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Rize - Uns hält nichts auf! (OmU) [2 DVDs]
 
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Rize - Uns hält nichts auf! (OmU) [2 DVDs]

 Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
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Rezensionen

VideoMarkt

Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Jahr 1965 von den Unruhen im Stadtteil Watts wechseln zu Aufnahmen aus dem Jahr 1992, als Los Angeles wieder brannte - diesmal als Reaktion auf den Freispruch der Polizisten, die Rodney King misshandelten. Der Tanzstil "krumping" ist aus der Asche der Ghettos entstanden und spiegelt den Geist von Ohnmacht und Aufruhr wider. Als Ventil gegen weiße Dominanz tanzen sich unterprivilegierte Schwarze in Ekstase, vermischen Elemente tradierter afrikanischer Stammestänze mit modernen moves'n'grooves.

Video.de

In seinem mitreißenden Dokumentarfilm begibt sich David LaChapelle, der "Fellini der Fotografie", auf Spurensuche, findet in den Straßen von South Central unter anderem Tommy Johnson, genannt "Tommy the Clown", der 1992 erstmals gegen die Gewalt "antanzte". Man spürt, dass viel Herzblut in diesem Film steckt, viel Dynamik und Liebe für die zahlreichen Akteure. Tanz und Musik reißen mit, hautnah klebt die entfesselte Kamera (Morgan Susser) am Geschehen. Eine ungewöhnliche Tanz-Doku, musikalisch wie visuell ein Leckerbissen.

Blickpunkt: Film

Kaum zu glauben, aber selbst vom Pop-Sternchen Christina Aguilera kann man lernen. Zumindest wenn man dem Starfotografen David LaChapelle traut, der während der Dreharbeiten zu deren Videoclip 'Dirrty' erstmals mit 'krump' in Berührung kam. Bei dieser wüsten Bewegungsform zuckt der Körper des Tänzers scheinbar unkontrolliert und vollführt gleichzeitig akrobatische Einlagen. Gehässig könnte man nun behaupten, dass Aguileras Busen dies auch tut. Das jedoch wäre noch lange kein Kunstphänomen, im Gegensatz zum irrwitzigen Tanzstil, den 'Rize' zu entschlüsseln sucht.
Mit gespenstischen Schwarz-Weiß-Bildern aus dem Jahr 1965, aufgenommen während der berühmt-berüchtigten Unruhen im Stadtteil Watts, beginnt der Videoclip-Guru La Chapelle seine Dokumentation, schneidet dann ins Jahr 1992, als Los Angeles wieder brannte - diesmal als Reaktion auf den empörenden Freispruch der Polizisten, die Rodney King misshandelten. Das 'krumping', so wird impliziert, ist aus der Asche der Ghettos entstanden und spiegelt den Geist von Ohnmacht und Aufruhr wider. Als Ventil gegen weiße Dominanz tanzen sich unterprivilegierte, größtenteils arbeitslose schwarze Männer und Frauen in Ekstase, vermischen Elemente tradierter afrikanischer Stammestänze mit modernen moves'n'grooves. Der Mann, der da zunächst regungslos am Boden liegt, während andere mit imaginären Schlagstöcken auf ihn einprügeln, das könnte ein Alter Ego Kings sein. Bis er sich erhebt, wild, tapfer zurück fightet, sich wehrt, wie Orpheus aufersteht und schließlich doch noch zu seinem Recht kommt... Rize - erheb' dich!
Einen Abriss der Geschichte des 'krump', jener innerstädtischen, wenig bekannten Subkultur, gibt der Filmemacher, den diese Kunstform sichtlich fasziniert. In 'Rize', seinem ersten Dokumentarfilm, begibt sich der 'Fellini der Fotografie' auf Spurensuche, findet in den Straßen von South Central unter anderem Tommy Johnson, genannt 'Tommy the Clown', der 1992 erstmals gegen die Gewalt 'antanzte'. Das 'clowning', die Frühform des 'krumping', etablierte. Statt Konflikte mit Fäusten und Waffen zu lösen, sollten die zahllosen Jugendbanden ihre Streitigkeiten zu Rap-Rhythmen auf Showwettbewerben, als Art 'Breakdance schwer', austragen. 'Clown'-Schulen schossen aus dem Boden, jede Gang hatte ihren 'Lehrer', die 'Colors', die 'Farben der Gewalt', wichen farbfrohen Perücken und grellbunter Theaterschminke. Kunst statt Gewalt, so lässt sich das wenig beachtete Tanz-Phänomen auf den Punkt bringen, das die blutigen Bandenkriege in sozialen Brennpunkten freilich nicht beendet, zumindest aber eingedämmt hat.
Chancenlosigkeit und Elend werden so kanalisiert, finden sublimiert Eingang als Kunstform, die sich für den einen oder anderen letztendlich vielleicht sogar als Ticket ins Showgeschäft erweist. Herzblut steckt in diesem Film, Dynamik und viel Liebe für die zahlreichen dramatis personae. Tanz und Musik (Red Ronin Productions) reißen mit, hautnah klebt die entfesselte Kamera (Morgan Susser) am Geschehen. Dass sich da vor lauter Begeisterung für den Stoff so mancher Anschluss nicht logisch erklärt, gewisse dramaturgische Holprigkeiten unübersehbar sind und den 'krumpern' insgesamt zu viel Raum zur eitlen Selbstdarstellung eingeräumt wird, fällt da nicht (mehr) wirklich ins Gewicht. geh.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Mitreißender Dokumentarfilm über einen in Los Angeles praktizierten Tanz- und (Lebens)stil.

Kurzbeschreibung

David LaChapelle, der „Fellini der Photographie“ (New York Magazine), berühmt durch seine zahlreichen Mode- und Star-Photographien und vor allem seine Videoclips für Christina Aguilera, Britney Spears, den Chemical Brothers und Moby, präsentiert uns in seinem Debütfilm eine noch unentdeckte Subkultur der Hip-Hop-Szene: In furiosen Bildern rauschen die Bewegungen der derzeit unter dem Namen „Clowning“ und „Krumping“ kursierenden Tanzstile auf den Zuschauer ein. Die aggressiven und atemberaubenden Choreographien sind mehr als nur ein Modetrend – sie dienen als Ausdruck sozialer Unterdrückung: ‚Krumping’ und ‚Clowning’ sind die beherrschende Kraft im Leben von Tommy the Clown, Tight Eyez, Lil C, Miss Prissy und all den anderen - und ihre einzige, sehr persönliche Art in den Straßen von L.A. zu überleben

Produktbeschreibungen

David LaChapelle, der "Fellini der Photographie" (New York Magazine), berühmt durch seine zahlreichen Modeund Star-Photographien, sowie Videoclips (Moby, Gwen Stefani, Christina Aguilera), taucht in seinem Debütfilm in eine uns bisher verschlossene Subkultur ein: In furiosen Bildern rauschen die Bewegungen des derzeit unter dem Namen "Clowning" oder auch "Krumping" in den Straßen von Los Angeles pulsierenden Tanzstils auf den Zuschauer ein. Die aggressiven und atemberaubenden Choreographien markieren dabei einen Ausdruck sozialer Unterdrückung und sind mehr als nur gefälliger Modetrend: "Krumping" und "Clowning" sind die beherrschende Kraft im Leben der Protagonisten und ihre einzige Chance auf einen Ausweg. LaChapelle nimmt uns mit auf einen visuellen Trip, der Atem und Sprache raubt, aber uns zugleich an einem bewegenden Moment beispielloser Willens- und Körperstärke
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