Ein Journalist zieht nach einer gescheiterten Beziehung für ein Jahr nach Spitzbergen, um über das dortige Leben zu berichten und wieder zu sich selbst zu finden. Nur 1.100 Km vom Nordpol entfernt passt er sich dem rauhen, isolierten Leben an und findet in die eng verschworene Dorf-Gemeinschaft hinein, in der andere Gesetze gelten: wer im Eis verloren geht, erfriert. Wer kein Gewehr dabei hat, kann von Eisbären angefallen werden. Hier steht jeder für jeden. Doch es gibt Geheimnisse - die geheimen Gräber, zu denen sich Alle ausschweigen und die aber die Ursache für die mysterösen Unfälle im Kohlebergwerk sein sollen. Schließlich startet er auch noch eine Affaire mit Torill, der Frau des Riesen Tore. In dieser Gegend setzt er damit sein Leben aufs Spiel...
Späth vermittelt gut die Atmosphäre der Abgeschiedenheit, die Depressionen während der halbjährlichen Finsternis, das Alltagsleben im Eis und die ständige Gefahr durch Eisstürme, Unfälle oder eindringende Eisbären. Die Story selbst ist relativ einfach konstruiert, der Ton stellenweise rauh, so wie es sein muss, und Männer noch Männer und Frauen noch Frauen. Späth beschreibt das ruhige, einsame Leben im Norden lebensnah und mit viel Insider-Wissen. Ich fand's schön.