Inhalt:
Fong, Octopus und Landlord sind drei Looser und chronisch in Geldnot. Abhilfe soll die Entführung eines Babys für einen geheimen Auftraggeber schaffen. Obwohl anfangs nicht begeistert, ziehen sie den Coup dennoch durch. Leider wird Landlord hierbei wegen eines Verkehrsdeliktes verhaftet. Dieser kennt jedoch als einziger ihren Auftraggeber und so müssen sich die übrigen erst mal um den Kleinen kümmern bis Landlord wieder entlassen wird. Inzwischen hetzt der Gangsterboss neue Schurken auf das Baby an, um diesen habhaft werden zu können, da er es für seinen Enkel hält. Es kommt, wie es kommen muss; Fong und Octopus schließen den kleinen Wonnepropen ins Herz und der Ärger ist vorprogrammiert.
--------------------------------------------------------------------------------
Kritik:
Jackie Chan kehrt hier mal wieder zu seinen Ursprüngen zurück, Action und Martial-Arts kombiniert mit Comedy. Die Story ist dabei an sich ja nicht neu, "Drei Männer und ein Baby" ist schließlich jeden noch ein Begriff. Dennoch gelingt es ihm, hier eine unterhaltsame Komödie aus dem Ärmel zu zaubern. Obwohl dies nicht so ganz stimmt. Nach eigenen Angaben, bezweifelt Jackie Chan sehr, noch einmal mit einem Kleinkind einen Film drehen zu wollen; Zitat:" Ein Tier kann man dressieren, mit einem Baby geht das nicht". Offensichtlich war der Dreh kein Zuckerschlecken, den Spaß daran scheint das insgesamt jedoch nicht beeinflusst zu haben. Neben den unvermeidlichen Windelgags und eine tollen Verfolgungsjagd kommen einige recht drastische Einfälle hinzu, so muss der kleine einen Waschgang in der Waschmaschine und einen kurzen Aufenthalt im Kühlschrank über sich ergehen lassen. Keine Sorge, dem Baby geht´s gut. Auch der Ausflug in den Vergnügungspark ist recht rasant inszeniert. Kurz vor dem Finale wird's noch mal dramatisch. Mr. Chan kann es offensichtlich nicht lassen, alle Welt von seinem dramatischen "Können" überzeugen zu wollen. Leider ist das mal wieder eine der weniger gelungenen Szenen des Filmes, da diese Szenen jedoch recht kurz sind, kann man wohlwollend darüber hinweg sehen. Positiv ist ebenfalls, dass Charlene Choi nur eine kleine Nebenrolle bekommen hat (sie war ursprünglich gar nicht vorgesehen). Sie scheint inzwischen leider Stammgast bei JCE-Produktionen zu werden. Insgesamt ein vergnüglicher Familienfilm und trotz HK-Humor auch mit dem europäische Geschmack durchaus kompatible. Ich bin jedoch gespannt, wie der Schlußgag in DE umgesetzt werden soll, da hier HK-Insider-Wissen nötig wäre. Die Thais, deren DVD-Veröffentlichung ich besitze, haben sich recht gut um dieses Problem herumgemogelt, was jedoch nur in der Thai-Audio-Spur zu hören ist. Die Subs geben den Inhalt der O-Fassung wieder.