Kurzbeschreibung
Von 1995-98 erschienen die ersten drei Folgen der legendären Reihe "Perlen deutschsprachiger Popmusik" "Wo ist zuhause Mama" (benannt nach einem deutschsprachigen Song des großen Johnny Cash) "Nicht zuhause Mama" und "Zur Hölle Mama". Darauf zu finden damals wie heute großartige Songs von Bands und Songwritern: Deutschsprachige Texte, besser gesagt, gute Texte. Das ist wie immer die Voraussetzung. Oder wie Franz Dobler schon auf Vol.1 sagt:"Sing was du willst, aber erzähl mir keinen Scheiß". Die Musik ist variabel - Popmusik, auch im weitesten Sinn. Ausreißer sind immer möglich. Der Mainstream hat erfahrungsgemäß weniger, der Rest mehr Chancen. Wir suchen einfach nur gute Songs und wenn sie dann mit den Menschen dort draußen und der Welt zu tun haben, dann her damit.
Der Künstler über die CD
»Fast auf den Tag genau vor neun Jahren schrieb ich den Text zu Vol. 3 dieser Musikserie; nur wenig später hatten wir uns darauf einigen müssen, diese Serie damit zu beenden. Denn plötzlich lagen CDs in fast allen Magazinen, und der Schnitt war deutlich zu erkennen. Und neun Jahre später? Genau 120 Trikont-Produktionen später? Muss man jederzeit damit rechnen, dass auch der Apothekenumschau eine Compilation beiliegt: ich rechne mit Songs gegen Alkohol, ausgehungerte Models und Hektik allgemein. ,Nein’, sagte ich, ,vorbei’. Als die Firma an mich herantrat mit der Bitte, anlässlich des Jubiläums 33 1/3 Jahre Trikont die Serie fortzusetzen. ,Das soll doch gern jemand anders machen’, sagte ich. ,Aber an den Prinzipien würde ich nichts ändern’, fügte ich kollegial hinzu, ,ein american-deutsches Intro, guter Text in irgendwie halbwegs nach Germanistan klingender Sprache, viel Unveröffentlichtes und keine Artisten, die wir schon hatten, nichts zu danken, Grüß Gott’. Aber man ist nicht einfach so zum ältesten deutschen Independent-Label geworden. Man hat sozusagen einen über drei Jahrzehnte dauernden low intensity Guerillakampf durchgestanden. Man weiß, wie man jemanden angeht, überredet und umdreht, kurzum,begeistert und überzeugt.« Franz Dobler, Herausgeber