Richard Dawkins hat eine Mission! Er erklärt Charles Darwins Evolutionslehre in einfachen Worten, so dass sie auch für ein Laienpublikum verständlich wird. Gleichzeitig kritisiert er die simplen Erklärungsmodelle der Weltreligionen und deren gefährlichen Auswirkungen auf die Anhänger dieser Ideologien.
In seinem 1995 erschienenden Buch "River out of Eden" beantwortet Dawkins, auch "Darwins Rottweiler" genannt, die Frage, die uns Menschen seit Jahrtausenden umtreibt: Was ist der Sinn des Lebens? Seine Antwort: "the true utility function of life, that which is being maximized in the natural world, is DNA survival" (123).
In seinem Klassiker
Selfish Gene von 1976 argumentierte Dawkins, dass alle Lebewesen nur die "survival machines" für Gene sind, die nur daran interessiert sind sich zu vermehren. Aus diesem Konzept lässt sich, so Dawkins, die von vielen Menschen oft wahrgenommene Grausamkeit und Sinnlosigkeit unserer Existenz erklären: "In a universe of blind physical forces and genetic replication, some people are going to get hurt, other people are going to get lucky, and you won't find any rhyme or reason in it, nor any justice. The universe we observe has precisely the properties we should expect if there is, at bottom, no design, no purpose, no evil and no good, nothing but blind, pitiless indifference [...]. DNA neither cares nor knows. DNA just is. And we dance to its music" (155).
Dieser kurze Abschnitt verdeutlicht auch ein weiteres Markenzeichen von Dawkins. Er schreibt über Wissenschaft in einer geradezu zärtlichen und poetischen Sprache. Wir Menschen; die Tänzer zur Musik der DNA. Herrlich!
Fazit: Dawkins in Hochform. Er ist einer der wortgewaltigsten Intellektuellen unserer Zeit. Im Kampf gegen Kreationismus und Intelligent Design bleibt er die Speerspitze der Wissenschaft!