Endlich lässt er uns teilhaben an seiner exzellenten Klasse. Bisher konnte ich mich nie so richtig erwärmen an Dereks Studioplatten, was er allerdings hier präsentiert, ist genau das, was seiner würdig ist und er bei den Allmans so vorzüglich zeigte. Alle Livestücke sind seinen Sudioversionen eindeutig überlegen. Die Band und Derek sind in Höchstform und bieten ihre Musik mit einer ungeheuren Spielfreude dar, in die auch die Bläser hervorragend involviert werden, was uns Zuhörern sehr viel Spannung und Abwechslung bietet. Durch die Stimme von Sänger Mike Mattison erinnern viele Stücke an Joe Cocker in seiner besten Zeit incl. super Gitarrensolos von Derek . Seine Version von John Coltranes Stück Afro Blue bietet nicht nur eine interessante Variante sondern eine überragende dazu, mit einem göttlichen Gitarrenspiel, das jeden Moment an Carlos Santanas beste Zeiten seiner jazzigen Phase erinnert. Sensationell! Wer auch immer wieder postiv auffällt ist Kofi Burbridge an der Flöte mit seinem einfühlsamen Sound, unter anderem beim Bob Marley Sück Rastaman Chant.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Doppelstück Get Out My Life Woman/Who Knows, ersteres von Allan Toussaint ist ein schwerer Funk in bester siebziger Jahre Tradition und fantastischer, geradezu süchtig machender Jam-Session ( oh Gott ist das heiss! )welches langsam mit leisem, nachdenklichen Gitarrenspiel von Derek Luft holt und dann in ein nicht weniger atemberaubendes Finish übergeht, das dich vor Freude fast explodieren lässt. Das hätte endlos weitergehen können.
Den Abschluss bildet die zweite Clapton Komposition nach Key To The Highway ( auch eine tolle Version ) Anyday mit denselben Ingredenzien wie alle anderen Stücke dieser ganz, ganz tollen Live Cd. Klasse Derek, so wollen wir dich hören, so gehörst du zu den besten. Aber nicht nur Derek alleine soll hier gennant werden, denn auch alle seine Mitstreiter verdienen ein extra Lob, denn die Band spielt wie aus einem Guss. Das spielt sich auf einem Niveau ab, das nicht mehr weit entfernt ist von Fillmore East ( ihr wisst schon ).
Die ganze CD hört sich an, als ob jemand das Beste aus den Siebzigern in einen Cocktailshaker geworfen hat und Derek hat es heraus geholt, das Ganze mit seinem persönlichen Stempel versehen und 14 heisse, köstliche Cocktails veröffentlicht. So einfach ist das manchmal.