Seit "Gladiator" ist es eigentlich klar, dass ein Ridley Scott Historienfilm nur mit der Musik von Hans Zimmer richtig gut ist. Zumal wenn wie bei "Robin Hood" Russell Crowe wieder die Hauptrolle spielt.
Marc Streitenfeld war mir jedenfalls kein Begriff, als ich den Namen des Komponisten zu "Robin Hood" sah und der Anfang des Scores (die ersten drei Tracks) ist auch alles andere als toll.
Track 1 "Destiny" ist einfach durchwachsen, Track 2 "Creatures" ist Musik für einen Horrorfilm oder einen Thriller, aber nicht einen Historienfilm, Track 3 "Fate has smiled upon us" Ähm wer bitte hat die "Transformers" hier rein gelassen? Denn wer die Musik vom ersten "Transformers" kennt, wird sich hier an Musik vom Ende dieses Films erinnert fühlen.
Ab Track 4 "Godfrey", wirds dann aber deutlich besser, nicht zuletzt, weil ab und an ein Dudelsack positiv an "Braveheart" denken läßt. Auch in Folge paßt Streitenfelds Musik perfekt zu einem Historienfilm, weil er unter anderem in seiner Orchestrierung auch viele mittelalterliche Instrumente verwendet, wie z.b. die Querflöten, die damals gespielt wurden.
Trotzdem. Streitenfeld ist kein Komponist, dessen Musik ohne weiteres auch ohne den Film für sich stehen kann, sondern es ist Musik, die klar nach Auftragsarbeit klingt. Sie untermahlt und unterstützt den Film, aber das wars. Das seine Musik als Kunstwerk für sich stehen kann, auch ohne den Film, wie z. B. die eines Hans Zimmer, scheint nicht Streitenfelds Ambition zu sein.
Daher ist "Robin Hood" ein KANN Soundtrack für Sammler von Soundtracks, aber definitv KEIN MUSS, wie z.B. die Historienfilmscores zu "Gladiator", "Braveheart" oder "King Arthur".