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Romantik , da ist sich die Leserin von Tieck, E.T.A. Hoffmann und Jean Paul sicher, Romantik „ist emotional weit komplexer, als wir oft glauben. In diesen Stücken findet sich so viel Schmerz und Tragik, aber auch so viel an fast kauzigem Humor. Nur wer hier an Grenzen geht, wird dem gerecht, denn Schumann ist vielleicht der Komponist, bei dem die schwarzen Punkte auf weißem Papier am wenigsten dem entsprechen, was letztlich gesagt werden soll!“
Carolin Widmann, gebürtige Münchnerin, ist dem großen Sachsen inzwischen auch räumlich nahe: Seit 2006 unterrichtet sie als Professorin an der Musikhochschule in Leipzig. Allein fünf Konzerte bringt sie dieses Jahr zur Uraufführung, darunter am 11. September ein speziell für sie geschriebenes Werk von Wolfgang Rihm mit dem Gewandhaus- Orchester unter Leitung von Riccardo Chailly. Als Moderne-Spezialistin möchte sie sich dennoch nicht verstanden wissen. Jetzt weniger denn je: „Die Beschäftigung mit dem klassischen Repertoire läuft bei mir immer parallel. Letzten Endes geht es in der Musik doch immer um das Gleiche, Elementare. Alle bedeutenden Komponisten wissen das.“
These are riveting performances. In Schumann’s first two violin sonatas Widmann and Várjon yield to no one in Romantic ardour, colouristic subtlety and soaring freedom from the bar-line. And they make an eloquent case for the troubled Third Sonata.
Richard Wigmore, Gramophone
To make such an utterly compelling case for music that has lain on the margins of the repertoire is a remarkable achievement, but that’s just what Carolin Widmann and Dénes Várjon achieve here. They do so without any sense of special pleading – these are just two outstanding artists delivering performances that are the most convincing and eloquent I have ever encountered of this music. …
Very warmly recommended.
Nigel Simeone, International Record Review
Preis der deutschen Schallplattenkritik :
Bestenliste 4/2008
Stereo:
CD des Monats
Ensemble:
Die 5-Sterne-Aufnahme
Musik & Theater :
Meilenstein
Die Zeit:
Kompromisslos und radikal leuchten Carolin Widmann und ihr Begleiter Dénes Várjon in die seelischen Abgründe dieser fiebrigen, großen Spätwerke.
Carsten Dürer, Ensemble:
Auch wenn Carolin Widmann einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Moderne, auf Uraufführungen gelegt hat, ist sie vor allem eines; eine immens sensible Künstlerin, die niemals leichtfertig mit irgendeinem Repertoire umgeht. Und dass ihr kammermusikalischer Partner, der ungarische Pianist Dénes Várjon, ihr dabei in nichts nachsteht, ist ein Glücksfall. Denn auf diese Weise entsteht in dieser nun vorliegenden Debüt-CD der Geigerin und Várjons bei ECM mit Schumanns Violin-Sonaten ein derartig sensibles Bild dieser hochromantischen Sonaten, dass man glaubt, sie vielleicht noch niemals so intensiv und durchdrungen gehört zu haben.
Maria-Elisabeth Ranft, „Klassik-Zeit“ hr2-kultur:
Carolin Widmann und Dénes Várjon gehen mit ihrer Debüt-CD bei ECM volles Risiko ein. Ihre Neu-Einspielung der drei Schumann-Violinsonaten zeigt uns den Komponisten am Ende seines Lebens in seiner tragischen Zerrissenheit. Sensibel, mit großem Sinn für Farben und Klänge und geschult durch den Umgang mit zeitgenössischer Musik zeichnen die beiden jungen Musiker ein atemberaubendes Psychogramm, das den Romantiker durchaus modern erscheinen lässt.
Hanspeter Krellmann, Neue Musikzeitung:
Carolin Widmann und ihr Klavierpartner Várjon legen in ihrem Vortragsprozess eindringlich eine diesen Sonaten inhärente kontroverse Charakteristik frei. So resolut wie hingebungsvoll wirken beider Interpretationsansätze und klingende Wiedergaben. Die der ersten Sonate reflektiert die quasi schulmäßige, dreisätzige Form in der Haltung eines nahezu seraphischen Lyrismus. Dagegen fordert die viersätzige zweite Sonate von den Spielern den sich vital auslebenden, in sie einkomponierten konzertanten Großgestus. Ihm bleibt das Duo nichts schuldig. …Die dritte Sonate ist, zumal auf Grund ihrer Brüche und klanglichen Schroffheiten, die Carolin Widmann voll nutzt, Schumanns interessanteste. … Dieser musikalischen Komplexität stellt sich das Interpreten-Duo Widmann/Várjon und stürzt sich mit nachwirkender Attacke in die von Schumann beschworenen Herausforderungen. Dank solcher Darstellung macht diese immer noch wenig beachtete Sonate die Schumann-CD von ECM zum einleuchtenden Ereignis.
Reinmar Wagner, Musik & Theater:
Die Geigensonaten wurden zwar immer mal wieder eingespielt, auf die zündende, gültige, umfassend gelungene Einspielung … haben wir aber bis jetzt warten müssen. Carolin Widmann und Dénes Várjon, seit 2004 ein Duo, haben uns nun erlöst: unwiderstehlich, meisterhaft, wunderschön…Und siehe da, unglaublich, was man alles finden kann in diesen Sonaten: Aus Schumanns Sätzen werden detailreiche Collagen, zusammengehalten durch den unbedingten Ausdruckswillen dieser beiden Musiker, und ein Repertoire an klanglichen und technischen Möglichkeiten, das keine Limiten kennt und geleitet wird von einem unbedingten Forscher- und Entdeckerwillen, der wirklich eindringt in die tiefsten Schichten dieser Werke.
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