Was versteht man unter der Legende von Robin Hood? Ein Gesetzloser Mann, der mit weiteren Gesetzlosen in einem Wald lebt. Ein Bogenschütze dessen Zielgenauigkeit eines Scharfschützen gleicht. Ein ehrgeiziger Kämpfer, der für Freiheit und Gerechtigkeit kämpft. Ein barmherziger Dieb der sowohl Lieferungen als auch Adelige beraubt um armen, verhungernden Menschen spenden zu leisten. Von all dem ist hier nicht die kleinste Spur. Das ist die Vorgeschichte als er noch als Ritter durch die Gegend marschierte und sich durch die Niederlage des Königs Richard Löwenherz heimlich der Schlacht entzog um ein wohlgesonnenes Leben zu führen. Zu diesen Zeitpunkt dachte Ich mir jetzt geht es mit der Robin Hood Legende richtig los. Falsch. Es geht nur um Bürgerkrieg, Angriff der Franzosen und die Naivität des Königs. Emotionsmäßig gibt es nix positives zu sagen. Die Gefühle zwischen Robin und seiner Liebhaberin bestehen im gesammten Film nur aus eins, zwei kleinen Küsschen in Form eines Kinder / Teenager geknutsche. Zwar wird Robins Vater und sein elendes Schicksal auch erwähnt, aber das sind nur kurzgefasste Zwischenszenen mit einer leicht verzogenen Grimasse ohne tiefe Trauer. Er wird nicht als verehrter Held dagestellt mit Strategien und Stärken wie zB William Wallace (Mel Gibson) in Braveheart. Eher wie ein normaler Bürger, der bloß etwas mehr Mumm in den Knochen hat als die anderen. Es kommen zwar auch Gesetzlose vor, welche sich im Wald verkriechen, aber diese lachhafte Nummer hätten die sich sparen können. Denn es sind nix weiter als kleine Kinder (ca. Grundschulalter), die auf Ponys reiten. Dies gilt für mich als Bedeutungslos (und lächerlich), da diese Kurzen keinerlei Zusammenhang mit der Geschichte haben und nur kurzfristig erwähnt werden. Genauso wie seine Mitgefährten. Die sieht man so gut wie gar nicht und wenn doch stehen die nur blöd herum und geben keinen Mucks von sich. Der Sheriff von Nottingham, welcher in JEDER Robin Hood Geschichte als Erzfeind anerkannt wird und eine sehr große Rolle spielt, kommt nur ganz kurz vor und es besteht keine feindlichkeit. Er trägt zwar den Name Sheriff, aber gehört praktisch nicht zur königlichen Garde, da er bei einem Dorf Attentat selbst in Angst verfällt und angegriffen wird. Das ist alles völlig absurd. Es wird nicht viel gesprochen bzw. die Sätze sind kurz und werden nur ausgesabbert ohne Ernsthaftigkeit und Emotion. Vom Bild her schauen alle wie faule Langweiler aus, welche auf einem Depri Trip sind. Charaktermäßig kann man also sagen es verhalten sich alle so als hätten Sie schlechte Laune und kein Bock den Film zu drehen. Augenblicke in denen er den Langbogen hält, was ihn nun mal zu Robin Hood macht, kann man als Zwischenszenen bezeichnen, denn die Hauptwaffe ist das Schwert. Die Schlachten waren für mich eher zum gähnen, denn es waren keine Kämpfe mit richtiger Spannung und Action. Ausserdem waren es nur wenige und diese liefen sehr kurz. Mit dabei konnte man sich nicht die Kämpfe der gesammten Truppen ansehen. Es wurden so gut wie nur die paar wenigen, kleinen Hiebe von Robin Hood gezeigt. Der Rest lief im Hintergrund.
-Fazit-
Nette Idee mal die Vorgeschichte zu verfilmen. Aber es ist kein Knaller, denn von dem was man unter Robin Hood versteht ist nicht mal ein Hauch zu erkennen. Verglichen mit dem Film Robin Hood - König der Diebe (Kevin Costner) und dessen kurzgefasstes Vorgeschite hat es überhaupt keinen Zusammenhang. Der Film steht auf dem Niveau 0815 und gilt für mich bloß als einigermaßen interessant. Hätte Ich im vorraus gewusst, dass der Film so Spannungs,- Charakter,- Bedeutungs,- und Emotionslos ist, hätte Ich meine Zeit nicht dafür vergeudet.