Das Patrick Swayze mehr konnte und vor allem auch wollte, als Südstaaten-Gentlman ("Fackeln im Sturm") und Tänzer ("Dirty Dancing") spielen konnte er mit der einen oder anderen Rolle Anfang der 90er Jahre recht gut belegen.
Filme wie "Steel Dawn" sind eher Trash, aber wenn es zwei Filme gibt, in denen er sehr gut beweisen konnte, dass er als der etwas andere Actionheld zu gebrauchen ist, dann sind das vor allem "Gefährliche Brandung" (für mich sein bester Action-Thriller) und auch "Roadhouse".
"Roadhouse" kommt Swayze in Punkto Rollengestaltung super entgegen. Spielt er zwar einen Rausschmeißer, aber einen mit Köpfchen. Statt dumpfem Haudrauf, vermag er beim Rauswerfen eher elegantem abservieren, statt dumpfem vermöbeln zu glänzen, was man ihm einfach am meisten abnimmt. Doch macht das Ganze hier Sinn, wenn er im Finale dann wirklich richtig böse wird und zum Aufräumen unter den bösen Jungs schreitet, die hier eine ganze Kleinstadt tyrannisieren.
Zwar braucht der Film ein klein wenig, bis er wirklich in Fahrt kommt, aber langweilig wird er definitiv nie. Das mag sicher auch daran liegen, dass der Film von Produzent Joel Silver routiniert betreut wurde, dem wir solch sehenswerte 80er/90er Jahre Actionfilme, wie die "Lethal Weapon" Reihe, oder "Last Boy Scout" zu verdanken haben.
Die Bildqualität von "Roadhouse" ist jetzt nicht die optimalste, könnte also noch einen Tick besser sein und mehr Bonis, als einen Trailer gibts nicht, aber wers in seiner Actionfilmsammlung der 80er/90er Jahre gern abwechslungsreich mag, für den ist "Roadhouse" in jedem Fall ein optimale Empfehlung zur Ergänzung.