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Robinson Crusoe: Roman: Ungekürzte Ausgabe
 
 
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Robinson Crusoe: Roman: Ungekürzte Ausgabe [Gebundene Ausgabe]

Daniel Defoe , Hans Reisiger , Grandville
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 568 Seiten
  • Verlag: Manesse-Verlag (1. Juli 1957)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3717510924
  • ISBN-13: 978-3717510925
  • Originaltitel: The Life and Strange Surprising Adventures of Robinson Crusoe of York, Mariner
  • Größe und/oder Gewicht: 15,3 x 9,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 292.909 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Robinson Crusoe
OT The Life and Strange Surprising Adventures of Robinson Crusoe, of York, Mariner. Written by himselfOA 1719 DE 1720 Form Roman Epoche Klassizismus
Das Leben und die seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe, eines Seemanns aus York gehört zu den großen Romanen der Weltliteratur und ist gleichermaßen ein beliebtes Jugendbuch. Daniel Defoe vereint unterschiedliche Formen zeitgenössischer Literatur wie Robinsonade, Abenteuerroman, Reisebericht, Utopie, Bekehrungsliteratur und Seelentagebuch zu einem neuen Ganzen. Angeblich nur der Herausgeber des Werks erhebt Defoe im Vorwort Anspruch auf Authentizität des Geschilderten und grenzt den Roman explizit zu der bis dato üblichen Form der fiktiven Romanze ab. Die Authentizitätsfiktion entwickelte sich seitdem zum entscheidenden Merkmal des Romans.
Entstehung: Defoe griff z. T. auf zeitgenössische Quellen zurück, u. a. auf die Erlebnisse des Matrosen Alexander Selkirk und einen Bericht von Robert Knox. Selkirk hatte jahrelang auf der Pazifikinsel Juan Fernandez gelebt, bevor er 1709 von Kapitän Woodes Rogers gerettet wurde, Knox hatte 19 Jahre auf Ceylon in Gefangenschaft verbracht und 1681 einen Bericht über seine Erfahrungen veröffentlicht.
Inhalt: Der fiktive Erzähler Robinson Crusoe schildert seine Reiseerlebnisse aus der Retrospektive. Robinson, Sohn eines Kaufmanns aus York, der gegen den Willen der Eltern zur See fährt, besteht dort einige Abenteuer und wird nach einem Schiffbruch als einziger Überlebender auf eine einsame Insel verschlagen. Detailliert schildert er, wie er sich mühsam auf der Insel einrichtet und sich nach und nach seine eigene »Zivilisation« schafft. Sein Überleben sichert sich Robinson durch Ausdauer, Geschicklichkeit und Beobachtungsgabe, jedoch auch durch ein neu gewonnenes Gottvertrauen. Eines Tages rettet er einem Eingeborenen das Leben, nennt ihn Freitag, erzieht ihn zu einem Diener und bekehrt ihn zum Christentum. Nach über 28 Jahren wird Robinson von einem englischen Kapitän gerettet und nimmt Freitag nach England mit.
Wirkung: Der Roman lässt in seiner Vielschichtigkeit unterschiedliche Deutungsschwerpunkte zu, was die Rezeptionsgeschichte des Werks zeigt. Als Robinsonade grenzt sich Robinson Crusoe von seinen Vorgängern ab, weil Crusoe auf seiner Insel keine alternative Lebensform entwickelt, sondern die europäische Zivilisation nachzubauen versucht. Indem er auch den Eingeborenen Freitag dem zivilisatorisch-europäischen Ideal unterwirft, wird das für die Zeitgenossen aktuelle Thema des Kolonialismus zu einem wichtigen Aspekt des Romans.
Das Werk kann auch als Utopie vom einfachen Leben gelesen werden. Der sich zunehmend arbeitsteilig entwickelnden Gesellschaft des frühkapitalistischen England tritt Robinson als Universaltalent entgegen, das auf seiner Insel für Geld keine Verwendung hat. Die Zielstrebigkeit, mit der sich Robinson die Insel aneignet, und sein Pragmatismus lassen ihn andererseits als Homo oeconomicus erscheinen, den Prototyp des aufstrebenden Unternehmers und Kolonisators des 18. Jahrhunderts.
Die Ähnlichkeit mit einem puritanischen Seelentagebuch (spiritual autobiography) lässt auch eine religiöse Interpretation des Werks zu. Robinson führt ein Inseltagebuch, in dem er auf der Suche nach dem Sinn seines Schicksals seine Bekehrung zum Glauben schildert. Nicht zuletzt führt Robinson Crusoe als zentrales Thema vor Augen, dass der Mensch mithilfe von Gottvertrauen, Ausdauer, Tat- und Willenskraft Widerstände der Natur überwinden kann.
Autoren wie der Pädagoge Joachim Heinrich Campe (1746–1818), Jules R Verne, Robert Louis R Stevenson und der Schweizer Johann David Wyss (1743–1818) ließen sich von Robinson Crusoe inspirieren. Das Werk erfuhr zahlreiche Nachahmungen, ebenso entwickelten sich die sog. Robinsonaden, von denen Die Insel Felsenburg (1731–43) von Johann Gottfried R Schnabel am bekanntesten ist. Defoe schrieb mit Die weiteren Abenteuer des Robinson Crusoe (1719) und Ernstliche und wichtige Betrachtungen des Robinson Crusoe, welche er bei den erstaunungsvollen Begebenheiten seines Lebens gemacht hat (1720) zwei Fortsetzungen des Romans. Die erste beschreibt Robinsons Rückkehr auf die Insel, in der zweiten, weitgehend unbekannten Forstsetzung setzt Defoe die Inselerfahrungen des Robinson in gleichnishaften Bezug zu seinem eigenen Leben. K. F.

Kurzbeschreibung

Seit Defoes Roman im Jahr 1719 erschien, wurde Robinson Crusoe für Generationen zum Inbegriff des Abenteurers. Die Geschichte des ganz auf sich gestellten Menschen, der sich in der Wildnis eine neue Existenz erschaffen muss, erwies sich als zeitlos die Phantasie beflügelndes Thema, wirft sie doch grundlegende Fragen nach dem Wesen des Menschen und der Zivilisation auf.

Seit Rousseau den «Robinson Crusoe», vierzig Jahre nach dessen Erscheinen, als Lehr- und Lesebuch für die Jugend gepriesen hat, sind unzählige Bearbeitungen und Nachahmungen dieses Werkes erschienen. Sie alle schildern die Abenteuer des jungen Mannes, der der Geborgenheit des Elternhauses und einer bürgerlichen Laufbahn entflieht, um dann nahezu dreißig Jahre als Schiffbrüchiger auf einer einsamen Insel nahe der Orinoko-Mündung zubringen zu müssen.

Doch erst in der originalen, ungekürzten Fassung wird das Anliegen sichtbar, das Daniel Defoe (1660–1731) wohl vor allem am Herzen lag: die Darstellung der inneren Wandlung Crusoes. Während sich in der Entwicklung des einsamen Insulaners vom Jäger zum Hirten und schließlich zum Ackerbauern der Gang der menschlichen Zivilisation im kleinen spiegelt, geht die wesentliche Veränderung in Crusoes Charakter vonstatten: Vom gedanken- und gottlosen Seefahrer wird er zum humanen Aufklärer, vom lebensbegierigen jungen Hitzkopf zum reifen, seiner Verantwortung bewussten Mann. Erst durch diese Dimension gewinnt der Roman, mit dem Defoe sechzigjährig zu Weltruhm gelangte, seine wahre Kraft.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Können Sie sich vorstellen, 28 Jahre, 2 Monate und 19 Tage mehr oder weniger allein auf einer Insel zuzubringen, die - im Gegensatz zur allgemeinen Überzeugung - gar nicht so einsam ist und - was nautische Maßstäbe angeht - im Grunde nur einen Steinwurf vom rettenden Festland entfernt liegt? Pech, dass Sie weder die Erfahrung noch die nötige Hilfe haben, um ein Boot zu bauen, das Sie aus dieser verzweifelten Lage erretten könnte. Und nachdem Sie sich einigermaßen eingerichtet und ihren Lebensunterhalt gesichert haben, müssen Sie sich auch noch mit wildgewordenen Kannibalen herumschlagen ... Ich denke, das grobe Gerüst der Robinson-Story ist beinahe jedem bekannt. Nach den zahlreichen Bearbeitungen und Kürzungen, die der Text von Daniel Defoe im Laufe der Zeit erfahren hat, ist es geradezu ein Muss, diese ungekürzte, unverfälschte Fassung zu lesen. Glauben Sie mir, Sie werden einige Überraschungen erleben! Will sagen: Das Buch beinhaltet erheblich mehr Stoff, als gemeinhin bekannt ist; sowohl vor als auch nach Robinsons schicksalhafter Seereise, die ihn per Schiffbruch an die Gestade seiner Insel wirft. Kritisch anzumerken wäre bestenfalls, dass das "Hinterher" doch leicht ermüdend wirkt. Nachdem nämlich der Protagonist aus seiner Gefangenschaft befreit und nach Europa zurückgekehrt ist, langweilt Defoe uns (ich muss es so deutlich sagen) mit der umfangreichen Beschreibung einer Reise zu Pferd von Lissabon nach London, obwohl das Buch an dieser Stelle eigentlich schon längst zu Ende ist. Was soll's ... Für mich liegt die Faszination dieser Geschichte in erster Linie darin, sich immer wieder die unglaubliche Zeitspanne ins Bewusstsein zu rufen, die Robinson auf der Insel verbracht hat. Wenn man diese Zeitspanne dann wie ein Lineal am eigenen Lebenslauf anlegt, dann wird einem erst bewusst, wie lang 28 Jahre wirklich sind. In meinem ganz persönlichen Fall wäre das zum Beispiel die Zeit von meinen Kindergartentagen bis heute. Eine erschreckende und gleichzeitig atemberaubende Vorstellung, so lange von jeglicher Zivilisation getrennt und nur auf sich selbst gestellt zu sein ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von helmut seeger TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Robinson Crusoe" ist neben dem späteren "Gulliver" von Swift der "erste moderne englische Roman" und generell einer der bedeutendsten Romane der Weltliteratur.
Das ganze als Jugendbuch zu verkaufen ist genau wie bei Swift grandioser Blödsinn, da der Roman über den Abenteuerroman weit hinausgeht und virtuos eine Reihe von Gattungen vermischt (den Bekehrungsroman rechne ich ausdrücklich nicht dazu, da Defoe zwar eine christliche Grundhaltung hat, aber an mehreren Stellen durchaus kirchenkritische Tendenzen an den Tag legt; den Vorwurf des Missionierens kann man Robinson keinesfalls machen).
Da ist zunächst die tagebuchartige Erzählweise - "Robinson" berichtet von seinen Anfängen bis zur Niederlassung in Brasilien als Zuckerrohrfarmer und schließlich seinem Aufbruch zu der Reise, deren Schiffsunglück ihn als einzelnen Überlebenden auf die berühmte einsame Insel verschlägt.
Der erste Teil des Romans beschäftigt sich hauptsächlich damit, wie Robinson sein Leben auf dieser Insel einrichtet, die ihm 26 Jahre zur Heimat wird, wie er Tiere züchtet, eine Landwirtschaft aufbaut, Häuser, Barrikaden und Werkzeuge baut usw. Das klingt langweilig, ist aber in einer fesselnden Diktion geschrieben, die einen von Anfang bis Ende in den Bann zieht.
Die Beziehung zu "Freitag", den er schließlich vor auf der Insel landenden Kannibalen rettet und deren Entwicklung nimmt nur ein paar Seiten ein. Nachdem sich am Ende seines Aufenthalts die Ereignisse überschlagen und nach einer Reihe von Kämpfen auf der Insel schließlich von einem englischen Schiff aufgenommen wird, ist erst die Hälfte des Romans um.
Seine Rückkehr nach England und seine Heirat sind nicht von Dauer, da er von der Reisetätigkeit nicht lassen kann. Schließlich kehrt er wieder auf die Insel zurück, um sich die zwischenzeitliche Kolonisierung der Insel schildern zu lassen.
In der zweiten Hälfte des Romans entwickelt sich der Protagonist daher zu einer Art modernem Marco Polo, der Indien, China und Russland bereist und am Ende als wohlhabender Kaufmann nach England zurückkehrt.
Dies ist ein Roman, der auf der einen Seite zwar voller "Action" ist und somit als Abenteuerroman durchgehen könnte, der aber auf der anderen Seite auch psychologische Einsichten sowie ein Porträt des kolonialen Empire wie der asiatischen Mächte im 17. Jahrhundert bietet und am Ende einen fast prophetischen Blick auf die Schwierigkeiten des russischen Zarenreiches bietet.
Außerdem lassen sich bei Defoe, auch wenn er nicht die philosophische Tiefe von Swift erreicht, die Entstehung von Macht und Herrschaftverhältnissen studieren sowie die Entwicklung sozialer Strukturen eines Gemeinwesens nachvollziehen. Das ganze wie gesagt, ohne eine Seite zu langweilen.
Es gibt in der klassischen Literatur nicht allzu viele Beispiele für ein so facettenreiches Werk mit einem vergleichbaren Grad an Unterhaltsamkeit.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr gut 31. Juli 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Ich dachte immer ich würde die Geschichte kennen, doch als ich das Buch las, merkte ich wie unwahr das war! Man kennt die Geschichte aus Filmen. Das Buch aber ist ganz anders.
Daniel Defoe beschreibt hier die Geschichte eines Mannes der über 28 Jahre, davon der grösste Teil alleine auf einer Insel leben muss und dabei das Überleben und das Dankbarsein lernt.
Mann hat das Buch im nu durchgelesen und ist fasziniert von der Geschichte. Ich werde wohl auch die Fortsetzung lesen, die wie mann im Buch erfährt, seinerzeit noch beliebter und bekannter als das erste Band war!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Robinson
Das Buch enthält nur den ersten Teil der Robinson Crusoe Geschichte und ist dafür zu teuer. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Harry Busch veröffentlicht
Ein sehr edles Geschenk!
Ich habe dieses Buch an jemanden verschenkt, der dieses Buch als Kinderbuch früher hatte und es war ein Supererfolg! Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Suzan veröffentlicht
Robinson Crusoe begeistert auch heute noch
Ich habe die Geschichte von Robinson Crusoe als junger Mensch wahrlich verschlungen. Nun haben meine Frau und ich unserem Enkel (11) das Buch unter den Weihnachtsbaum gelegt und -... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Februar 2009 von R. Gödecker
Vielschichtig, prägnant, geistreich
Als Sohn eines Fleischers unter dem Namen Daniel Foe geboren, sollte er auf den Willen seines Vaters Geistlicher werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2008 von Tark
Länger ist nicht immer besser!
Eine originalere Version in etwas ungewohnter Sprache, die Geschichte lebhaft erzählt; viele Dinge im Original, die man aus sonstigen Nacherzählungen, Verfilmungen etc. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. März 2008 von Kritischer Leser
Sehr Gut!!!
Ein wichtiger und wirklich fesselnder Klassiker! Schade, dass dieses Buch immer wieder als Kinderbuch abgestempelt wird, denn das ist es überhaupt nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Mai 2007 von M. Henning
Reif für die Insel
Abenteuerliteratur war und ist wohl für viele Leser der Wegbegleiter ins Leben.

Auch ich habe als Jugendliche und wenn ich ganz ehrlich bin, so auch noch heute,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2007 von Heike Geilen
Robinson Crusoe
Ein sehr liebevoll aufgemachtes Büchlein.(Kleinformat)
Sehr angenehm zu lesen, viele passende Zeichnungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juni 2003 von Thomas Ertl
Eine Ausgabe für anspruchsvolle Leser !
Als alte Leseratte habe ich den Robinson Crusoe zum ersten Mal bereits im Alter von 10 Jahren gelesen, und zwar nicht nur einmal, sondern mehrmals, in verschiedenen für die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2001 von Allan RADESEY
Einfach toll!
Wie dieses Buch die Abenteuer des Robinson Crusoe beschreibt, ist einfach phnatastisch. Sein Überlebeskampf auf der einsamen Insel ist spannend, seine Freundschaft mit Freitag... Lesen Sie weiter...
Am 5. Oktober 2000 veröffentlicht
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