Der Robomop Softbase ist eine technische Vorrichtung, die ein Einwegstaubtuch auf glatten Böden selbständig und zufallsähnlich "umherschiebt".
Was gefällt:
- Das Prinzip ist genial einfach
- Staub und kleine Wollmäuse werden tatsächlich aufgenommen
- Durch die weiche Basis kommt er ganz gut in Ecken, auch Kanten sind kein Problem (Robosauger brauchen dafür extra seitliche Bürstchen, die auch verschleißen)
- Er kommt unter Stühle, und auch wieder heraus
- Wischen erzeugt keine staubige Luft
- Er ist relativ leise (Laufgeräusche sind recht ruhig, aber mein Exemplar quietscht aus der Kugel heraus)
- Verlängert die Zeit bis zum nächsten Staubsaugen oder feucht wischen
- Hat man viele kleine Bereiche und braucht einen möglichst kleinen Robotor, so könnte man die Softbase und die Pads beschneiden
- Niedriger Stromverbrauch
Was aktzeptabel ist:
- Prinzipbedingt werden Krümel und Körnchen nicht (oder kaum) aufgenommen (zu Haaren kann ich nichts sagen)
- Ist zuviel Staub vorhanden, so werden Wollmäuse teilweise wieder abgegeben, insbesondere an Teppichkanten (die können aber leicht wieder aufgesammelt werden, oder man baut eine Barriere vor den Teppich)
- Der Robomop würde Treppen hinabstürzen
- Verarbeitung soweit außen erkennbar bzw. Materialqualität ist so-la-la
- Wenn die Kugel erst einmal läuft (Timer 30, 60 oder 90 Minuten), so kann man "das Programm" nur schlecht stoppen da sich das Panel mit den Knöpfen dreht. Abbremsen der Drehgeschwindigkeit mittels Fingerauflegen geht zwar, ist aber sicher nicht gut für die Antriebseinheit
- Feuchte Stellen (z.B. Wassertropfen) bremsen oder stoppen den Robomop
Was nicht gefällt:
- Die wiederaufladbaren Akkus sind eingebaut, man kann sie nicht ersetzen (also wirft man den kompletten Robomop weg, wenn die Akkus nicht mehr gut sind)
- Erstatzpads sind im Vergleich zu haushaltsüblichen Einwegstaubtüchern relativ teuer
- "Alte" Akkutechnologie. Man sollte den Akku nicht aufladen bevor er nicht mehr oder minder "komplett" leer ist (Memory Effekt).
- Akkuanzeige: Findet man den Robomop nach eigener Abwesenheit regungslos auf, so weiß man nicht ob die Zeit abgelaufen oder der Akku leer ist. Ich habe nicht herausgefunden wie man einen leeren Akku erkennt, außer durch Stillstand des Robomops vor der eingestellten Zeit (man muss also aufpassen)
Habe noch keine Langzeiterfahrung (Akkuverhalten, Lebensdauer) und auch noch keine Erfahrung mit zurechtgeschnittenen handelsüblichen Einwegstaubtüchern.
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Punkten, da der Robomop aber im Prinzip gut funktioniert, bzgl. Material und Konstruktion zwar überteuert scheint aber vergleichsweise preiswert ist und vor allem eine echte Zeitersparnis bringt, gibt es 4 Punkte.