Am 15. Dezember 2005 war für Roadrunner Records ein denkwürdiger Tag, denn das renomierte Plattenlabel, das schon Bands wie OBITUARY, MACHINE HEAD oder FEAR FACTORY großgezogen hat, hat sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert und sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Zuvor wurden 6 versierte Musiker der Roadrunner Bands als Team zusammengesetzt und diese wiederum rekrutierten weitere Musiker, um gemeinsam neue Songs zu schreiben und aufzunehmen. Getauft wurde das Ganze ROADRUNNER UNITED und herausgekommen ist dabei ein absolut einzigartiges Album. Ob das Album einem gefallen hat oder nicht ist eigentlich völlig egal, denn nun liegt mir ein Meilenstein der Musikgeschichte vor. An genanntem Datum vereinten sich diese Musiker, um ein außergewöhnliches Live Konzert in New York abzufeiern.
Name dropping? Bittesehr: Dino Cazares, Joey Jordison, Tim Ripper Owens, Keith Caputo, Andreas Kisser, Scott Ian, Corey Baleau, Evan Seinfeld, und, und, und. Die Namen sind ja schon mal einen Kauf wert, aber vielleicht ist noch ganz interessant zu erfahren, was diese Musiker vollbringen konnten. Weltbekannte Songs wie LIFE OF AGONYs "River Runs Red" mit Original Sänger Keith oder auch TYPE O NEGATIVEs "Black No. 1" mit Ville Vallo (HIM) am Mikro und Kisser (SEPULTURA) an der Gitarre. Aber richtige Highlights sind "Allison Hell" von Meister Jeff Waters (ANNIHILATOR) himself, während Tim "Ripper" Owens den Song mit seiner Stimme veredelt, sowie auch Tracks von KING DIAMOND und MERCYFUL FATE. Welch Wahnsinn, wenn diese Männer auf der Bühne stehen, das Licht geht aus und schon stehen da Joe Strozel, Howard Jones (beide KILLSWITCH ENGAGE) und wiedermal Kisser, die 'My Last Serenade" präsentieren, wobei das geniale daran ist, dass Original Sänger Jason Leach sich mit Howard die Vocals teilt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist Glen Benton, der OBITUARYs "The End Complete" durch den gesanglichen Fleischwolf dreht. Natürlich darf auch Aushängeschild Corey Taylor nicht fehlen "(Sic)", der aber bei "Surfacing" Robb Flynn ans Micro lässt. Und zu guter letzt 4 Songs der Roadrunner United Session. Dass die Stimmung und der Sound dieser DVD erste Klasse sind, versteht sich sowieso von selbst. Zum Abschluss gibts noch "Roots Bloody Roots" von der halben Belegschaft zu hören, so eine volle Bühne sieht man selten.
Als Bonus gibt es eine DVD zusätzlich mit einer Doku, die eigentlich nur aus Kommentaren der Musiker besteht, die aber doch recht entbehrlich ist. Ich denke, dass jeder, der mindestens von drei Alben genannter Bands besitzt, sollte sich das Teil holen. Einmalig!