Robben Ford New Morning Paris Concert 2001 - das war das legendäre Konzert in der Vierer-Besetzung
mit Keyboarder Louis Pardini an der Korg-Orgel, dem fantastischen Bassisten Jimmy Earl und dem kreativen Drummer Brannen Temple.
Die bei inakustik 2005 erschienene DVD hat eine Laufzeit von 114 Minuten, wobei der Konzertteil durch einen Interviewteil mit Robben Ford ergänzt wird.
Der Mitschnitt selbst ist von sehr hoher Qualität, wenngleich auch in 4:3 NTSC, der Ton ist wahlweise Stereo oder Dolyb 5.1 wählbar. Der Region Code 0 (Codefree) ermöglicht das Abspielen auf den meisten Playern.
Wenn man die DVD einlegt, sollte man bereits etwas Zeit mitbringen, denn die dichte, packende Live-Atmosphäre nimmt einen sofort in Beschlag und man erlebt mit, wie diese Musiker einen sehr dichten, vielseitigen Sound produzieren und das Publikum im Sturm erobern.
Alle 12 Songs sind von exzellenter Qualität, den Höhepunkt jedoch bildet zweifelsfrei die 14-minütige Livefassung von Help the Poor, die den einzelnen Instrumentalisten Freiraum für ergiebige Improvisationen und ausgefeilte Soli bietet. Wer glaubt, Help the Poor zu kennen, wird seine Ohren mit einer ziemlich flott gespielten Fassung überraschen, die noch mehr Jazz-Elemente enthält, als in den sonst verbreiteten Mitschnitten. Der geübte Gitarrist mit Jazz-Background hat hier sein Aha-Erlebnis, welche Substitutionen möglich sind, genauso, wie der Bluesbassist erkennt, dass die Öffnung in Richtung Slapping und Fingerstyle Picking das Bassspielen sehr bereichern kann.
Diese DVD gehört nicht zu denen, die man sich einmal anhört und dann in die Ecke stellt. Ich habe sie in den letzten zwei Wochen mehrfach laufen lassen und entdecke immer wieder Neues.
Robben Ford at his best, würde ich sagen.