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Robert Roy McGregor ist kein Räuber, sondern ein Highlander mit hohem Anspruch an die eigene Ehre. Um seinem Clan bessere Zeiten zu ermöglichen, will er ein günstiges Viehgeschäft machen und leiht sich zu diesem Zweck 1000 Pfund von dem arroganten englischen Edelmann Montrose (wunderbar gespielt von John Hurt). Aber es kommt, wie es kommen muß: das Geld wird bei der Übergabe gestohlen - und McGregor als der mittellose Schuldner soll in den Schuldturm. Um seine Unschuld zu beweisen und seine Ehre zu bewahren, muß er jedoch frei sein und flieht in die Highlands. Was nun folgt, ist eine mitreißende zweistündige Geschichte, die natürlich mit einem Entscheidungsduell der beiden Hauptgegner endet: McGregor und einem einfach ekelhaft-genial von Tim Roth verkörperten Emporkömmling, der sich mit seinen Fechtkünsten in den Dienst Montroses gestellt hat - und in Wirklichkeit einer der beiden Diebe der 1000 Pfund ist.
Der Film bleibt in den Schranken der Klischees und Konventionen des historischen Abenteuerfilms; er ist nicht eigentlich originell (wie z.B. Cyrano de Bergerac). Aber das macht nichts, denn er ist einfach umwerfend gut gemachtes historisches Kino, das überzeugt und emotional mitreißt. Liam Neeson spielt den edlen, aber auch starrsinnigen McGregor mit Schwung und Tiefe, seine Gefährtin (Jessica Lange) und alle anderen Nebenrollen sind ebenso gut besetzt. Wie so oft sind die Bösewichte aber auch hier die eigentlich interessanteren Rollen, und besonders Tim Roth liefert mit seiner höfisch-tuntelnden Fiesheit eine absolute Glanzleistung.
Der Film ist etwas für einen wirklich genußvollen Heimkinoabend. Wer Spaß daran hat, kann sich auf der englischen Tonspur den Film im herrlichen schottischen Dialekt anhören, den sich für diesen Film auch die nichtschottischen Schauspieler/innen angeeignet haben (und dabei zum Teil schottischer sprechen als viele Schotten).
Für mich jedenfalls läßt Rob Roy den etwas bekannteren Braveheart weit hinter sich.
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