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Roads of Jazz (Fotobildband inkl. 6 Musik-CDs)
 
 
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Roads of Jazz (Fotobildband inkl. 6 Musik-CDs) [Gebundene Ausgabe]

Peter Bölke , Rolf Enoch
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
  • Verlag: earBOOKS,; Auflage: 1 (8. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940004316
  • ISBN-13: 978-3940004314
  • Größe und/oder Gewicht: 28,6 x 28,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 308.838 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Jazz ist ein Lebensgefühl., 15. Oktober 2009
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Roads of Jazz (Fotobildband inkl. 6 Musik-CDs) (Gebundene Ausgabe)
Dieses wunderbare earBook enthält 6 CDs von bester Klangqualität, auf denen man die verschiedenen Stilrichtungen des Jazz kennenlernt. CD 1 ist dem Classic Jazz gewidmet, CD 2 dem New York Swing, CD 3 dem New York Be-Bop, CD 4 dem New York Modern Jazz, CD 5 dem Cool & Westcoast Jazz und CD 6 dem Jazz in Europe. Musik von allen Jazz-Größen wird wiedergegeben, beginnend bei Louis Armstrong, weiterführend über Duke Ellington, Fletcher Henderson, Benny Goodman, Lionel Hampton, Miles Davis, Clifford Brown und endend mit Serge Chaloff und Dave Brubeck, um nur einige zu nennen.

Wie man die Stücke und Musiker auf den CDs musikalisch einzuordnen hat erfährt man, wenn man im Buch die Geschichte des Jazz aufmerksam liest. Diese Geschichte, die am Anfang des 20. Jahrhunderts begann, wird mit vielen Fotos illustriert und dokumentiert auf diese Weise auch den jeweiligen Zeitgeist, der im Jazz vorherrschte.

Das Buch ist untergliedert in: New Orleans, Chicago, Kansas City, New York ; Cotton Club, Carnegie Hall, Onyx, Famous Door, Savoy Ballroom; To Be Or Not To Bop; Swinging Hard & Funky; Lighthouse Café, Sardi`s , Blackhawk, The Haig, Melody Room; Paris, London; Berlin.

Der Jazz ist in allen Abschnitten seiner Geschichte mit den Namen großer Musiker verbunden gewesen und wurde von den Lebensumständen der Zeit geprägt, in der sie spielten. Erklärbar wird dies alles über die Roads of Jazz, über die Städte, in denen bestimmte Stilrichtungen vorherrschten, über die Clubs und Bars, die Tanzschuppen und Konzertsäle, in denen die Bands auftraten. Der Jazz eroberte innerhalb nur eines Jahrhunderts die Welt. Jeder kennt Namen wie Louis Armstrong, Coleman Hawkins, Benny Goodman und Oscar Peterson. Begonnen hat der Jazz in New-Orleans, einem besonders lebensfreudigen Ort, an dem sich die Temperamente und Kulturen der unterschiedlichsten ethnischen Gruppen ballten, die alle ihre Musik hervorbrachten. Hieraus entstand geradezu zwangsläufig etwas Neues. Jazz war und ist demnach ein Lebensgefühl.

Einen nicht unwesentlichen Anteil an der Entwicklung des frühen Jazz hatten kreolische Musiker, die nicht selten besser ausgebildet waren, also demnach auch vielfach Noten lesen konnten. Am Beginn des Weges, den die Roads of Jazz markieren, gab es in New Orleans mehr als drei Dutzend Bands, die auf Straßen, Lokalen und Bordells spielten. Die meisten Musiker waren Afro-Amerikaner und Kreolen, aber auch Weiße bildeten Orchester, um den großen Bedarf an unterhaltender Musik zu befriedigen. So erfährt man u.a., dass in New Orleans Begräbnisse nicht selten eine Gelegenheit waren, dem Tod durch entsprechende Musik eine heitere Seite abzugewinnen. Natürlich liest man über Louis Amstrong und die "King Oliver`s Jazz Band". Diese Band um den Trompeter Paul Mares, den Klarinettisten Leon Rappolo und den Posaunisten George Brunis war eine der erfolgreichsten Gruppen des weißen New Orleans Jazz. Louis Armstrong, "Satchmo", war der personifizierte Jazz schlechthin. Seine technisch brillanten, fantasievoll swingenden Improvisationen haben ganze Generationen von Musikern beeinflusst. Er war ein herausragender Trompeter mit makelloser Technik und sattem Ton, aber auch ein liebenswerter Entertainer.

Man lernt Bix Beiderbecke kennen, auch den Pianisten Jelly Roll Morton, der der erste war, der jazzmäßig komponierte und erfährt, dass in Kansas City ein früher orchestraler Swing gespielt wurde, der durch Riffs, einen flüssigen, bouncenden Beat und starke Blues-Elemente gekennzeichnet war. Saxophone spielten eine bedeutende Rolle, die Arrangements waren zumeist nur abgesprochen. Aufgrund der wirtschaftlichen Depression ging die große Zeit der Bands in Chicago dann zu Ende. Viele Musiker, wie Benni Goodman, Eddie Condon und Count Basie waren in New längst gelandet, auch Armstrong und Fletcher Hendrikson spielten nun dort. New York war damals ein Hexenkessel in dem sich Neues anbahnte. Darüber wird im Buch ausführlich berichtet.

Neben Flechter Henderson und Duke Ellington lernt man eine Reihe anderer namhafter Jazz-Musiker jener Tage kennen, wird mit dem Swing in der Folge vertraut gemacht und hier auch mit der ersten Goodman-Bigband. Ella Fitzgerald wird erwähnt, man liest vom Cotton Club, dem Saxophonisten Johnny Hodges, der Carnegie Hall, wo viele berühmte Musiker auftraten wie etwa Benny Goodman, Duke Ellington u.a.. Der Swing wird sehr schön fokussiert , aber schon auf dem Höhepunkt seiner Ära erklangen neue Töne, so Benny Goodman Sextett, das er 1939 bildete und in dem der Gitarist Charlie Christians schon hörbar neue Wege suchte. Billie Holliday bleibt nicht ausgespart im Bericht, bevor man sich thematisch immer weiter ins Jetzt bewegt.Unmöglich an dieser Stelle alle Musiker und Sänger zu nennen, die in dem Buch vorgestellt werden und sich über alle Stilrichtungen auszulassen

Sehr bemerkenswert war das Können von Clifford Brown, der sich durch einen warmen Ton und brillante Technik auszeichnete, natürlich auch von Miles Davis, der wohl einer der wichtigsten Musiker auf der Roads of Jazz war. Der Tenorsaxophonist Bob Cooper erregte Aufsehen als er bei den Lighhouse All-Stars zum ersten Mal die im Jazz ungewohnte Oboe einsetzte und mit Bud Shanks Flöte zusammen spielte. Dave Brubeck wird nicht vergessen und auch Django Reinhardt nicht. Reinhard hat in seinem sehr rhythmischen Spiel Zigeunermusik, französische Folklore und Jazz-Elemente verschmolzen.

Die Fotos im Buch finde ich faszinierend, natürlich auch hochinformativen Texten und die tollen Musikauswahl. Während des Schreibens hörte ich New York Swing, Musik also, die ins Blut geht und gute Laune macht.
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