kräftigen Basseinsätzen, beispielsweise, bei der Reise mit den "Öffentlichen" durch Robot City. Die Dialoge kommen klar und scharf ortbar nicht nur aus dem Center, sondern bleiben an den Mündern der Charaktere förmlich hängen. Der Einsatz bekannter Gesichter für die deutsche Synchro ist nur bedingt gelungen und beruht wohl eher auf der Hoffnung der Marketingabteilungen, dies werbeträchtig ausschlachten zu können.
Extras: Der Audiokommentar ist hochklassig und zahlreich besetzt. Wie nicht anders zu erwarten, gibt es hier vorrangig technische Aspekte, über die geredet wird. Der komplette Kommentar ist auch mit optionalen deutschen Untertiteln zu geniessen. Die restliche ausstattung ist zahlreich, aber eher überflüssig. Die Featurette "Tante Fannys Tour hinter die Kulissen" gibt nichts, aber auch rein gar nichts über das Preis, was hinter den Kulissen passiert und das die deutschen Sprecher sich nochmal kurz präsentieren dürfen, ist auch eher Werbung. Mit Ausnahme der 3 zusätzlichen, auf Wunsch ebenfalls kommentierten Szenen, ist der Rest ein Sarah Connor-Werbesplash: Musikvideo, Auftritt als Sprecherin, andauernd "from zero to hero" im Hintergrund und ein verstecktes Making of des Musikvideos (Skip drücken während des Videos), das bestenfalls als Interviewfetzen mit wieder "from zero to hero" im Hintergrund zu betiteln ist. Netter Song Liebes, aber man kann es auch übertreiben. hier gibt es viel Masse, aber wenig interessantes, daher nur eine durchschnittliche Extranote. --movieman.de
VideoMarkt
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Blickpunkt: Film
Auffällig an 'Robots' ist von Beginn an der größere Entwurf, das spektakulärere Design, die optische Fantasie, die erstaunliche Detailliebe, die jedem bewegten Objekt einen Schatten oder eine Reflektion zuweist. Im Unterschied zu 'Ice Age', das wenige Figuren vor vergleichsweise einfache Hintergründe platzierte, wimmelt es in 'Robots' von Leben, auch wenn es von Schrauben zusammengehalten wird, verteilen sich die optischen Eindrücke bis weit in den Raum hinein.
Anspruchsvoller ist der Film in der Bildgestaltung, nicht in der Handlung, die sich geradlinig, schnörkellos und damit transparent für Kinder jeden Alters entwickelt. Die angesprochenen Themen sind vertraut und identifikationsfördernd, schließen ein die Realisierung von Träumen, die Wertschätzung des Alters, der Glauben an sich selbst, das Recht auf Leben (ob es nun chic verchromt oder baufällig verrostet ist) und eine Vater-Sohn-Dynamik, die gerade für das US-Kino besonders typisch und erfolgsversprechend ist.
In den ersten Minuten des Films bekommen Mr. und Mrs. Copperbottom Nachwuchs - in Form eines Bausatzes, der Jahr für Jahr ein Upgrade erhält, damit das Wachstumsproblem von Automaten vernünftig erklärt werden und Säugling Rodney zum Teen-Genie reifen kann. Mit seiner quirligen Supererfindung Wonderbot (frei nach Daniel Düsentriebs Helferlein) im Schlepptau begibt sich Rodney nach Robot City, um dort sein Glück zu machen. Die Metropole zeigt sich als ein auf verschiedenen Ebenen aufgebautes, die Unterschiede zwischen Armut und Wohlstand spiegelndes Designwunder. Das Transportsystem ist ein Kindertraum - ein Labyrinth aus Rohren, Schleudern, Bahnen und exzentrischen Apparaturen, mit dem Passagiere im Superspeed und mit Achterbahnfeeling ihre Zielorte in der Stadt erreichen. Rodneys Ziel ist Bigweld Industries, das Lebenswerk des berühmtesten Roboters und Erfinders Mr. Bigweld. Doch als der Provinzträumer eintrifft, wird der einst beliebte Konzern von Ratchet geleitet, einem verschlagenen und völlig verchromten Hi-Tech-Modell, das unter dem Einfluss seiner Mutter die alten Roboter ausmustern und durch teure Neuware ersetzen will. Um dies zu verhindern, macht sich Rodney mit dem schnittigen Robotgirl Cappy, bei dem auch Ratchets Schaltkreise durchbrennen, und einer Clique von Schrottmodellen auf, das Verschwinden von Mr. Bigweld zu klären und damit der bedrohten alten Roboterpopulation eine Zukunft fern des Hochofens zu sichern.
Eine der erkennbaren Inspirationen für dieses wort- und bildwitzige Animationsmärchen ist MGM-Klassiker 'Das zauberhafte Land', der auch mehrfach zitiert wird. Originär ist die Automatenwelt, auch wenn bei den neuen Robot-Modellen Designparallelen zu 'Antz' sichtbar sind. Eine Reihe von ausgedehnten Actionsequenzen verleiht 'Robots' eine kinetische Energie - wie auch Rodneys Sidekick Fender, bei dem Robin Williams zehn Jahre nach 'Aladdin' zur Hochform aufläuft. Seine Figur ist die größte Synchronisationsherausforderung für diesen temporeichen CGI-Hit, der mit großem Vergnügen die Populärkultur plündert (von Musicals bis hin zur hinreißenden Britney-Spears-Hommage) und gleichzeitig in Actionszenen wie auch im Dialog den nächsten Hit des Verleihs, den Abschluss der 'Star-Wars'-Trilogie, promotet. Damit darf man auch für 'Robots' resümieren: 'The force is strong with this one'. kob.