Auf der Suche nach etwas zum Lesen im Zug fand ich im Bahnhofskiosk dieses dünne Taschenbuch mit einem rauschebärtigen jungen Typ auf dem Titelbild. Das soll der reiche Robert Bosch vom Zündkerzen-Imperium gewesen sein? Tatsächlich stellte sich beim Lesen ein Aha nach dem andern ein, was den Firmenchef zunehmend sympathisch machte. Wie er der Braut seinen Sozialismus erklärt, wie er bei den württembergischen Industriellen lange als der "Rote Bosch" verschrien ist, bis auch seine Firma von einem wilden Streik getroffen wird, ist spannend geschildert. Private Katastrophen kommen dazu: Tod des Sohns, Tod des Nachfolgers beim Probeflug des Riesenbombers, Aufstand der Töchter, Selbstmord des Schwagers in der Firma, Scheidung von der ersten Frau. Neben den vielen Fotos wird sogar die urige Technik für Autofahrer mit einfachen Skizzen erklärt. Die Buchkritiker oben haben Recht: echte fünf Sterne.