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Mit seiner einzigartigen, gequälten Stimme singt Keith Caputo jene Zeilen, die sich Bassist Alan Robert von der Seele geschrieben hat. "This Time" ist die Anklage an den Vater, der die Familie sitzengelassen hat. "Bad Seed" sucht nach Erklärungen, warum man es nicht über sich bringt, das Grab der Mutter zu besuchen.
In einer musikalischen Welt, die Preise für das härteste, unerschütterlichste Auftreten zu vergeben scheint, bekennen sich Life of Agony zu ihren emotionalen Defiziten und blicken auf der Suche nach Antworten in die familiäre Vergangenheit.
Die derben Gitarren schlagen hierfür eine Schneise ins Gemüt, Mega-Drummer Sal Abruscato tritt scharfe Stakkati in seine Bassdrums, macht sich aber dennoch nicht zum Sklaven der Geschwindigkeit. Life Of Agony variieren die Tempi ihrer Songs, als handele es sich um (Gefühls-?)Wellen, auf denen sie mit einem Hardcore-Brett reiten. Eine solche Mischung hat die Metal-Gemeinde zuvor noch nicht gehört. --Björn Döring
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Wenn Musikjournalisten dieser Welt wieder einmal auf die Idee kommen: "Jetzt ist es mal wieder an der Zeit die besten Alben aller Zeiten aufzulisten", kann man davon ausgehen, daß darunter niemals ein Hardcore/Punk/Metal Album auftaucht (höchstens Metallica's Black Album, da man ca. 17 Millionen Käufer kaum ignorieren kann)!
Das macht mich traurig, daß mir die Tränen kommen, aber nicht nur, weil ein solches Album nicht gewürdigt wird (obwohl es dies verdient hätte), sondern auch dann (jetzt im positiven Sinne), wenn ich die ersten Sekunden von "This Time" höre:
Da wird man automatisch in den Bann gezogen, wenn die perfekt abgemischten Gitarren durch die Boxen brettern (Ein Dank an den Producer Josh Silver!), die Drums auf dich einknüppeln, als ginge es ums Überleben und nicht zuletzt durch Keith Caputo' Stimme, die durch Mark und Bein geht. Was hat man nicht alles über diese Stimme gehört, von "Kermit goes to Metal", war da die Rede und das macht mich schon wieder traurig und wütend (So jetzt mal ein paar Songs von Ween's "Chocolate & Cheese", damit es wieder bergauf geht ...). Da singt sich Keith die Seele aus dem Laib, und manche machen sich darüber auch noch lustig (Frechheit!)!
Selten waren Musik (mit seinen vielen Tempiwechseln und dem ausgeliehenem Keyboard von Type O Negative / Scherz!) und Gesang so eine perfekte Einheit wie auf diesem Album!
Eine Ausnahme wäre vielleicht noch das Tool Album "Aenima", welches auch ein Anwärter auf das "Beste Album aller Zeiten" wäre!!!
Anspieltipps:
"This Time" - "River Runs Red" - "Through And Through" - "Words And Music(!)" - "Method Of Groove"
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