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Im August 2005 begaben sich Eric Patrick Clapp und Jean Jacques Cale (so die bürgerlichen Namen) gemeinsam in einen Aufnahmeraum in Kalifornien und produzierten eine rundum sympathische Scheibe, die deutlich die Signatur beider Künstler trägt. Die zwei Legenden, die seit Jahren in den höchsten Tönen voneinander schwärmen, beweisen auf ihrer prächtigen Premiere The Road To Escondido, dass man sie völlig zu Recht zu den herausragenden Bluesvertretern unserer Zeit zählt. Der Engländer und der Okie (J.J. Cale stammt aus Oklahoma) eröffnen den Liedreigen mit dem entspannt schlurfenden Danger, bei dem sich der Hörer sofort wohl fühlt. Anschließend machen sie im erdigen Slowblues Heads In Georgia, dem gemütlich trabenden Laidback-Shuffle Missing Person und der soften Bluesrock-Nummer When The War Is Over eine richtig gute Figur. Sporting Life Blues stimmt das Paar im klassischen Vintage-Sound an, wie man ihn in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts pflegte. Und mit Dead End Road schließlich haben sie einen stampfenden Südstaaten-Swampblues im Programm.
All das musizieren Clapton und Cale ohne Sound-Sperenzchen, ohne jeglichen Klang-Kokolores. Sie konzentrieren sich aufs Wesentliche und haben mithilfe von Gästen wie Taj Mahal, John Mayer, Doyle Bramhall II, Nathan East, Steve Jordan, Albert Lee und Billy Preston die insgesamt vierzehn Tracks überaus songdienlich und entspannt in Szene gesetzt. Ihre Relaxmusik besticht mit einer ansteckenden Lässigkeit. Das ist der reinste Hörbalsam für gestresste Ohren. -- Harald Kepler
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zwei Altmeister in Bestform,
Rezension bezieht sich auf: The Road to Escondido (Audio CD)
J.J. Cale und Eric Clapton: Zwei Altmeister, die nun wirklich nicht mehr beweisen müssen, was sie alles draufhaben. Das Album klingt so, dass man spürt: Den beiden machte das Ganze einfach Spaß. Und sie harmonieren hervorragend! Nicht nur im Gesang (ist eigentlich schon einmal jemand aufgefallen, dass die beiden einen sehr ähnlichen Gesangstil haben und sich auch in etwa in derselben Stimmlage bewegen?), sondern auch, wenn sie beide zur Gitarre greifen.
Und dann haben die beiden jede Menge kongeniale Musiker ins Studio geladen: Billy Preston, Taj Mahal, Albert Lee, Gary Gilmore... Glücksgriffe allesamt auch sie. Experimentierfreudig sind Cale und Clapton ohnehin; sie reiten nicht ihre alten Stiefel runter. Von tiefschwarzem Blues ("Sporting Life Blues") bis zu übermütigen Bluegrass (direkt anschließend: "Dead End Road", mit hinreißenden Fiddle-Einlagen) reicht das Spektrum dieser CD. Aber "experimentierfreudig" bedeutet hier nicht, dass unbedingt alles auf Teufel-komm-raus ausgereizt werden wird -- es bedeutet, dass Cale und Clapton ihren musikalischen Instinkten freien Lauf lassen und sich aufs Wesentliche konzentrieren, aus jedem Song dessen Besonderheiten herauskitzeln. Herausgekommen ist ein zeitloses Album, unabhängig von allen musikalischen Moden der Gegenwart und Zukunft. Die meisten Songs auf "The Road to Escondido" stammen hörbar aus Cales Feder, haben dieses gewisse entspannte, locker zurückgelehnte Etwas, das J.J. Cales Alben seit jeher charakterisiert: diesen gelassenen Rhythmus, der so typisch ist und nie langweilig wird. Überhaupt, Clapton hält sich meist im Hintergrund bei den Aufnahmen. Das bedeutet aber nicht, dass man seine Mitwirkung nicht deutlich heraushören würde... Mister Slowhand hat nichts verlernt und unterfüttert Cales Songs mit handfestem Blues und ausgefuchsten Gitarrenriffs -- "When the War is Over" mit seinen Cajun-Anklängen z.B. ist ein tolles Beispiel hierfür, aber auch "Dead End Road", "It's Easy" "Don't Cry, Sister", "Ride the River" und noch einige andere. Genauer gesagt: Fast alle Songs könnte man hier nennen... J.J. Cales Songs klingen mit dem zurückhaltenden Clapton-Sound im Hintergrund so, als hätte Clapton schon immer mit Cale zusammengespielt. Die Songs gewinnen an Tiefe, neue Nuancen kommen dazu, ohne dass die Linie verlorengeht. Meisterstücke eins wie das andere! "The Road to Escondido" ist eindeutig ein J.J.-Cale-Album, keine Frage. Einige wenige Tracks sind allerdings auch waschechte Clapton-Songs: So z.B. seine hinreißende Version des Brownie-McGhee-Klassikers "Sporting Life Blues". Oder aber "Hard to Thrill", ein melancholischer Blues und zugleich eine geniale Weiterentwicklung von "The Thrill Is Gone". Wenn nur im Booklet vermerkt wäre, welcher Bassist hier dafür sorgt, dass einem der "thrill" wirklich das Rückenmark entlangläuft... Schon jetzt ein Blues-Klassiker, behaupte ich vorwitzig. Einen ganz anderen Clapton lernt man auf dem unverkrampften "Three Little Girls" kennen -- schlicht, locker, und nur von Gitarren und Taj Mahals Harmonika begleitet. Clapton auf den Spuren des Folk? -- Durchaus! Und zwar wunderbar unverkrampft, ein Song zum Zurücklehnen und Augenschließen. Das eigentlich Faszinierende an "The Road to Escondido" ist aber, mit welch schlafwandlerischer Sicherheit Cale und Clapton aufeinander eingehen können, ohne deswegen ihren eigenen Stil aufzugeben. Hier hört man tatsächlich Duette, und keine Duelle! Hinreißend sind z.B. ihr sanftes Duett auf "Sporting Life Blues" -- ganz auf den Spuren von Sonny Terry und Brownie McGhee und doch auch ganz eigenständig --, und ebenso ihre regelrechten Gitarren-Dialoge in jedem Song. Auch ein waschechter Cale-Song gewinnt schließlich noch an Glanz, wenn ein Mr. Slowhand mit von der Partie ist. Einziger Schwachpunkt ist ausgerechnet der erste Track -- "Danger" klingt etwas verwaschen, hat nicht diese Präzision, diese klare und doch verspielte Linie der 13 anschließenden. Einen Stern deswegen abziehen mag ich nicht -- schon deswegen, weil ich das Album jetzt schon den ganzen Abend anhöre und ganz einfach hin und weg bin. Es wird nicht der letzte Abend sein, den ich mit diesen beiden Herren, bzw. ihrer Musik, verbringe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
48 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ausgezeichnete Überraschung,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Road to Escondido (Audio CD)
Ich bin weder der große J.J. Cale noch Eric Clapton Fan. Dies mal vorweg...
Und so lautet meine Geschichte: Ich saß bei der Arbeit, also aus dem Radio ein Lied an meine Ohren getragen wurde. Ich hörte genauer hin, ein Gitarrensolo...ich dachte mir sofort, das ist nicht der übliche Einheitsbrei den mir das Radio sonst verabreicht. Als ich hörte wer die Interpreten sind, war ich sehr überrascht, da ich eben wie oben genannt nicht der größte Fan von beiden bin. Also CD bestellt...rein in den CD-Player... Resultat: nach der dritten Nummer hab ich es mir auf dem Fußboden gemütlich gemacht und habe die CD 2x durchgehört!!! Blues, Rock und ein paar andere Zutaten...ohne Schnörkel und einfach nur Gemütlich...beste CD seit langem überhaupt... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Daß ich das noch erleben darf!,
Von claptomaniac "v-st" (Bamberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Road to Escondido (Audio CD)
Jetzt ist es endlich soweit. Ein Gitarrengott, der seit über 40 Jahren im Business ist, weniger als Songwriter, sondern mehr als Virtuose an der Stratocaster, ist endlich mit dem Mann gemeinsam auf einer Scheibe zu hören, dem er so schöne Titel wie After Midnight (1970) und Cocaine (1977) zu verdanken hat. (Was nur wenige wissen). Das Zusammenspiel der Beiden wirkt, als ob sie 4 Jahrzehnte nichts anderes getan hätten - obwohl man dazusagen muß, daß Eric sich hier wirklich sehr vornehm zurückhält und dem Älteren den Vortritt läßt. Gewürzt wird das Albun durch das Mitwirken junger Meister wie Derek Trucks und Doyle Bramhall II, die im vergangenen Jahr schon mit Clapton auf Tournee waren, sowie dem Youngster John Mayer. Das Album ist eher ruhig und eingängig, an manchen Stellen sogar leicht country-lastig. Der Schlußtitel "Ride the river" läuft täglich bei mir im Auto auf langen Fahrten. Fazit: 5 Amazonsterne
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