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Robinsons blaues Haus: Roman Gebundene Ausgabe – 21. September 2012


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 319 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 2 (21. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406629962
  • ISBN-13: 978-3406629969
  • Größe und/oder Gewicht: 13 x 3,1 x 21 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 178.754 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ernst Augustin, geboren 1927, Arzt, Neurologe und Psychiater, jahrelang in Entwicklungsländern tätig, später als psychiatrischer Gutachter in München. Autor einer Reihe von Romanen. Literaturpreise: Hermann-Hesse-Preis, Kleist-Preis, Tukan-Preis, Literaturpreis der Stadt München, Mörike-Preis 2009. Ernst Augustin ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ernst Augustin, geboren 1927, war in seinem Beruf als Arzt und Psychiater an damals entlegensten, exotischen Orten tätig, unter anderem in Kandahar, Afghanistan, das sich in biblischem Zustand befand. Heute lebt und schreibt er in noch verbliebenen Innenwelten in München. Literaturpreise: Hermann-Hesse-Preis, Kleist- Preis, Tukan-Preis (Literaturpreis der Stadt München), Mörike-Preis. Ernst Augustin ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von “Wortsplitter“ VINE-PRODUKTTESTER am 15. April 2012
Format: Gebundene Ausgabe
... es geht um die Existenz als solche, um das Leben im Zwischenraum."
Ernst Augustin über sein neues Buch (Quelle: F.A.Z. )

Wirklich, ich weiß nicht, worum es in diesem Buch geht. Es ist eine farbenfrohe Seifenblase, die zerplatzt, sobald ich das Buch zuschlage. Zurück bleibt die Freude an der Schönheit und ein Gefühl von Leichtigkeit, gleichzeitig aber auch ein leicht seifiger Geschmack auf der Zunge und ein Hauch von Schwermut.

In einem Artikel der FAZ erzählt Jan Bürger von seiner Begegnung mit dem erblindeten Autor. Für interessierte Leser kann ich das Interview ([...]) sehr empfehlen. Es hat mir den Autor und das Buch näher gebracht. Auch wenn ich es noch immer nicht begreife, kann ich doch besser mit dem Nichtbegreifen leben.
Und es erklärt meine Faszination, die ich für die Sprache Augustins empfinde. In seiner Geschichte baut die Hauptfigur, die sich selbst Robinson nennt, unentwegt Räume, Häuser - Daheime. Und auch wenn man den Worten die führende, bauende Hand anmerkt, wirkt es nicht konstruiert, sondern ein Heim formend, ohne bemüht zu wirken.
- Verschachtelt, gemütlich, mit einer Spur Luxus und Humor und, nicht zu vergessen, der Wärme teefarbenem Lichts -

Nun möchte ich doch einen Versuch starten euch den Inhalt näher zu bringen.

Mehr oder weniger chronologisch erzählt Robinson von seinem Leben, oder besser von den vielen Räumen, die er in seinem Leben gebaut hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Villette TOP 500 REZENSENT am 19. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Mit "Robinsons blaues Haus" setzt Autor Ernst Augustin der Phantasie ein großes Denkmal. Gekonnt tut er das, denn so abwegig die gesamte Handlung des Romans auch ist, nicht ein Mal kommt man als Leser ins Zweifeln über die Realität, die dort dargestellt wird. Irgendwie schafft Augustin es, das Blaue vom Himmel zu fabulieren und man nimmt es ihm einfach ab. Locker und leicht schreibt er, farbig schreibt er, er lässt den Leser nie zur Ruhe kommen, überschwemmt ihn im positiven Sinne mit bildhafter Poesie und einem Erzähler, dem man gern auf seinen imaginär-realistischen Fluchten folgt. Dieser Erzähler nennt sich selbst Robinson und erzählt seinem Chat-Freund Freitag über sein Leben: Wie er schon als Kind auf der Flucht war (wovor?), sich überall ein Haus konstruiert hat, das ihm für Momente Schutz lieferte, um dann schon wieder aufzubrechen und einen neuen Schutzraum zu suchen. Letztlich will er seine Imagination schützen, die für ihn neue Welten erschafft. Teil dieser Imagination ist das imaginäre Geld der Finanzwelt, das hin und her geschoben wird, ohne wirklich zu existieren. Der Erzähler macht sich dieses Geld nutzbar, indem er damit seine diversen Häuser bauen lässt. Er spielt mit seiner Identität, passt sie an das jeweils neue Haus an und ist imstande, mit einem Schlag alles auszulöschen, ohne Spuren zu hinterlassen. Wenn er Spuren hinterlässt, so tut er es aus Absicht, um verfolgt werden zu können und auf diese Weise von einem Abenteuer ins nächste zu stürzen. "Robinsons blaues Haus" ist eine unterhaltsame Geschichte, wenn auch nicht leicht zu durchschauen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Borux am 17. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Schon im Titel des Romans ist ein Widerspruch angelegt, Robinson und Haus, wie passt das zusammen? Und ein Robinson, der in der Welt umherzieht ist auch nicht gerade typisch für Abenteurer dieser Art! Der Roman ist das als Schlusspunkt seines Oeuvres deklarierte Alterswerk des Autors, der als eigenwilliger Vertreter der phantastischen Literatur gilt. Es geht recht bunt zu in diesem Buch, was die Farbe blau anzudeuten scheint, die symbolisch ja für Ferne, Sehnsucht und Klarheit steht, als Hausanstrich aber eher selten vorkommt. Hier deutet blau auch auf die Südseelagune hin, die sich dem Blick bietet im letzten Haus des Protagonisten, das Paradies auf Erden für Robinson. Der immer auf der Flucht ist und immer auf der Suche nach einer Bleibe, die ihn verbirgt und schützt, die ihm vertraut ist, in der sein Glenfiddich auf ihn wartet, sein unverzichtbarer Single Malt Whisky als Symbol für Geborgenheit und Behaglichkeit.

Ernst Augustin ist ein literarischer Zauberer, der uns Vieles, Großartiges zeigt, uns damit verblüfft und dann ratlos zurücklässt. So ist denn das bloße Zeigen, wie er selbst erklärt hat, seine typische Arbeitsweise, der Rest ist Aufgabe des Lesers. So wie beim Stummfilm, wo man nur Bilder sieht und der Ton als Ergänzung fehlt. Wer den wunderbaren, vielfach prämierten Stummfilm "The Artist" gesehen hat, wird zugeben müssen, dass Minimalismus dieser Art bestens funktionieren kann. Der Autor war als Neurologe und Psychiater tätig und hat die Welt bereist, seine Sehnsucht nach der Ferne ist deutlich zu spüren in diesem Roman, und auch Häuser und Architektur gehören ganz offensichtlich zu seinen Lieblingsthemen.
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